Boomendes Chaos!
Auf den ersten Blick hatte sich in der Millionenstadt Recife im Nordosten Brasiliens nichts verändert, als ich dort zum zweiten Mal nach 2007 einreiste. Lange Schlangen an der Passkontrolle, am Gepäckband und am Zoll. Ein übereifriger Beamter prüfte argwöhnisch die Flugdrachen von Aldi, die ich für meinen Neffen mitgebracht hatte. Meine schon vorab nach Brasilien gereiste brasilianische Ehefrau erwartete mich mit einem Teil der Familie am Flughafen und ich wurde herzlich begrüßt. Die Taxifahrt durch die Stadt war abenteuerlich, es war trotz der späten Abendstunde und des Windes heiß und der Geruch von Abgasen lag über der Stadt. Alles nichts neues.
 
Erst im Inneren des Hauses meiner Schwiegermutter die ersten sichtbaren Veränderungen. Der Boden war jetzt durchweg gefliest, die Wände verputzt und gestrichen, die Haustür war neu. Neue Stühle und zwei Sofas zierten die Räume. Was sich kaum geändert hatte: Viele Leute und ein ständiger hoher Geräuschpegel. Es wurde laut gequatscht, der Fernseher und die Ventilatoren liefen.
 
Der Boom kommt nicht überall an
 
Als ich am nächsten Morgen gegen fünf Uhr schweißgebadet erwachte, stand die Sonne schon hoch am Himmel. Aus dem Zimmer konnte man die Sternfrüchte erkennen, die am Baum eines Nachbarn hingen. In Deutschland bezahlt man dafür 4 Euro je Kilo.
 
Die ersten Tage verbrachten wir im Haus und unternahmen kurze Ausflüge in die Innenstadt. Die Stadt war voller Menschen, das Leben spielte sich auf der Straße ab. Man musste auf den furchtbaren Verkehr, auf die Leute und auf den Boden aufpassen, da ständig Schwellen oder Löcher im Pflaster waren. Der Auto- und Busverkehr hatte gegenüber 2007 noch einmal zugenommen. Die Zahl der Pferdegespanne und Eselskarren hatte abgenommen. Nur ein oder zweimal am Tag trabte ein Gespann am Haus meiner Schwiegermutter vorbei. In der Innenstadt und am Touristenstrand Boa Viagem wird ein Hochhaus nach dem nächsten hochgezogen. Man fragt sich, wer sich die Wohnungen leisten soll. Als wir mit der “Metro” (einer Art S-Bahn) zum großen Busbahnhof fuhren und die Favelas in den Außenbezirken Recifes sahen, bemerkte ich schnell, dass der Boom nicht überall ankommt.
 
Die Mordrate ist 20 mal so hoch wie in Köln
 
An der S-Bahn Station, die in der Nähe einer Favela liegt, bekam ich die Anweisung meiner Frau nicht Deutsch zu sprechen. Hier war es für ausländische Touristen nicht sicher. Die Kriminalität ist ein allgemeines Problem in Brasiliens Großstädten. Die Mordrate in Recife ist 20 mal so hoch wie zum Beispiel in Köln. Allerdings sind Touristen hiervon kaum betroffen. Die meisten Opfer sind junge Schwarze aus den Favelas, oftmals kleine Kriminelle oder Drogendealer, die von “Todesschwadronen” hingerichtet werden. Diese Verbrechen werden nie aufgeklärt, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass es sich bei den Mördern um ehemalige Polizisten, Miltitärs oder Sicherheitsbeamte handelt, die gute Beziehungen zur Polizei haben.
 
Von Diebstählen sind auch eher die Einheimischen betroffen. Die Touristenstrände sind mit Kameras überwacht und ständig sind dort Streifen unterwegs. Meistens kommen die Diebe mit Motorrädern, halten an und halten einem die Pistole vor den Kopf. Dann heißt es, einen kleineren Geldbetrag rausrücken, den man in der Hosentasche hat. Damit sind sie dann zufrieden und fahren weg. Bloß nicht den Helden spielen!
 
