Im Grunde meines Herzens bin ich ein Romantiker. Ich träume von einer Zeitreise in die 80er Jahre (damals, als die Welt noch in Ordnung war), kann mich am Zauber des Abendrots erfreuen und glaube, dass Prominente immer voll und ganz von dem Produkt überzeugt sind, das sie bewerben.
Letzteres hat wohl weniger mit Romantik zu tun. Letzteres ist ein klarer Fall von Naivität, geht es bei Werbeverträgen seit jeher doch nur um eines: den schnöden Mammon. Und zwar für beide Seiten. Das Unternehmen will mit einem überzeugenden Testimonial neue Kunden generieren, der Promi will durch den „kleinen“ Nebenverdienst ein wenig die private Kasse aufbessern. So weit, so schlecht. Und dennoch bleibt die leise Hoffnung, dass bei aller ungezügelter Werbefreude noch ein Restfunken Anstand gewahrt wird. Was immer das auch sein mag…
Von Werbung könne keine Rede sein
Anstand könnte im Werbebusiness zum Beispiel bedeuten, dass man jedenfalls nicht für solche Produkte wirbt, deren gesellschaftliche Wirkungen im offensichtlichen Widerspruch zu den persönlichen Überzeugungen stehen. Oder sich jedenfalls nicht von solchen Unternehmen vereinnahmen zu lassen, die durch fragwürdige Methoden eine marktbeherrschende Stellung erreicht haben. Beide Interpretationen müssten eigentlich zur Folge haben, dass die BILD keine Werbeträger unter anständigen Menschen findet.
Und natürlich mag man Mike Krüger, Marius Müller-Westernhagen, Johannes B. Kerner, Nazan Eckes oder Frank Elstner jedweden Anstand absprechen. Wahrscheinlich aber wüssten sich die Angeklagten mit einem Verweis auf die besondere Pointe ihrer Werbespots zu exkulpieren. Von einer echten Werbung könne ja wohl keine Rede sein, schließlich werde ja explizit auf die Defizite des Springer-Machwerks hingewiesen. So attestiert Deutschlands Supernanny der BILD-Zeitung beispielsweise, nicht gerade „pädagogisch wertvoll“ zu sein. Und Pop-Sängerin Sarah Connor mahnt gar öffentlich das mangelnde Taktgefühl der Boulevard-Zeitung an.
In Wirklichkeit eine Anti-BILD-Kampagne?
Ist das, was sich in das Gewand eines klassischen Werbespots kleidet, also in Wirklichkeit eine Anti-BILD-Kampagne? Natürlich nicht. So abgehoben könnte nicht einmal die BILD sein, als dass sie es aus der Laune des Augenblicks heraus auf einen Rückgang der Leserzahlen angelegt hätte. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Die BILD greift zu einem psychologischen Trick und instrumentalisiert zu dessen Umsetzung willfährige Prominente, die das taktische Manöver entweder nicht durchschauen oder aber wahrscheinlicher den persönlichen Anstand zurückstellen. Denn die Botschaft der scheinbar kritischen BILD-Spots ist unzweifelhaft:
So vieles man an der BILD auch kritisieren mag, so unangreifbar ist doch ihre Stellung in der Gesellschaft. Und weil man so unangreifbar ist, besitzt man auch die Souveränität, kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen.
Die hierin liegende umgekehrte Psychologie ist das wirklich Perfide an der BILD-Kampagne, einer Kampagne, die zum Teil hoch angesehene Prominente auf ausgeklügelte Weise für ihre Zwecke dienstbar macht. Dass viele beliebte Persönlichkeiten dieses schmutzige Spielchen mitspielen, mag für Realisten nicht überraschend sein, für Romantiker wie mich ist es eine Enttäuschung.
Ein argumentatives Nullum: Philipp Lahm
Eine Enttäuschung ist nicht zuletzt auch Philipp Lahms Mitwirken. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft verzichtet bei seinem Auftritt sogar auf umgekehrte Psychologie und ächzt in platter Offenheit seine unmissverständliche Botschaft heraus: „Meine Meinung zu BILD ist eine sehr positive, weil ich jeden Tag diese Zeitung lese“. Ein argumentatives Nullum, das nicht nur Fußballfreunden in der Seele weh tut.
