Irgendwo hinter dem Horizont soll Jomendorf liegen, Jaroty, das Heimatdorf meines Großvaters. Hinterm Berg, glejich iber die Bricke (alles klar?, S.) in Groß Bertung, Richtung Kellaren, hat Frau Jekosch gesagt. Immer wieder bleibe ich stehen und blicke ungläubig in den Himmel. Für diesen Himmel sollte man Eintritt verlangen. Jeder, der den Kopf in den Nacken legt und wie gebannt mitten auf der Landstraße stehen bleibt, müsste fünfzig Zloty zahlen. Erst dann bekäme er den freien Blick nach oben. Denn da wird jede Stunde ein neues Drama gezeigt. Quellwolken stellen Schäfchenwölkchen nach und treiben sie bis zur Erschöpfung durch das Blau, so dass nichts mehr von ihnen bleibt, außer etwas Dunst. Schon quillt eine weitere Riesin heran, baut sich drohend auf, verfärbt sich wütend und verfinstert die Sonne - das Ganze eine Handbreit über meinem Kopf. Die Spannung steigert sich ins Unerträgliche, und ich laufe schneller.
(aus "Ein Land so weit" von Petra Reski)
Doch gar nichts Besonderes!? Könnte man sonstwo erleben. (?) Petra Reski aus dem Ruhrgebiet in Ostpreußen ist anderer Meinung. Und Anita wird es auch sein, ob sie das Buch schon kennt oder nicht.
Ihre ganze Kindheit hindurch fühlte sich Petra Reski von den Erzählungen über die weite Landschaft des Ermlands und den Geschichten von der Flucht verfolgt, die ihre Familie bei Kriegsende über das zugefrorene Haff bis ins Ruhrgebiet verschlug. Doch eines Tages gerät sie zufällig in das Heimatdorf ihres Vaters in der Nähe von Allenstein - und entdeckt in den Gesprächen mit den Zurückgebliebenen nicht nur die Geschichte ihrer Familie, sondern auch ein ganz persönliches Stück Heimat.
Ein Buch, das mit erzählerischem Witz und großen Emotionen die Suche nach der eigenen Identität beschreibt - und ein fast romanhaftes Bild einer ostpreußischen Familie und die Liebe zu einem fremden und doch so vertrauten Land entwirft.
Ein Buch, nicht nur für Anita und die, die ähnliches erfahren haben, wenn es um Kriegsende, Flucht und Heimat geht!
(aus "Ein Land so weit" von Petra Reski)
Doch gar nichts Besonderes!? Könnte man sonstwo erleben. (?) Petra Reski aus dem Ruhrgebiet in Ostpreußen ist anderer Meinung. Und Anita wird es auch sein, ob sie das Buch schon kennt oder nicht.
Ihre ganze Kindheit hindurch fühlte sich Petra Reski von den Erzählungen über die weite Landschaft des Ermlands und den Geschichten von der Flucht verfolgt, die ihre Familie bei Kriegsende über das zugefrorene Haff bis ins Ruhrgebiet verschlug. Doch eines Tages gerät sie zufällig in das Heimatdorf ihres Vaters in der Nähe von Allenstein - und entdeckt in den Gesprächen mit den Zurückgebliebenen nicht nur die Geschichte ihrer Familie, sondern auch ein ganz persönliches Stück Heimat.
Ein Buch, das mit erzählerischem Witz und großen Emotionen die Suche nach der eigenen Identität beschreibt - und ein fast romanhaftes Bild einer ostpreußischen Familie und die Liebe zu einem fremden und doch so vertrauten Land entwirft.
Ein Buch, nicht nur für Anita und die, die ähnliches erfahren haben, wenn es um Kriegsende, Flucht und Heimat geht!
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