Wenn meine Frau in der abendlichen Dunkelheit plötzlich das normale, gemächliche Tempo schlagartig erhöhte und fest meine Hand ergriff, dann wußte ich, dass wir jetzt durch eine gefährlich eingeschätzte Zone gingen. Allerdings ist mir auch auf meiner zweiten Reise nichts passiert, obwohl ich relativ deutlich als “Gringo” zu erkennen bin. “Gringos” werden hier alle hellhäutigen Ausländer genannt, auch wenn sie nicht aus den USA kommen. Interessanterweise wurde ich auch zweimal für einen Brasilianer gehalten. In der S-Bahn diskutierten zwei Herrn darüber, wie denn ein Weißer aus dem Süden (Südbrasilien) an eine Frau aus Pernambuco (menina pernambucana) käme und spekulierten darüber, ob wir nun verheiratet wären oder nur ein Liebespaar sind. An einem Strand suchte ein Händler das Gespräch mit mir und meinem nordeutschen Schwager und fragte, ob wir aus Sao Paulo oder einer Stadt aus dem Süden kämen? Als wir verneinten fragte er nach Italien oder Spanien? Als wir “Alemanha” antworteten, suchte er enttäuscht das Weite, da für sein Geschäft wohl ein langes Überzeugungsgespräch nötig war.
 
Die Immobilienpreise am Meer haben deutsches Niveau erreicht
 
Nach der Eingewöhnungszeit in Recife fuhren wir mit einem Überlandbus zur nächsten Großstadt im Norden, nach Natal im Bundesstatt Rio Grand de Norte. Die Fahrt dauerte etwa fünf Stunden. An Anfang fuhren wir durch die zum Teil sehr heruntergekommenen Vororte von Recife. Nach etwa einer Stunde fanden wir uns plötzlich inmitten endloser Zuckerrohrfelder wieder, die nur ab und zu von Kokospalmen, Mangobäumen oder ein Reisfeld in der Nähe eines Flusses unterbrochen wurden.
 
Die Stadt Natal ist kleiner und etwas sauberer als das große dreckige Recife. In der Innenstadt wird gerade ein neue Arena für die WM 2014 gebaut. Wir ließen uns von einem Taxi zum Touristenstrand Ponta Negra bringen, wo wir einige unbeschwerte Tage verbrachten. Die Hotelpreise sind etwa genauso hoch wie in Deutschland, dafür sind die Restaurants billiger. Es war kein Problem mit vier Personen für etwa 50 Euro ein gutes Essen zu bekommen. Die Immobilienpreise am Meer haben leider schon deutsches Niveau erreicht oder sogar überschritten. Aufgrund der Inflation und des langfristig immer stärker werdenen brasilianischen Reals kann ich später ein Rentnerdasein dort wohl nicht finanzieren. Das ist Kehrseite der wirtschaftlichen Entwicklung, die Brasilien gemessen am Bruttoinlandsprodukt inzwischen zur acht größten Volkswirtschaft der Welt gemacht hat.
 
Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Stadt Joa Pessoa im Bundestaat Paraiba kehrten wir nach einer Woche nach Recife zurück. Sonntags gab es im Haus meiner Schwiegermutter (mein Schwiegervater war einen Monat zuvor gestorben) ein großes Grillfest. Mit der riesigen Familie und ein paar Nachbarn drängten sich rund 30 Personen im Haus, auf der Terasse und vor dem Haus. Einige Männer fielen über eine 3 Liter Flasche Whiskey her, die heute noch geleert wurde. Ich begnügte mich mit Cola und später Bier, musste natürlich alle kulinarischen Köstlichkeiten probieren und später noch wegen meines vorangegangenen Geburtstages eine Torte anschneiden.
 
Zwei Tage später musste ich eine katholische Messe besuchen, das Monatsgedächtnis für meinen Schwiegervater. Obwohl die Liturgie im Prinzip die gleiche ist, wie in Deutschland, fielen mir doch kleine Unterschiede auf. Es gab keine Orgel, dafür bemühten sich einige Frauen des Kirchenvereins, die vorne saßen, darum, die Gemeinde zum Singen zu animieren. Der Geräuschpegel in der Kirche war insgesamt etwas höher und einige Kinder wechselten öfters ihren Sitzplatz, vor allem vor der Messe. Die Predigt war sehr kurz und deshalb war die Messe schon nach einer halben Stunde vorbei. Aufgrund der Hitze und der schlechten Luft in der Kirche war ich sehr dankbar darüber. Am Schluss wurde, wie jeden Dienstag, die Figur des heiligen Antonius vom Pfarrer unter lautem Applaus an ein Gemeindemitglied übergeben, der sie dann für eine Woche mit nach Hause nehmen durfte.
 