Jüngst hat nun also auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ihr Bekenntnis zur BILD abgegeben. Deutlich ironischer und subtiler als Philipp Lahm, in der Aussage aber gleichsam eindeutig: Die BILD ist ein Produkt des Chauvinismus, ein populistisches Irgendwas ohne journalistischen Anspruch, auf das wir alle aber wohl nicht verzichten könnten. Woraus wir lernen: Psychologie ist eben doch (k)eine Frage der Logik und Werbung hat mit Anstand nichts zu tun.
Letzteres hat wohl weniger mit Romantik zu tun. Letzteres ist ein klarer Fall von Naivität, geht es bei Werbeverträgen seit jeher doch nur um eines: den schnöden Mammon. Und zwar für beide Seiten. Das Unternehmen will mit einem überzeugenden Testimonial neue Kunden generieren, der Promi will durch den „kleinen“ Nebenverdienst ein wenig die private Kasse aufbessern. So weit, so schlecht. Und dennoch bleibt die leise Hoffnung, dass bei aller ungezügelter Werbefreude noch ein Restfunken Anstand gewahrt wird. Was immer das auch sein mag…
Von Werbung könne keine Rede sein
Anstand könnte im Werbebusiness zum Beispiel bedeuten, dass man jedenfalls nicht für solche Produkte wirbt, deren gesellschaftliche Wirkungen im offensichtlichen Widerspruch zu den persönlichen Überzeugungen stehen. Oder sich jedenfalls nicht von solchen Unternehmen vereinnahmen zu lassen, die durch fragwürdige Methoden eine marktbeherrschende Stellung erreicht haben. Beide Interpretationen müssten eigentlich zur Folge haben, dass die BILD keine Werbeträger unter anständigen Menschen findet.
Und natürlich mag man Mike Krüger, Marius Müller-Westernhagen, Johannes B. Kerner, Nazan Eckes oder Frank Elstner jedweden Anstand absprechen. Wahrscheinlich aber wüssten sich die Angeklagten mit einem Verweis auf die besondere Pointe ihrer Werbespots zu exkulpieren. Von einer echten Werbung könne ja wohl keine Rede sein, schließlich werde ja explizit auf die Defizite des Springer-Machwerks hingewiesen. So attestiert Deutschlands Supernanny der BILD-Zeitung beispielsweise, nicht gerade „pädagogisch wertvoll“ zu sein. Und Pop-Sängerin Sarah Connor mahnt gar öffentlich das mangelnde Taktgefühl der Boulevard-Zeitung an.
In Wirklichkeit eine Anti-BILD-Kampagne?
Ist das, was sich in das Gewand eines klassischen Werbespots kleidet, also in Wirklichkeit eine Anti-BILD-Kampagne? Natürlich nicht. So abgehoben könnte nicht einmal die BILD sein, als dass sie es aus der Laune des Augenblicks heraus auf einen Rückgang der Leserzahlen angelegt hätte. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Die BILD greift zu einem psychologischen Trick und instrumentalisiert zu dessen Umsetzung willfährige Prominente, die das taktische Manöver entweder nicht durchschauen oder aber wahrscheinlicher den persönlichen Anstand zurückstellen. Denn die Botschaft der scheinbar kritischen BILD-Spots ist unzweifelhaft:
So vieles man an der BILD auch kritisieren mag, so unangreifbar ist doch ihre Stellung in der Gesellschaft. Und weil man so unangreifbar ist, besitzt man auch die Souveränität, kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen.
Die hierin liegende umgekehrte Psychologie ist das wirklich Perfide an der BILD-Kampagne, einer Kampagne, die zum Teil hoch angesehene Prominente auf ausgeklügelte Weise für ihre Zwecke dienstbar macht. Dass viele beliebte Persönlichkeiten dieses schmutzige Spielchen mitspielen, mag für Realisten nicht überraschend sein, für Romantiker wie mich ist es eine Enttäuschung.
Ein argumentatives Nullum: Philipp Lahm
Eine Enttäuschung ist nicht zuletzt auch Philipp Lahms Mitwirken. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft verzichtet bei seinem Auftritt sogar auf umgekehrte Psychologie und ächzt in platter Offenheit seine unmissverständliche Botschaft heraus: „Meine Meinung zu BILD ist eine sehr positive, weil ich jeden Tag diese Zeitung lese“. Ein argumentatives Nullum, das nicht nur Fußballfreunden in der Seele weh tut.
