Seit zwei Wochen sind Ralph und ich in Hamburg. Alles ist noch so neu, dass es mir auffällt und deshalb auch darüber blogge. Nachdem klar ist, wie und wo wir wohnen, wollen wir jetzt auch (frei-)beruflich Fuß fassen. Eine Herausforderung!
Freitag, 9. September
35 Euro kostet ein Monatsticket der Hamburger Verkehrsbetriebe. Damit kann ich morgens ab neun losfahren und die Stadt entdecken - Wilhelmsburg, Innenstadt, Eimsbüttel, Harvestehude, Sankt Pauli und Altona. Wie ich schon in einem früheren Blog geschrieben habe, ist Altona gewöhnungsbedürftig für mich. Aber aus Gesprächen lerne ich, dass es viele Menschen gibt, die gern hier leben. Allerdings noch lieber im benachbarten Ottensen. Hier wuselt es hip und alternativ auf der Hauptstraße. Es gibt niedliche Cafés und originelle Läden. Nur der Inhaber eines Antiquariats ist etwas muffig, als ich ihn in ein Gespräch verwickeln möchte. Dafür lächelt mich eine Frau auf der Gaußstraße an und sagt, dass sie es sehr gut fände, dass Ralph und ich Bücher vor dem Wegwerfen retten.
Samstag, 10. September
Zum Wochenende scheint immer die Sonne in Hamburg. Das ist sehr sympatisch. Ralph hat auch ein günstiges Monatsticket und wir fahren zur Feldstraße, wo es jeden Samstag einen großen Flohmarkt gibt. Als ich später allein durch die Straßen des Viertels bummele, erfahre ich, dass es sich hier um das Karolinenviertel handelt. Es ist ein bisschen wie Ottensen, aber noch ausgefallener. Es gibt Häuser mit uralten, wunderschönen Balkonen. An den Eingängen der Häuser kleben Flyer von Location-Scouts, die solche Balkone für einen Werbspot der Telecom suchen und buchen wollen. Auf einem kleinen Platz haben Bewohner des Karolinenviertels Flohmarkttische aufgestellt und verkaufen Bücher und Klamotten. Sie erklären mir, dass dies im Rahmen eines Straßenfestes erlaubt sei und auch keine Standgebühren koste. Also muss man nur an der richtigen Stelle wohnen.
Sonntag, 11. September
Die Isestraße im schönen Eppendorf ist meine Lieblingsstraße. Und das schon seit über 30 Jahren. Hier wohnten Andrej und Iska, gebürtige Prager. Wir tranken stundenlang Tee aus dem Samowar und abends verbrachte Iska Stunden damit, leckere Teigtaschen herzustellen. Die sie dann in einer kräftigen Brühe servierte. Am Fenster vorbei donnerte die Hochbahn. Genauso wie jetzt auf dem Wohnmobilhafen in Finkenriek, wo ich diesen Blog schreibe. Damals in der Isestraße war mein Wunsch entstanden, irgendwann einmal nach Hamburg zu ziehen. Und jetzt wünsche ich mir, irgendwann einmal in der Isestraße eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das Schlafzimmer müsste allerdings nach hinten raus gehen. Wegen der Hochbahn.
Am heutigen Sonntag findet zum ersten Mal ein Flohmarkt unter der Hochbahn statt. Ideal, so werden Menschen und Flohmarktsachen nicht nass. Aber der m² kostet 30 Euro. Puh! Aber so voll habe ich noch keinen anderen Flohmarkt gesehen. Schaun wir mal, ob ich demnächst hier stehe. Ich kriege eine SMS von unserer Bloggerin Paula. Wir treffen uns in einem Restaurant auf Sankt Pauli. Wir freuen uns beide riesig. Ich merke, dass ich auch etwas Heimweh nach Kölle hab. (Taxania, in diesem Punkt hast du auch Recht, ein kleines Tränchen muss man ab und zu verdrücken.) Paula erinnert mich daran, dass ich auch Deutschlehrerin bin und fragt, ob ich mir schon einen Job gesucht habe. Gut gelaunt verabschieden wir uns.
