Früher habe ich meiner Oma immer dabei zugeschaut, wenn sie Ihre zahlreichen Medikamente einnahm. Damals fand ich das relativ lustig - wegen der vielen schönen Farben und unterschiedlichen Formen.
Heute kann ich gar nicht mehr darüber lachen. Gerade aus dem Krankenhaus entlassen, habe ich eine Flut von Arznei verordnet bekommen. Die aus der Apotheke besorgten Pillen sehen leider ganz anders aus, als die aus dem Krankenhaus. Mal sind sie beschriftet, andere wiederum nicht...(Warum ist das kein Standard?)
Auch die Formen variieren. Wunderbar! Auch die Verpackung einzelner Pillensorten ist jedes Mal wie ein kleines Geschenk, nur leider höchst unpraktisch beim Sortieren.
Im Krankenhaus wird auch selten gesagt, warum und wogegen man welches Medikament benötigt. Weshalb auch, das kostet ja nur Zeit! Nun versuche ich, alles zusammen zu puzzeln...Irgendwie fühle ich mich langsam überfordert. Wenn keiner der am Prozess Beteiligten richtig darüber nachdenkt, wie der Endverbraucher mit der verordneten Medikation letztlich zurechtkommt, niemand den Patienten im Blick hat, sondern nur sein Portmonee, warum soll ich jetzt hier rumrätseln? Am liebsten würde ich direkt alles in die Tonne kloppen. Leider sind die diversen Pillen ja zu meinem Besten - wenn denn alles seine Richtigkeit hat...
Oder sind das die Darreichungsformen der Zukunft für die älteren Mitbürger? Mal stimmt die Mischung, dann wieder nicht ? Pech gehabt, falsch sortiert, beim nächsten Falschspiel müssen Sie leider ausscheiden...Das allerdings wäre dann auch schlecht für den Umsatz der Pharmaindustrie. Oder gibt es eine Institution, eine wohltätige Organisation, die einem beim Ordnen der Arznei hilft? So wie die Pilzberatung im Herbst ? Aber zur Not wende ich mich eben noch einmal an meinen Hausarzt oder Apotheker, der kann mir bestimmt helfen.
Ich kann mir leider aber auch nicht vorstellen, dass alle Beteiligten wissen, was sie da tun. Wie das Gemengsel in meinem Körper wirkt, wie die verschiedenen chemischen Stoffe miteinander reagieren.
Heute kann ich gar nicht mehr darüber lachen. Gerade aus dem Krankenhaus entlassen, habe ich eine Flut von Arznei verordnet bekommen. Die aus der Apotheke besorgten Pillen sehen leider ganz anders aus, als die aus dem Krankenhaus. Mal sind sie beschriftet, andere wiederum nicht...(Warum ist das kein Standard?)
Auch die Formen variieren. Wunderbar! Auch die Verpackung einzelner Pillensorten ist jedes Mal wie ein kleines Geschenk, nur leider höchst unpraktisch beim Sortieren.
Im Krankenhaus wird auch selten gesagt, warum und wogegen man welches Medikament benötigt. Weshalb auch, das kostet ja nur Zeit! Nun versuche ich, alles zusammen zu puzzeln...Irgendwie fühle ich mich langsam überfordert. Wenn keiner der am Prozess Beteiligten richtig darüber nachdenkt, wie der Endverbraucher mit der verordneten Medikation letztlich zurechtkommt, niemand den Patienten im Blick hat, sondern nur sein Portmonee, warum soll ich jetzt hier rumrätseln? Am liebsten würde ich direkt alles in die Tonne kloppen. Leider sind die diversen Pillen ja zu meinem Besten - wenn denn alles seine Richtigkeit hat...