Jüngst hat nun also auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ihr Bekenntnis zur BILD abgegeben. Deutlich ironischer und subtiler als Philipp Lahm, in der Aussage aber gleichsam eindeutig: Die BILD ist ein Produkt des Chauvinismus, ein populistisches Irgendwas ohne journalistischen Anspruch, auf das wir alle aber wohl nicht verzichten könnten. Woraus wir lernen: Psychologie ist eben doch (k)eine Frage der Logik und Werbung hat mit Anstand nichts zu tun.
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10.07.2011 | 16.33 Uhr | Heinz K
@Buttergott
Ich beziehe meine Informationen mittlerweile mehrheitlich aus dem Internetz. Zum Beispiel den Bild-Blog. Da brauche ich nicht extra diese Zeitung zu begutachten, denn dort bekomme ich auch eine grobe Übersicht über deren Inhalt. Mal abgesehen von den Skandalen, weswegen diese Zeitung immer wieder in die Schlagzeilen gerät.
Das wir mit der Thematisierung der Bild Publicity geben finde ich nicht schlimm. Wenn du aufmerksam genug gelesen hättest, dann wüsstest du auch, daß es mir nicht um die Zeitung geht, sondern um deren Leser. Wenn die Bild irgendwann nicht mehr wäre, hätten diese Menschen trotzdem immer noch ihre Mentalität und das liesse sich durch meine Ignoranz nicht ändern.
Was würde es schon bringen, wenn diese Leserschaft dann sowieso ihr Verlangen nach diesen gewissen Informationen an einer anderen Quelle stillt?
Ich bin jedenfalls kein Symptombekämpfer.
Ich beziehe meine Informationen mittlerweile mehrheitlich aus dem Internetz. Zum Beispiel den Bild-Blog. Da brauche ich nicht extra diese Zeitung zu begutachten, denn dort bekomme ich auch eine grobe Übersicht über deren Inhalt. Mal abgesehen von den Skandalen, weswegen diese Zeitung immer wieder in die Schlagzeilen gerät.
Das wir mit der Thematisierung der Bild Publicity geben finde ich nicht schlimm. Wenn du aufmerksam genug gelesen hättest, dann wüsstest du auch, daß es mir nicht um die Zeitung geht, sondern um deren Leser. Wenn die Bild irgendwann nicht mehr wäre, hätten diese Menschen trotzdem immer noch ihre Mentalität und das liesse sich durch meine Ignoranz nicht ändern.
Was würde es schon bringen, wenn diese Leserschaft dann sowieso ihr Verlangen nach diesen gewissen Informationen an einer anderen Quelle stillt?
Ich bin jedenfalls kein Symptombekämpfer.
10.07.2011 | 02.17 Uhr | escape
Hier spitzt jeder aus argumentativen Gründen zu, Buttergott.
Warte nur, bis morgen die Sonne wieder scheint ... da schmilzt du dahin. Gott hin oder her. Möglicherweise wär Göttin ja besser *grins*
Wir können ja Vögis Beitrag noch ein bisschen puschen :-)
Ob er das aber verdient hat??
7000 Klicks schafft nur die BILD *schmunzel*
Warte nur, bis morgen die Sonne wieder scheint ... da schmilzt du dahin. Gott hin oder her. Möglicherweise wär Göttin ja besser *grins*
Wir können ja Vögis Beitrag noch ein bisschen puschen :-)
Ob er das aber verdient hat??
7000 Klicks schafft nur die BILD *schmunzel*
10.07.2011 | 02.00 Uhr | Buttergott
@Heinz K
"BILD-Befürworter" Jens hat die Sicht der Anti-BILDler einfach aus argumentativen Gründen zugespitzt und polarisiert dargestellt. Rein aus Gründen der Provokation und du steigst leichtsinnig direkt mit ein ohne zu wissen, mit was du da leichtsinnig um dich wirfst.
Mit deiner präzisen Auflistung all der schönen Garstigkeiten der Bild bestätigst du doch, dass du dich sehr wohl mit ähnlicher Intesität eines Bild-Lesers an den Inhalt gewagt hast.
Pure Provokation an die selbsternannte Bildhasserelite, die mit ihrer Antibewegung nur noch mehr Publicity schafft und sie somit befürwortet, was auch übrigens Leitthema des Artikels ist. : )
Insofern sehe ich nicht ein, einem Medium Beachtung zu schenken, welches keine verdient. Bild, Spiegel und Express sind bei mir seit langem auf der Liste.
