15.09.2009, 14.10 Uhr, doppelverdiener
sollte man nicht zu laut jubeln. Es gibt gegenüber solchen Übergriffen (und ähnlichen gegen Obdachlose, Junkies, jugendliche Graffitimaler, also in der Wahrnehmung der Beteiligten häufig Bürger zweiter Klasse) die polizeiliche Konstruktion des "schwarzen Schafs", das als Bauernopfer fallengelassen wird. Tendenziell ändert das allerdings nur wenig an der allgemeinen Gewaltproblematik. Das "polizeiliche Gegenüber" (Fachjargon) wird in Demokontexten kaum als Bürger mit Rechten wahrgenommen, sondern als Störer oder Bedrohung (wie ich übrigens in Köln selber bereits erfahren dürfte, als ich forschungstechnisch mit einem polizeilichen Seelsorger unterwegs war und wir zwei Schlagstockschläge wegen eines Brötchenkaufs jenseits der Demostrecke bekamen, bis andere Beamten ihren "durchgeknallten" Kollegen von uns wegzogen).
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