10.03.2009, 10.47 Uhr, la10
Aus der Frankfurter Str. in Mülheim eine Flaniermeile zu machen wäre die Chance gewesen, ein heruntergekommenes Stadtviertel aufzuwerten und den Menschen vor Ort zu zeigen, dass der Stadtteil noch nicht ganz abgeschrieben ist. Mit solch einer Geste würde man mehr als nur bauliche Veränderungen bewirken, Investitionen würden sich hier wohl auch in mehr "Wohlfühl"-Atmosphäre, mehr Identifikation und Engagement der Bewohner auszahlen. Dass hier aber wieder mal der Auto- und LKW-Verkehr hofiert wird, ist unglaublich! Ich wähnte dieses Verhalten als überholt, denn die Zerstörung der Kölner City in den 50er und 60er Jahren zugunsten des Verkehrs (z.B. Nord-Süd-Fahrt) ist ja nun unbestritten und man sollte meinen, dass die Politiker daraus gelernt hätten - ein Irrtum! So pflanzt sich die Hässlichkeit und Zersiedelung der Innenstadt auch in die Peripherie fort. Mülheim als ein "Slum", der zugunsten anderer, besserer Stadtteile so und nicht anders von den Kommunalpolitikern gewollt wird, oder?

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