Also lies den Artikel hier nochmal in Ruhe, kauf dir morgen eine Bild, einen Express zum Vergleich und ein schönes Bilderbuch. Viel Spaß beim üben und streiten : )
"BILD-Befürworter" Jens hat die Sicht der Anti-BILDler einfach aus argumentativen Gründen zugespitzt und polarisiert dargestellt. Rein aus Gründen der Provokation und du steigst leichtsinnig direkt mit ein ohne zu wissen, mit was du da leichtsinnig um dich wirfst.
Mit deiner präzisen Auflistung all der schönen Garstigkeiten der Bild bestätigst du doch, dass du dich sehr wohl mit ähnlicher Intesität eines Bild-Lesers an den Inhalt gewagt hast.
Pure Provokation an die selbsternannte Bildhasserelite, die mit ihrer Antibewegung nur noch mehr Publicity schafft und sie somit befürwortet, was auch übrigens Leitthema des Artikels ist. : )
Insofern sehe ich nicht ein, einem Medium Beachtung zu schenken, welches keine verdient. Bild, Spiegel und Express sind bei mir seit langem auf der Liste.
Also lies den Artikel hier nochmal in Ruhe, kauf dir morgen eine Bild, einen Express zum Vergleich und ein schönes Bilderbuch. Viel Spaß beim üben und streiten : )
09.07.2011 | 18.40 Uhr | Heinz K
@Buttergott2
Außerhalb der Politik stehen im Spiegel sogar manchmal recht interessante Artikel. Auf jeden Fall beinhalten die mehr Informationen als das alle Griechen "faule Säcke" sind, das Alice Schwarzer weiß, daß Kachelmann ein Vergewaltiger ist, oder haufenweise Urlaubsfotos halbnackter Prominenter.
Ich lese lieber das Interview mit einem Diktator, selbst wenn dieser nur Lügen zu erzählen hat, als mir berichten zu lassen was Daniela Katzenberger momentan so treibt.
Natürlich will ich niemanden dazu zwingen sich seine Interessen auszusuchen, aber mir darf doch auch gestattet sein dies moralisch in einem Kontext politischer Verantwortbarkeit zu werten.
Du kannst ja auch mal darauf eingehen, was ich explizit dazu geschrieben habe, statt dich nur an dem Wort "Untermensch" aufzuhängen Immerhin kam diese Polemik von Jens Steinbacher, einem BILD-Befürworter, und nicht von mir.
Außerhalb der Politik stehen im Spiegel sogar manchmal recht interessante Artikel. Auf jeden Fall beinhalten die mehr Informationen als das alle Griechen "faule Säcke" sind, das Alice Schwarzer weiß, daß Kachelmann ein Vergewaltiger ist, oder haufenweise Urlaubsfotos halbnackter Prominenter.
Ich lese lieber das Interview mit einem Diktator, selbst wenn dieser nur Lügen zu erzählen hat, als mir berichten zu lassen was Daniela Katzenberger momentan so treibt.
Natürlich will ich niemanden dazu zwingen sich seine Interessen auszusuchen, aber mir darf doch auch gestattet sein dies moralisch in einem Kontext politischer Verantwortbarkeit zu werten.
Du kannst ja auch mal darauf eingehen, was ich explizit dazu geschrieben habe, statt dich nur an dem Wort "Untermensch" aufzuhängen Immerhin kam diese Polemik von Jens Steinbacher, einem BILD-Befürworter, und nicht von mir.
09.07.2011 | 18.39 Uhr | Heinz K
@Buttergott
Ich höre weiterhin kein Argument dafür, weswegen die Express inhaltlich noch schlechter sein soll. Nur zur Klarstellung: Mir zu unterstellen ich könnte nicht einmal ein Bilderbuch verstehen ist kein sachliches Argument, sondern ebenso eine Beleidigung. :)
Also da habe ich mich zum Untermenschen aber schon deutlich differenzierter geäußert, immerhin beschrieb ich ihn lediglich als moralische Degeneration.
Wenn ich den Spiegel lese überflieg ich meistens den Politik-Teil, weil ich selbst weiß für welche politische Richtung das geschrieben wurde. Allerdings nur weil das Blatt aus dem selben Verlagshaus kommt, hat es noch lange nicht dieselbe Meinung wie die BILD. Der Spiegel ist eher links-liberal. Dort lese ich jedenfalls keine Hurra-Rufe auf Steuersenkungen wie im FDP-Parteiorgan mit den den großen Schlagzeilen und den notorischen Tittenbildern.
