07.11.2009, 12.33 Uhr, Prinz Bauer
Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit Zahlen umgehen kann, wenn man ein bestimmtes Ziel verfolgt. Der Text ist ein Kommentar auf der Grundlage von Zahlen, die auch ganz andere Schlussfolgerungen zulassen, oder? Viel bemerkenswerter als die Zahlen, die der Autor bemerkenswert findet, sind doch wohl die Nutzerzahlen der ersten Grafik: 85% (!!!!) der Kölner gehen nie oder fast nie in die Oper, 86 % (!!!!) haben nichts oder extrem wenig mit Tanztheater zu tun. Das sind Zahlen, die berechtigte Fragen nach dem Umgang mit Steuergeldern in Zeiten der Krise aufwerfen. Viel spannender als der Versuch, einfach pauschal jede Kürzung im Kulturbereich abzuwehren, müsste doch die Frage sein, wie man innerhalb eines Etats das Geld effizienter einsetzen müsste. Zweistellige Millionen-Beträge für Institutionen, wo keiner hingeht? Das geht in diesen Zeiten nicht - vor allem dann nicht, wenn man die vielfältige Kölner Kulturszene, die nur wenig Unterstützung braucht, leben und wachsen lassen will.

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