Oder sind das die Darreichungsformen der Zukunft für die älteren Mitbürger? Mal stimmt die Mischung, dann wieder nicht ? Pech gehabt, falsch sortiert, beim nächsten Falschspiel müssen Sie leider ausscheiden...Das allerdings wäre dann auch schlecht für den Umsatz der Pharmaindustrie. Oder gibt es eine Institution, eine wohltätige Organisation, die einem beim Ordnen der Arznei hilft? So wie die Pilzberatung im Herbst ? Aber zur Not wende ich mich eben noch einmal an meinen Hausarzt oder Apotheker, der kann mir bestimmt helfen.
Ich kann mir leider aber auch nicht vorstellen, dass alle Beteiligten wissen, was sie da tun. Wie das Gemengsel in meinem Körper wirkt, wie die verschiedenen chemischen Stoffe miteinander reagieren.
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24.05.2012 | 11.47 Uhr | zhenhui
Hallo! Ist das wahr?
16.05.2012 | 14.42 Uhr | Heinz K
Ich weiß zwar nicht inwieweit Hora mal wieder übertreibt, aber gerade was die Pharmaindustrie angeht wäre ich für mehr Transparenz zu haben. Letztendlich bin ich nicht einmal sicher, ob die privaten Pharmakonzerne wirklich dafür sorgen, ob man mehr Krankheit heilen kann oder mehr Krankheiten entstehen lässt.
Ein Satz klingt für mich zumindest immer logisch: Am gesunden Patienten verdient man nichts :)
Ein Satz klingt für mich zumindest immer logisch: Am gesunden Patienten verdient man nichts :)
15.05.2012 | 22.19 Uhr | Hora
Vielen Menschen ist nicht bewusst, das 80 % aller in Deutschland zugelassenen Medikamente keinerlei Heilwirkung haben. Das sind bei insgesamt 52000 zugelassenen Medikamenten, somit ca. 40000 Medikamente, die allenfalls die Symptome aber nie die Ursachen einer Krankheit behandeln.
Quelle AOK, Bundesminsterium für Gesundheit.
Die Pharmaindustrie ist die weltweit größte und einflussreichste Investmentindustrie, weit vor der Rüstungsindustrie.
Ihre einzige Geschäftsgrundlage sind die Krankheiten in unserem Körper. Keine andere Branche schaffte es bisher, ihre Gewinne alle 10 Jahre um ca. 500 % zu steigern. In diesem Sog schießen Apotheken, die hiervon zwangsläufig profitieren wie Pilze aus dem Boden. Eine objektive Beratung ist hier genau so wenig zu erwarten wie von den Ärzten, die nachweislich hohe Provisionen von Pharmakonzernen erhalten, wenn sie deren Produkte verordnen. Er kann ihnen jedoch ein weiteres Medikament gegen die Nebenwirkungen der anderen Medikamente empfehlen.
Quelle AOK, Bundesminsterium für Gesundheit.
Die Pharmaindustrie ist die weltweit größte und einflussreichste Investmentindustrie, weit vor der Rüstungsindustrie.
Ihre einzige Geschäftsgrundlage sind die Krankheiten in unserem Körper. Keine andere Branche schaffte es bisher, ihre Gewinne alle 10 Jahre um ca. 500 % zu steigern. In diesem Sog schießen Apotheken, die hiervon zwangsläufig profitieren wie Pilze aus dem Boden. Eine objektive Beratung ist hier genau so wenig zu erwarten wie von den Ärzten, die nachweislich hohe Provisionen von Pharmakonzernen erhalten, wenn sie deren Produkte verordnen. Er kann ihnen jedoch ein weiteres Medikament gegen die Nebenwirkungen der anderen Medikamente empfehlen.
15.05.2012 | 13.07 Uhr | checkmate
Bei jedem Medikament:
"Zu Risiken und Nebenwirkungen..." ist ganz klein auf 12 Seiten und polnischem Latein geschrieben.
"Zu Risiken und Nebenwirkungen..." ist ganz klein auf 12 Seiten und polnischem Latein geschrieben.