Ich höre weiterhin kein Argument dafür, weswegen die Express inhaltlich noch schlechter sein soll. Nur zur Klarstellung: Mir zu unterstellen ich könnte nicht einmal ein Bilderbuch verstehen ist kein sachliches Argument, sondern ebenso eine Beleidigung. :)
Also da habe ich mich zum Untermenschen aber schon deutlich differenzierter geäußert, immerhin beschrieb ich ihn lediglich als moralische Degeneration.
Wenn ich den Spiegel lese überflieg ich meistens den Politik-Teil, weil ich selbst weiß für welche politische Richtung das geschrieben wurde. Allerdings nur weil das Blatt aus dem selben Verlagshaus kommt, hat es noch lange nicht dieselbe Meinung wie die BILD. Der Spiegel ist eher links-liberal. Dort lese ich jedenfalls keine Hurra-Rufe auf Steuersenkungen wie im FDP-Parteiorgan mit den den großen Schlagzeilen und den notorischen Tittenbildern.
09.07.2011 | 15.59 Uhr | fahnder
Wenn ich mich nicht irre, bekommen die "Prominenten" kein Geld für ihre Meinung über die "Bild". Ich meine gelesen zu haben, dass jeweils ein Betrag für einen wohltätigen Zweck gespendet wird.
Das könnte vielleicht eine Erklärung dafür sein, dass sich so einige Prominente daran beteiligen und halt auch "kritische" Worte sagen "dürfen". Was natürlich auch wieder ein genialer Schachzug ist.
Das soll jedoch nicht heißen, das ich gut finde, was Bild sonst so macht.
VGKV
Fahnder
Das könnte vielleicht eine Erklärung dafür sein, dass sich so einige Prominente daran beteiligen und halt auch "kritische" Worte sagen "dürfen". Was natürlich auch wieder ein genialer Schachzug ist.
Das soll jedoch nicht heißen, das ich gut finde, was Bild sonst so macht.
VGKV
Fahnder
08.07.2011 | 22.51 Uhr | escape
Oha, der Buttergott hat geredet *grins*
08.07.2011 | 22.46 Uhr | Buttergott
@Heinz K
Du hast lediglich erläutert, dass die du Bild entschieden ablehnst und dafür auf den Spiegel zurückgreifst, in dem der gleiche Springerrotz, lediglich pseudoelitär aufgemacht, geschrieben steht.
Und in anderen Menschen "Untermenschen" zu sehen, ist eine Feststellung, die sowohl beleidigend als auch subjektiv ist. Ich denke, es gibt genug kluge Köpfe, die dich ebenfalls in der Sparte einordnen würden.
Und wer allein anhand der Aufmachung des Express, insbesondere des Layout, Text, Farbe und Inhalt die (tatsächlich noch schlechtere) Kopie nicht erkennt und einen Beweis braucht, dürfte nichtmal die kognitive Fähigkeit besitzen, einem Bilderbuch Informationen abzugewinnen.
Du hast lediglich erläutert, dass die du Bild entschieden ablehnst und dafür auf den Spiegel zurückgreifst, in dem der gleiche Springerrotz, lediglich pseudoelitär aufgemacht, geschrieben steht.
Und in anderen Menschen "Untermenschen" zu sehen, ist eine Feststellung, die sowohl beleidigend als auch subjektiv ist. Ich denke, es gibt genug kluge Köpfe, die dich ebenfalls in der Sparte einordnen würden.
Und wer allein anhand der Aufmachung des Express, insbesondere des Layout, Text, Farbe und Inhalt die (tatsächlich noch schlechtere) Kopie nicht erkennt und einen Beweis braucht, dürfte nichtmal die kognitive Fähigkeit besitzen, einem Bilderbuch Informationen abzugewinnen.
08.07.2011 | 12.46 Uhr | Heinz K
Nun das habe ich aber schon deutlich differenzierter erläutert. Also so etwas stumpfes wie "Das ist armseelig!" ist mir jedenfalls nicht entwischen.
Warum sollen BILD-Leser vom Standpunkt moralischer Tugendhaftigkeit keine Untermenschen sein? Wo ist dein Argument dafür? Die Behauptung dies sei armseelig ist wohl kaum als schlüssig zu bezeichnen.
