07.09.2010, 20.10 Uhr, michaschreibt
Im Mai 2010 gemeldet: Rekordverluste. Briitish Airways teilte Mitte Mai mit, 2009/2010 sei ein Vorsteuerverlust von 531 Millionen Pfund (rund 609 Millionen Euro) angefallen. Unterm Strich stehe ein Minus von 425 Millionen Pfund (rund 500 MillionenEuro). Das ist größte Defizit seit Privatisierung der Airline im Jahr 1987 und "das zweite Jahr mit Rekordverlusten in Folge", musste Verwaltungsratspräsident Martin Broughton zugeben. Und nun nur wenige Monate später: Einkaufstour, um sich bis zu 12 neue Fluggesellschaften einzuverleiben. Die Aktienkurse steigen bei gleichzeitig absolut maroder Wirtschaftslage des Unternehmens und spülen frisches Geld für die im Artikel anvisierten idealtypischen Synergieeffekte schon jetzt in die Kasse, damit der Hasadeursritt bald beginnen kann. Funktioniert so unverantwortlich für die Beschäftigten und letztlich auch die Aktionäre (wenn das Abenteuer schief geht) heutiges Wirtschaften? Ist eigentlich nur noch Zockerei in manchen Branchen anzutreffen?

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