Eine gewisse Ähnlichkeit mit Amsterdam
 
In der letzten Woche machten wir noch eine Katamaran-Fahrt über die drei Flüsse Recifes. Aufgrund der zahlreichen Brücken, der Flüsse und Kanäle hat Recife eine gewisse Ähnlichkeit mit Amsterdam. Die ältesten Brücken wurden von holländischen Baumeistern konstruiert. Leider sind aber nur wenige der alten Häuser aus der Kolonialzeit des 16 bis 18.Jahrhunderts erhalten geblieben. Die Namen der Flüsse und einiger Stadtteile (z.b Capibaribe, Bebiribe) gehen auf die Sprache des Indianerstammes zurück, der in dieser Gegend Brasiliens heimisch war und ohne große Auseinandersetzungen in der ethnischen Vielfalt des Nordostens aufging.
 
Wir statteten auch der kleinen Nachbarstadt Olinda noch einmal einen Besuch ab. Olinda hat noch eine richtig schöne, auf einem Hügel gelegene Altstadt. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick aufs Meer und auf die Skyline von Recife. In zahlreichen Läden gibt es Kunsthandwerk zu kaufen.
 
Alle unsere Ausflüge in der Stadt machten wir mit den Linienbussen (Preis pauschal ca. 80 Cent) oder den recht günstigen Taxis. Die etwa 40 minütige Fahr zurück zum Flughafen kostete z.B. etwa 15 Euro. Ich hätte bei den chaotischen Verkehrsverhältnissen auf jeden Fall nicht selber fahren wollen!
 
Nach drei Wochen hieß es dann wieder Abschied nehmen von Sonne, Strand, Hitze, Verkehrschaos, lautstarken Menschen und ständigem Gequatsche.
 
Wie meinte doch mein norddeutscher Schwager:
 