Montag, 12. September 2011
Es ruft jemand an, der eine größere Menge Bücher und CDs hat, die wir abholen sollen. Juchhu! Jetzt kann ich mich auch darum kümmern, jemanden zu finden, der Deutsch, Englisch oder Französisch lernen will. Vielleicht English to go in der Mittagspause?
Freitag, 9. September
35 Euro kostet ein Monatsticket der Hamburger Verkehrsbetriebe. Damit kann ich morgens ab neun losfahren und die Stadt entdecken - Wilhelmsburg, Innenstadt, Eimsbüttel, Harvestehude, Sankt Pauli und Altona. Wie ich schon in einem früheren Blog geschrieben habe, ist Altona gewöhnungsbedürftig für mich. Aber aus Gesprächen lerne ich, dass es viele Menschen gibt, die gern hier leben. Allerdings noch lieber im benachbarten Ottensen. Hier wuselt es hip und alternativ auf der Hauptstraße. Es gibt niedliche Cafés und originelle Läden. Nur der Inhaber eines Antiquariats ist etwas muffig, als ich ihn in ein Gespräch verwickeln möchte. Dafür lächelt mich eine Frau auf der Gaußstraße an und sagt, dass sie es sehr gut fände, dass Ralph und ich Bücher vor dem Wegwerfen retten.
Samstag, 10. September
Zum Wochenende scheint immer die Sonne in Hamburg. Das ist sehr sympatisch. Ralph hat auch ein günstiges Monatsticket und wir fahren zur Feldstraße, wo es jeden Samstag einen großen Flohmarkt gibt. Als ich später allein durch die Straßen des Viertels bummele, erfahre ich, dass es sich hier um das Karolinenviertel handelt. Es ist ein bisschen wie Ottensen, aber noch ausgefallener. Es gibt Häuser mit uralten, wunderschönen Balkonen. An den Eingängen der Häuser kleben Flyer von Location-Scouts, die solche Balkone für einen Werbspot der Telecom suchen und buchen wollen. Auf einem kleinen Platz haben Bewohner des Karolinenviertels Flohmarkttische aufgestellt und verkaufen Bücher und Klamotten. Sie erklären mir, dass dies im Rahmen eines Straßenfestes erlaubt sei und auch keine Standgebühren koste. Also muss man nur an der richtigen Stelle wohnen.
Sonntag, 11. September
Die Isestraße im schönen Eppendorf ist meine Lieblingsstraße. Und das schon seit über 30 Jahren. Hier wohnten Andrej und Iska, gebürtige Prager. Wir tranken stundenlang Tee aus dem Samowar und abends verbrachte Iska Stunden damit, leckere Teigtaschen herzustellen. Die sie dann in einer kräftigen Brühe servierte. Am Fenster vorbei donnerte die Hochbahn. Genauso wie jetzt auf dem Wohnmobilhafen in Finkenriek, wo ich diesen Blog schreibe. Damals in der Isestraße war mein Wunsch entstanden, irgendwann einmal nach Hamburg zu ziehen. Und jetzt wünsche ich mir, irgendwann einmal in der Isestraße eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das Schlafzimmer müsste allerdings nach hinten raus gehen. Wegen der Hochbahn.
Am heutigen Sonntag findet zum ersten Mal ein Flohmarkt unter der Hochbahn statt. Ideal, so werden Menschen und Flohmarktsachen nicht nass. Aber der m² kostet 30 Euro. Puh! Aber so voll habe ich noch keinen anderen Flohmarkt gesehen. Schaun wir mal, ob ich demnächst hier stehe. Ich kriege eine SMS von unserer Bloggerin Paula. Wir treffen uns in einem Restaurant auf Sankt Pauli. Wir freuen uns beide riesig. Ich merke, dass ich auch etwas Heimweh nach Kölle hab. (Taxania, in diesem Punkt hast du auch Recht, ein kleines Tränchen muss man ab und zu verdrücken.) Paula erinnert mich daran, dass ich auch Deutschlehrerin bin und fragt, ob ich mir schon einen Job gesucht habe. Gut gelaunt verabschieden wir uns.