Warum ist die Express noch schlechter als die BILD? Auch dafür bringst du kein Argument.
Wahrscheinlich weißt du es selber nicht, und willst es einfach nur nicht wahr haben.
Warum sollen BILD-Leser vom Standpunkt moralischer Tugendhaftigkeit keine Untermenschen sein? Wo ist dein Argument dafür? Die Behauptung dies sei armseelig ist wohl kaum als schlüssig zu bezeichnen.
Warum ist die Express noch schlechter als die BILD? Auch dafür bringst du kein Argument.
Wahrscheinlich weißt du es selber nicht, und willst es einfach nur nicht wahr haben.
08.07.2011 | 12.31 Uhr | Jens Steinbacher
Gerade mal mit Ach und Krach das Abi auf der Gesamtschule geschafft, und schon fühlt man sich besser als ein gewöhnlicher Arbeiter oder Handwerker oder einfacher Angestellter. Und wie kann man seine eigene geistige Überlegenheit am besten darstellen?
Indem man die Bildzeitung NICHT liest und die Bildleser, die ja nicht nur Bild lesen, sondern auch andere Presseerzeugnisse, die Radio hören und fernsehen, die sich mit anderen Menschen unterhalten, indem man diese Menschen darauf reduziert, dass sie in der Frühstückspause die Bildzeitung lesen, indem man sie aus geistig und moralisch höherer Warte als Unter(schicht)menschen denunziert.
Wie armselig!
Übrigens: Der EXPRESS ist sogar noch schlechter als die Bild.
Indem man die Bildzeitung NICHT liest und die Bildleser, die ja nicht nur Bild lesen, sondern auch andere Presseerzeugnisse, die Radio hören und fernsehen, die sich mit anderen Menschen unterhalten, indem man diese Menschen darauf reduziert, dass sie in der Frühstückspause die Bildzeitung lesen, indem man sie aus geistig und moralisch höherer Warte als Unter(schicht)menschen denunziert.
Wie armselig!
Übrigens: Der EXPRESS ist sogar noch schlechter als die Bild.
08.07.2011 | 08.54 Uhr | Rumpel
Die "Bild" ist in Wirklichkeit gar keine Zeitung, sondern eine gigantische Marketingmaschine, die sich seit jeher perfider Stereotypen und subtiler Anspielungen und auch bewusster Verdrehungen bedient, um in Deutschland groß Kasse zu machen. Das ist eine reine Geldmaschine, die oft schon ganz unverhohlen auch politische Prozesse zu beeinflussen versucht hat. Den Machern der "Bild" ist das auch völlig klar, wobei die Kompetenz der Mitarbeiter außer Frage steht. Entscheidend ist natürlich, was hinten rauskommt. Und ein Mitarbeiter oder Leser dieses Machwerks wollte ich nicht sein. Wie muss man sich wohl dafür verbiegen können . . . Glücklicherweise gibt es beim Boulevard-Journalismus noch seriöse Alternativen, z. B. den rheinischen EXPRESS.
07.07.2011 | 16.38 Uhr | agrippinensis
Wat is Roeschen,
hast du ein neues Synonym-Wörterbuch???
hast du ein neues Synonym-Wörterbuch???
07.07.2011 | 16.21 Uhr | Roeschen
Jeman foppen...
Man sagt etwas, meint es aber nicht so...
Also, man sagt bewußt die Unwahrheit, zum Scherz...
Ich bezweifele den Scherz dahinter...denn hinter jedem Scherz liegt auch ein gewisser Ernst,-)
Man sagt etwas, meint es aber nicht so...
Also, man sagt bewußt die Unwahrheit, zum Scherz...
Ich bezweifele den Scherz dahinter...denn hinter jedem Scherz liegt auch ein gewisser Ernst,-)
07.07.2011 | 15.57 Uhr | agrippinensis
Nicht foppen lassen, Vögi!