“Die müssen doch Fransen am Maul haben, soviel wie die quatschen….”
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Kommentare | 1 bis 14 von 14 Kommentieren
28.12.2011 | 14.30 Uhr | mariannem 2. Das ging sogar einmal so weit, dass man Achtung vor meiner Arbeit mit den Straßenkindern hatte, aber doch wohl Angst hatte, dass ich irgendwelche Krankheiten anschleppen könnte. War vielleicht eine Ausnahme, aber die Oberschicht lebt in einer anderen Welt und kümmert sich selten um die Probleme des Landes.
Ich für meinen Teil fühle mich wohler bei meinen Freunden und auch im Projekt.
Ich habe zumindest schon wieder "Heimweh" und werde sehen, ob ich bald wieder reisen kann.
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28.12.2011 | 14.25 Uhr | mariannem @Marathonman
Das ist wohl wahr. Das Auskommen mit dem Mindestlohn ist wohl eine brasilianische Spezialität und nur mit dem "jeitinho brasileiro" zu erklären (wir finden schon einen Weg-es wird irgendwie gehen). Der Mindestlohn wird ab Januar 622 Reais betragen, aber das reicht halt immer noch nicht und viele bekommen nicht einmal diesen Mindestlohn.
Meine Freunde gehören auch nicht zur Oberschicht und ich kann das gut abschätzen. Bei meiner ersten Reise war es erst ein kleines Problem, da ich als Frau fast nur unter Männern war, ergab sich aus der Arbeit. Wenn wir dann einmal ausgegangen sind, war es für meine Begleiter selbstverständlich zu zahlen, obwohl das eine große finanzielle Belastung war. Aber mit ein wenig Fingerspitzengefühl und einem inzwischen gut aufgebauten Vertrauen konnten wir auch diese Hürde nehmen.
Die Oberschicht ist sowieso sehr dünn gesät und die Leute waren für meine Arbeit auch nicht "kompatibel".
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28.12.2011 | 13.57 Uhr | Marathonman40 Ein Korrektur zum Beitrag:
Brasilien ist mittlerweile die 6.größte Volkswirtschaft (gemessen am BIP) der Welt. Ich habe heute morgen gelesen, dass sie 2011 Großbritannien überholt hat (trotz eines "geringen" Wachstums von "nur" 3,5%). Man schätzt, dass bis 2015 Frankreich von Platz 5 verdrängt wird (Platz 4 hat übrigens Deutschland inne)
Der Wirtschaftsminister gab aber zu, dass man beim Durchschnittseinkommen noch viel Nachholbedarf habe und erst in 10 bis 20 Jahren dort europäisches Niveau erreichen werde.
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28.12.2011 | 13.43 Uhr | Marathonman40 2. Mir ist es bis heute schleierhaft wie Menschen mit rund 300 Euro Mindestlohn bei dem dortigen Preisniveau leben können. Einige Lebensmittel,z.b. Reis, Bohnen, einheimisches Obst, sind zwar billiger, aber vieles hat mittlerweile europäische Preisniveau erreicht, von Elektrogeräten, Autos etc. gar nicht zu sprechen.
Ok, Heizkosten gibt es keine und viele bleiben im Haus der Großeltern, anders geht es auch nicht.
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28.12.2011 | 13.36 Uhr | Marathonman40 1.@mariannem
ich kenne die Probleme der Menschen aus eigener Erfahrung.
Die Familie meiner Frau kommt zwar nicht aus einer Favela, aber auch nicht aus der Oberschicht. Als "Arbeiterfamilie" haben sie jeden Monat zu kämpfen. Mit der kleinen Rente meiner Schwiegermutter und dem Mindestlohn, den meine Schwägerin im Supermarkt verdient, kommen sie alleine nicht über die Runden. Allerdings hatte die Generation meiner Neffen und Nichten die Möglichkeit neben der normalen Arbeit Kurse an der Universität zu belegen und sich selbstständig zu machen. Außerdem wird alles getan, um den Kindern eine private Schule zu finanzieren (die staatlichen sind reine Verwahrungsanstalten). Ohne Hilfen innerhalb der großen Familie und Beschränkungen beim Kauf von Lebensmitteln (kein importiertes Obst, selten Fisch oder Rindfleisch) ginge es nicht und das Geld der Krankenversicherung für meine Schwiegermutter wird aus Deutschland überwiesen.
Fortsetzung....
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28.12.2011 | 13.20 Uhr | Marathonman40 @Taxania
die Brasilianer roden den Urwald und bauen das an, was wir dann hier in den Tank werfen. Kurzfristig Wirtschaftliche Interessen haben Vorrang vor globaler Verantwortung und langfristigen Denken, das ist leider noch überall so. Aber du hast Recht, die brasilianische Regierung ist l auf dem ökologischen Auge blind. Allerdings hat die Kandidatin der grünen Partei immerhin rund 20% bei den letzten Präsidentschaftswahlen erhalten.

Brasilien ist übrigens kein rein katholisches Land mehr, die evangikalen Gruppen gewinnen dort rasant an Boden.
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28.12.2011 | 13.08 Uhr | Marathonman40 @Amira
ja, es gab bis in die 80iger Jahre eine Militärherrschaft. Auch heute unter einer von der Oberschicht geduldeten eher linken Regierung, sind die großen Probleme Kriminalität, mangelnde Bildung breiter Schichten und Korruption. Es stimmt wohl beides "eine aufstrebende Regionalmacht" auf "tönernden Füßen".
@Lemmy
meine Gattin hat ständig heimweh nach Familie, Wetter und Stadt. Tröstlich aber, dass sie in Brasilien auch Heimweh nach hiesiger Familie empfand und sich auf den Schnee freute, der leider bisher noch ausgeblieben ist.
@Röschen
Brasilien und Deutschland ergänzen sich. Viele Deutsche sehnen sich nach Wärme (sowohl Wetter als auch menschlich), Lebensfreude, Spontaniät und Gelassenheit. Die Brasilianer, die ich kenne, sehnen sich nach Sicherheit, sozialer Sicherheit, ein bischen mehr Organisation und Ordnung. Beide finden das ein Stück weit im anderen Land. Weihnachten ist genauso kommerziell wie in Deutschland.
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28.12.2011 | 07.39 Uhr | mariannem Hallo Marathonman,
 
