05.05.2009, 15.46 Uhr, Helmut Jacob
Dass der Landschaftsverband-Rheinland seine schwarze Vergangenheit aufarbeitet, ist löblich und wohl dem Direktor zu verdanken, der dieses Thema zur Chefsache erklärt hat. Diese Gefühl vermittelt er auch in einem Brief an die "Freie Arbeitsgruppe JHH 2006" (www.gewalt-im-jhh.de). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hinkt noch mächtig hinterher. Einer Illusion dürfen weder die Landschaftsverbände oder sonstige Heimträger, und auch nicht die beauftragten Wissenschaftler erliegen, nämlich, dass sich viele Opfer melden. Zu groß ist die Scham, über das Erlebte zu berichten. Zu tief sitzt auch die Erfahrung, "dass einem nicht geglaubt wurde". So kann man die Mißhandlungen und Verbrrechen nur hochrechnen. Viele Wahrheiten werden mit dem Tod der Opfer, die zwischen 45 und 65 Jahre alt sind, unter der Grasnarbe verschwinden.
Helmut Jacob

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