29.03.2010, 09.22 Uhr, Jan-Dirk
Die seit Monaten laufende Diskussion über Abbriss/Neubau oder Renovierung von Schauspielhaus und Oper zeigt die Selbstüberschätzung und den völligen Realitätsverlust der Kölner Bürger und der Kulturverantwortlichen.
 
Es geht nicht um diese Alternative, sondern bei einem Defizit von 500 Mio im Stadtsäckel um die Erkenntnis, dass weder Neubau noch Renovierung möglich ist!
 
Dies einzugestehen widerspricht aber der Kölner Mentalität: Der Kölner will schöne träumen und nicht die kalte Wirklichkeit sehen. Eine Familie, die von Hartz-4 lebt, hat nicht die Wahl zwischen Urlaub in den USA oder auf den Malediven.
 
Düsseldorf, aus Kölner Augen eine Ba-Pfui-Stadt, hat entschlossen gegen sein Haushaltsdefizit gekämpft und gewonnen, wenn auch mit dem Verkauf von Stadteigentum.
Köln dagegen wollte Olympiastadt werden, Kulturhauptstadt, Musikhauptstadt und vieles mehr.
 
Aber die Voraussetzung für alles das, hart arbeiten, sparen und sich von vielen Träumen verabschieden das will keiner!

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