Ist auch so angekommen... ;))
Ist auch so angekommen... ;))
07.07.2011 | 12.56 Uhr | Vögi
@ escape
Ich bildete mir ein, es sei ein Wortspiel! ;)
Ich bildete mir ein, es sei ein Wortspiel! ;)
07.07.2011 | 09.36 Uhr | Roeschen
"Bedeutung: bedenkenlos | Art: Adjektiv
unbedacht, achtlos, einfach, widerspruchslos, gutherzig, kurzerhand, undiplomatisch, willens, flatterhaft, impulsiv, unverantwortlich, unbekümmert, unbedenklich, glatt, automatisch, skrupellos, ohne zu überlegen, unvertretbar, leichtfertig, leichtsinnig, unbesonnen, nachlässig, selbstverständlich, leicht, natürlich, hemmungslos, ohne weiteres, ungeschickt, blanko, gedankenlos, sorglos, verantwortungslos, unvorsichtig, unbesehen, glattweg, gern, unklug, ohne Zögern, fahrlässig, pflichtvergessen, unüberlegt, unachtsam, bereitwillig, rücksichtslos, ungeprüft, kühn, ohne zu zögern, unvernünftig, ohne Bedenken, gewissenlos "
:-)
unbedacht, achtlos, einfach, widerspruchslos, gutherzig, kurzerhand, undiplomatisch, willens, flatterhaft, impulsiv, unverantwortlich, unbekümmert, unbedenklich, glatt, automatisch, skrupellos, ohne zu überlegen, unvertretbar, leichtfertig, leichtsinnig, unbesonnen, nachlässig, selbstverständlich, leicht, natürlich, hemmungslos, ohne weiteres, ungeschickt, blanko, gedankenlos, sorglos, verantwortungslos, unvorsichtig, unbesehen, glattweg, gern, unklug, ohne Zögern, fahrlässig, pflichtvergessen, unüberlegt, unachtsam, bereitwillig, rücksichtslos, ungeprüft, kühn, ohne zu zögern, unvernünftig, ohne Bedenken, gewissenlos "
:-)
07.07.2011 | 08.40 Uhr | Profil gelöscht
Jeder bedient seine Klientel, so kompliziert ist es doch gar nicht.
Xokolatl
Xokolatl
07.07.2011 | 02.59 Uhr | escape
Dabei ist es ja noch viel komplizierter, Holofernes hat mit ihrer Ablehnung auch Werbung für sich gemacht.
07.07.2011 | 02.50 Uhr | Profil gelöscht
sehr gut, escape, so kenn ich dich ;-))
auch ein Auto kann anstandslos durch den TÜV kommen.
Es ist halt nicht leicht, vorher genau zu ueberlegen, was man wirklich schreiben soll.. Siehe C. Abakus ;-)))
auch ein Auto kann anstandslos durch den TÜV kommen.
Es ist halt nicht leicht, vorher genau zu ueberlegen, was man wirklich schreiben soll.. Siehe C. Abakus ;-)))
07.07.2011 | 02.36 Uhr | escape
Natürlich darfst du dich aufregen, Vögi.
Für mich bleiben allerdings zwei Fragen.
Wie bist du auf den Titel gekommen? Anstandslos hat nun mal gar nix mit Anstand zu tun, sondern leitet sich von Beanstandung ab. Bisher warste doch recht wortgewandt.
Und warum hast du nicht auch Judith Holofernes zitiert, die das Angebot der Bild ablehnte und das auch begründet hat.
Letztendlich macht aber jeder Verriss auch Reklame. Wer kritisiert, nimmt den anderen ernst. Ansonsten schweigt man einfach ;-)
Für mich bleiben allerdings zwei Fragen.
Wie bist du auf den Titel gekommen? Anstandslos hat nun mal gar nix mit Anstand zu tun, sondern leitet sich von Beanstandung ab. Bisher warste doch recht wortgewandt.
Und warum hast du nicht auch Judith Holofernes zitiert, die das Angebot der Bild ablehnte und das auch begründet hat.
Letztendlich macht aber jeder Verriss auch Reklame. Wer kritisiert, nimmt den anderen ernst. Ansonsten schweigt man einfach ;-)
06.07.2011 | 20.25 Uhr | Profil gelöscht
06.07.2011 | 19.32 Uhr | Rosenthal hihihi, nun hab ich dem C.Abakuesschen eine elegante Falle gestellt. Und sie ist herzhaft hineingetappt.
Und morgen kommt der Weihnachtsmann ...
Und morgen kommt der Weihnachtsmann ...
06.07.2011 | 19.35 Uhr | Profil gelöscht
@ Voegi:
Das ist doch alles ok. Habe absolut nix gegen deine moralischen Werte. Ich sage auch nur, dass jeder seine eigenen Mass-staebe setzt.
Im Gegensatz zu Hora hast du nicht die Wahrheit gepachtet, und das macht dich sehr sympathisch.