15.05.2012 | 11.40 Uhr | Klagro
Ja, mit Hausarzt oder Apotheke klären. Meine Apotheke ist eine sehr engagierte; die gucken, ohne dass man ihnen das sagen muss, selbst die Wechselwirkung der einzelnen Medikamente untereinander vorher nach. Ob Ärzte dafür Zeit haben (wollen) und dies so gut können wie Apotheker, bezweifle ich.
15.05.2012 | 10.21 Uhr | Cherriebitter
@Marbez: eine "wohltätige Organisation".....die hilft "wie die Pilzberatung im Herbst"-:)) **Humor ist,wenn man trotzdem lacht".Denke schon,dass du dich noch einmal mit deinem Hausarzt absprechen solltest,glaube aber nicht,dass der oben beschriebene Fall von Polypragmasie vorliegen könnte.Presley,Houston und andere haben wohl Beruhigungsmittel und Aufputschmittel geschluckt(um nachts schlafen zu können und tagsüber fit zu sein.)Dieses grasse Rauf-und Runterfahren des **Motors** ist -eigentlich für jeden verständlich?- schädlich. GUTE BESSERUNG!!
cherriebitter
cherriebitter
14.05.2012 | 19.12 Uhr | Profil gelöscht
Das bringt mir meine Großmutter in Erinnerung (1893-1991). Ihr Marburger Hausarzt reagierte auf Telefonanruf. Morgens müde? Dagegen gibt's doch was... Abends nicht einschlafen können? Die Medizin hilft...
1988 habe ich sie zu mir ins Haus geholt, es ging nicht mehr allein. Unser Hausarzt sortierte 2 Zigarrenkisten voller Medikamente durch, die sie mitbrachte. Es blieben 3 (drei!) Arzneien übrig.
Oma schäumte! Was für ein schlechter Arzt, der Hausbesuche macht, aber nicht nur nichts verschreibt, sondern auch bestehende Medikationen absetzt! Sie schäumte nicht lange. Etwa 2 Wochen war sie komplett neben der Spur. Regelrechte Entzugserscheinungen.
Dass sie nicht mehr lange lebte, hat wohl kaum an den "wenigen" Medikamenten gelegen. Mit 98 kann man schon mal auch ohne besonderen Grund dahin scheiden.
Wenn ich Deinen Beitrag lese, Marbez, frage ich mich, ob sich in den übre 20 Jahren seit den beschriebenen Erlebnissen nichts geändert hat. :-(
1988 habe ich sie zu mir ins Haus geholt, es ging nicht mehr allein. Unser Hausarzt sortierte 2 Zigarrenkisten voller Medikamente durch, die sie mitbrachte. Es blieben 3 (drei!) Arzneien übrig.
Oma schäumte! Was für ein schlechter Arzt, der Hausbesuche macht, aber nicht nur nichts verschreibt, sondern auch bestehende Medikationen absetzt! Sie schäumte nicht lange. Etwa 2 Wochen war sie komplett neben der Spur. Regelrechte Entzugserscheinungen.
Dass sie nicht mehr lange lebte, hat wohl kaum an den "wenigen" Medikamenten gelegen. Mit 98 kann man schon mal auch ohne besonderen Grund dahin scheiden.
Wenn ich Deinen Beitrag lese, Marbez, frage ich mich, ob sich in den übre 20 Jahren seit den beschriebenen Erlebnissen nichts geändert hat. :-(
14.05.2012 | 18.39 Uhr | checkmate
Elvis Presley ist an Polypragmasie gestorben.Zu viele Medikamente, deren Wechselwirkung nicht genügend beachtet wurde. Ich nehme täglich 6 verschiedene Pillen, ohne jede Überzeugung. Ich habe auch schon mal 7 Monate mit allem ausgesetzt, da ging es mir besser. Alle 3 Monate für 230 € Medikamente und 580 € für die Kontrolluntersuchung.
Ich wünsche dir ein langes Leben,
musst mir auch ein Stück Kuchen geben.
Ich wünsche dir ein langes Leben,
musst mir auch ein Stück Kuchen geben.



