Ich kenne Recife und war 2009 und 2010 auch in Recife, allerdings nicht auf Urlaub, sondern auf "Arbeitsbesuch". Ich arbeite dort in einem Straßenkinderprojekt und unterstütze meine brasilianischen Freunde von hier (Deutschland) aus.
Beim Lesen kam mir so einiges sehr bekannt vor und ich kann das alles nur bestätigen. Klar, Recife ist auf den ersten Blick nicht unbedingt die schönste Stadt der Welt, aber die Menschen dort gleichen das wieder aus. Das ist zumindest mein Eindruck und meine Erfahrung. Bei all der Armut (Pernambuco ist ja das Armenhaus Brasiliens) haben die Menschen bei all der Frustration einen unglaublich starken Überlebenswillen. Es ist schon wahr, dass die Mittelschicht stärker wird, aber der größte Teil der Bevölkerung kommt trotz Wirtschaftswachstum nicht von der Stelle, bzw. verschlechtert sich ihre Situation. Das ist zumindest mein Eindruck in meiner Arbeit vor Ort.
Der Bericht ist auf jeden Fall sehr gut und realistisch.
Abracos
Marianne
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27.12.2011 | 17.03 Uhr | Roeschen @Taxania:
 
Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass ich glaube, dass der Zusammenhalt und das Miteinander zwischen den Menschen stärker ist als in unseren konsumorientierten gefilden:-) Jedenfalls hab ich es so erzählt bekommen von einem mir freundschaftlich zugetanenen brasilianischen Mitpilger auf dem Jakobsweg, mit dem ich hin- und wieder immer noch einen angenehmen Austausch pflege.
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27.12.2011 | 12.20 Uhr | Taxania Röschen
 
Bei aller Liebe, auch hier im Lande sind die Menschen freundlich. Jene, die es nicht sind, brauchst Du doch nicht zum Maßstab zu nehmen. Zudem, lieber ein wenig unfreundlich aber am Leben bleiben!
 
Brasilien ist für mich ein Beispiel für Urwaldvernichtung und damit Verbrechen an der Menschheit! So bin ich kein Freund dieses Landes.
 
Das Land ist ein kath. Land, natürlich feiert man dort Weihnachten.
 
Der Bericht ist sehr interessant, aber nicht gerade dazu angetan, neidisch zu werden.
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27.12.2011 | 08.46 Uhr | Roeschen Ach ja...wie feiern die Brasilianer eigentlich Weihnachten?
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27.12.2011 | 08.45 Uhr | Roeschen Hallo Marathonman,
 
jetzt weiß ich auch, wo Du gesteckt hast,-) Ich sag nur mehr davon, wenns möglich ist. Brasilien..auweia...ja man hört so Manches von gefährlichen Gegenden, wo man als Tourist ieber das Weite suchen sollte. Dennoch glaube ich, dass die Menschen dort allgemein freundlicher, ja geradezu menschlicher miteineinander umgehen, oder?
 
Viele liebe Grüße
 
Roeschen
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27.12.2011 | 08.03 Uhr | ing.lambertz Hallo Marathonman,
 
na, gejoggt bist du wohl nicht bei der Hitze so nah am Äquator.
 
Zum Vergleich (habe ich gleich einmal nachgeschaut als Zahlenfreak):
 
Brasilien Deutschland
 
8.5 Mio qkm 360.000 qkm
195 Mio Einwohner 82 Mio Einwohner
22,4 E/qkm 229 E/qkm
 
Interessanter Bericht.
 
Hat deine Gattin schon mal Heimweh ?
 
Wohnt sie gerne dort im Regenwald im Bergischen oder würde sie lieber mit dir auf einem Hausboot auf dem Amazonas rumschippern ?
 
Gruß Lemm(y)i
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26.12.2011 | 18.27 Uhr | Profil gelöscht Ein sehr interessanter Artikel.
 
Brasilien kenne ich nur aus den Medien. Je nach Standort der Zeitung ist Brasilien eine aufstrebende Regionalmacht (FAZ) oder ein Riese auf tönernen Füßen (etwa die Frankfurter Rundschau).
 
Bei allem Fortschritt finde ich es bedenklich, dass dort der Staat sein Gewaltmonopol nicht überall durchsetzen kann. Diese "Todesschwadronen" zeigen ja, dass organisierte "Selbstjustiz" an der Tagesordnung ist.
 
Bleibt die Frage, ob in Brasilien eine starke Mittelschicht entsteht, die dazu beiträgt, dass in diesem Land sich wirklich dauerhaft eine Demokratie etabliert. Meines Wissens gab es ungefähr 20 Jahre eine Militärherrschaft mit pseudodemokratischer Fassade.
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