Tranquilo amio
nos vemos
Das ist doch alles ok. Habe absolut nix gegen deine moralischen Werte. Ich sage auch nur, dass jeder seine eigenen Mass-staebe setzt.
Im Gegensatz zu Hora hast du nicht die Wahrheit gepachtet, und das macht dich sehr sympathisch.
Tranquilo amio
nos vemos
06.07.2011 | 19.32 Uhr | Profil gelöscht
hihihi, nun hab ich dem C.Abakuesschen eine elegante Falle gestellt. Und sie ist herzhaft hineingetappt.
An Abakus:
Wenn es seit 1992 keine unmuendigen Geistigbehinderten gibt, wie kann es dann gesunde Unmuendige geben, denen du den Zeigerfinger zeigst ?
das zum Thema Logik.
Deine Argumentation ist roeschen-like, die denkt ja auch meist nur aus dem Bauch heraus ;-)))))
An Abakus:
Wenn es seit 1992 keine unmuendigen Geistigbehinderten gibt, wie kann es dann gesunde Unmuendige geben, denen du den Zeigerfinger zeigst ?
das zum Thema Logik.
Deine Argumentation ist roeschen-like, die denkt ja auch meist nur aus dem Bauch heraus ;-)))))
06.07.2011 | 15.52 Uhr | Vögi
@ Rosenthal
Seit wann sind alle geistig Behinderten unmündig???
Woher nimmst Du diese hanebüchene Erkenntnis?
Im Übrigen: Moralischer Zeigefinger hin oder her. Wenn man aufhört sich über das aufzuregen, was einem stinkt, dann sehe ich für unsere Gesellschaft schwarz. Dass moralische Wertungen etwas sehr Persönliches sind, spricht doch nicht dagegen. Ich nehme für mich ja auch nicht in Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben. Ich äußere mein Unbehagen und versuche dies argumentativ zu belegen. Nicht mehr und nicht weniger.
Aber natürlich können wir uns auch alle einfach damit abfinden, wie es ist. Nennt man wohl Resignation.
Seit wann sind alle geistig Behinderten unmündig???
Woher nimmst Du diese hanebüchene Erkenntnis?
Im Übrigen: Moralischer Zeigefinger hin oder her. Wenn man aufhört sich über das aufzuregen, was einem stinkt, dann sehe ich für unsere Gesellschaft schwarz. Dass moralische Wertungen etwas sehr Persönliches sind, spricht doch nicht dagegen. Ich nehme für mich ja auch nicht in Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben. Ich äußere mein Unbehagen und versuche dies argumentativ zu belegen. Nicht mehr und nicht weniger.
Aber natürlich können wir uns auch alle einfach damit abfinden, wie es ist. Nennt man wohl Resignation.
06.07.2011 | 15.45 Uhr | Heinz K
Casanova:
"Handwerker auf dem Bau haben in ihrer kurzen Pause keine Zeit, online zu gehen oder die FAZ zu lesen."
Handwerker und Bauarbeiter haben also keine Freizeit? Die arbeiten ununterbrochen?
Also ich lese die Tageszeitung meist beim Frühstück, und wenn ich kacken gehe, dann les ich den Spiegel. Ich habe also auch genug Zeit mich am Tag zu infomieren. Wird doch wohl jeder am Tag genug Zeit finden mal eine sachliche Zeitung zu lesen, immerhin betreffen die Informationen, die man verarbeiten muss, auch das eigene Leben.
Welche Ausrede haben diese Handwerker wirklich? Das ist reine Denkfaulheit.
"Handwerker auf dem Bau haben in ihrer kurzen Pause keine Zeit, online zu gehen oder die FAZ zu lesen."
Handwerker und Bauarbeiter haben also keine Freizeit? Die arbeiten ununterbrochen?
Also ich lese die Tageszeitung meist beim Frühstück, und wenn ich kacken gehe, dann les ich den Spiegel. Ich habe also auch genug Zeit mich am Tag zu infomieren. Wird doch wohl jeder am Tag genug Zeit finden mal eine sachliche Zeitung zu lesen, immerhin betreffen die Informationen, die man verarbeiten muss, auch das eigene Leben.
Welche Ausrede haben diese Handwerker wirklich? Das ist reine Denkfaulheit.





