Montag, 12. September 2011
Es ruft jemand an, der eine größere Menge Bücher und CDs hat, die wir abholen sollen. Juchhu! Jetzt kann ich mich auch darum kümmern, jemanden zu finden, der Deutsch, Englisch oder Französisch lernen will. Vielleicht English to go in der Mittagspause?
Schlagworte: nelly fleckhaus | hamburg | bücher | isestraße | Fohmarkt | Deutschunterricht | Englisch | Französisch
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16.09.2011 | 13.28 Uhr | Nelly Fleckhaus
Lieber Taxania,
es gefällt uns hier. Der Anfangsstress und die Unsicherheit sind noch ziemlich hoch. Es ist gut, dass man sich das vorher nicht so genau vorstellen kann...
es gefällt uns hier. Der Anfangsstress und die Unsicherheit sind noch ziemlich hoch. Es ist gut, dass man sich das vorher nicht so genau vorstellen kann...
15.09.2011 | 16.35 Uhr | Taxania
Was höre ich? Beneidete ich Euch, Ihr lernt in vertrauter Gemeinsamkeit die Welt kennen, wirst Weltbürger usw. Jetzt suchst Du den Ort, der Euch gefällt. Dazu meine besten Wünsche.
Jetzt fühle ich mich wieder in Augenhöhe, gefällt mir doch der Ort in dem ich lebe, wenn ich ab und an mal einen kritischen Kommentar abgebe, recht gut.
Jetzt fühle ich mich wieder in Augenhöhe, gefällt mir doch der Ort in dem ich lebe, wenn ich ab und an mal einen kritischen Kommentar abgebe, recht gut.
14.09.2011 | 21.54 Uhr | Nelly Fleckhaus
So isset.
14.09.2011 | 21.24 Uhr | Roeschen
Na..das ist ja cool Nelly, lach, dann biste also von Kölle nach Hamburg ausgewandert. Gut..dann bin ich von Kölle nach Frankfurt ausgewandert:-))) Drollig irgendwie.
Alles Gute
Roeschen
Alles Gute
Roeschen
14.09.2011 | 20.41 Uhr | Nelly Fleckhaus
Lieber Taxania, Ralph und ich haben das Gewohnte verlassen. Auf der Suche nach dem Ort, an dem wir beide leben wollen, bleiben wir gleich schon mal in Hamburg. Indien kommt später...
13.09.2011 | 10.37 Uhr | Taxania
Ihr sucht eine Wohnung in Hamburg? Verstehen kann ich das, wohnte selbst 2 Jahre in Hamburg Rahlstett. Besonders gern bin ich an die Ostsee gefahren, Timmedorf.
Hattet Ihr nicht vor die Welt zu besuchen und zu erleben?
Alles Gute
Hattet Ihr nicht vor die Welt zu besuchen und zu erleben?
Alles Gute
13.09.2011 | 09.16 Uhr | Nelly Fleckhaus
Mach dir eine schöne Zeit auf Teneriffa. Du bist ja dort nicht aufgschmissen, wenn du kein/wenig Spanisch sprichst.
viele Grüße
Nelly
viele Grüße
Nelly
12.09.2011 | 18.09 Uhr | ing.lambertz
Hallo Nelly,
ich koennte jetzt eher Spanisch gebrauchen ;-).
Aber noch eine Sprache lernen und wegen Weniggebrauch wieder vergessen......das ist jetzt nicht mehr drin ;-(.
Gruss ueber Atlantik und Nordsee nach Hamburg
Lemm(y)i
ich koennte jetzt eher Spanisch gebrauchen ;-).
Aber noch eine Sprache lernen und wegen Weniggebrauch wieder vergessen......das ist jetzt nicht mehr drin ;-(.
Gruss ueber Atlantik und Nordsee nach Hamburg
Lemm(y)i












