Knüllemanns Welt: Die Winkmänner
Creative Commons Lizenz
Die Winkmänner
 
Wie polterte der mittlerweile abgehalfterte Ex-Messias damals 2007 nach dem Zweitligaspiel gegen Allemania Aachen? „Es war eine bewusste Fehlentscheidung“. „Wie denkt man beim DFB?“. „Das ist der 1. FC Köln, die werden wir erst mal benachteiligen!“.
 
Jetzt kommt der Knüllemann schon mit Uraltklamotten um die Ecke, dürfte sich so mancher denken. Aber. Weit gefehlt. Eigentlich ist das Thema aktueller denn je.
 
Hätte der Winkmann in der vorletzten Woche auf Schalke nicht unberechtigt auf Elfmeter entschieden, hätten wir nur 1:4 verloren (wagemutige Optimisten gehen sogar von noch mehr aus) und wären somit nicht Tabellenletzter.
Der glorreiche HSV hätte uns diesen Platz quasi weggeschnappt und zum Tabellenletzten zu fahren ist bekanntlich einfacher als andersherum.
 
So wurde schon wieder eine kleine aber feine Nuance herbeigewunken, um den 1. FC Köln bewusst zu benachteiligen.
Aber halt, stimmt das wirklich? Kann es sein, dass wir bewusst benachteiligt werden oder sind es eher die Winkmänner und Frauen (Bibiana Steinhaus ist am Samstag gegen den HSV die vierte Offizielle), die ihren persönlichen Vorlieben haben?
 

Zeit für eine objektive Untersuchung
 
Die DFL beschäftigt zur Zeit 20 Schiedsrichter, die den 1. FC Köln in der Vergangenheit ge- und verpfiffen haben.
 
Zusammen kommen die Herren (Bibiana traut man wohl kein Bundesligaspiel als leitende Schiedsrichterin zu) auf 155 FC Partien.
In diesen Spielen hat der FC 45 Mal gewonnen, 34 Unentschieden erreicht und ist 76 Mal als Verlierer vom Platz gegangen.
 
In Worten bedeutet das, fast jedes dritte Spiel wurde gewonnen und fast jedes Zweite verloren.
Außerdem haben wir im Schnitt 2,29 Karten pro Spiel bekommen.
 

Doch keine große Verschörung :-(
 
Die Anzahl der gelben und roten Karten liegt im Bundesligaschnitt, auch die Elfmeter gegen uns fallen nicht sonderlich aus der Reihe. Eine bewusste Kampagne gegen den FC, seitens der DFL, kann man wohl statistisch gesehen erst einmal ausschließen.
 

...aber eine Kleine?
 
Wie sieht‘s aber auf individueller Ebene aus?
Wer ist eher der pfeifende Winkmann oder die winkende Pfeife?
Hier fördert die Statistik interessantes zu Tage. Hier eine kleine Top- und Flopliste. Der Mathematik zuliebe, habe ich alle „Unparteiischen“ mit weniger als 6 Bundesligaspielen (mit FC Beteiligung) außen vor gelassen.
 

Die Floppfeifen:
 
Platz 1: 83% aller Spiele mit Thorsten Kinhöfer haben wir verloren und nur ein Einziges gewonnen!
Außerdem gab es noch 2.83 Karten pro Spiel (ohne Pokal!!!), also deutlich mehr als sein persönlicher und der Bundesligaschnitt.
 
Platz 2: Günter Perl. 70% aller Perlspiele gingen verloren, also alles andere als prickelnd. Dafür aber kam Günther Perl mit deutlich weniger Karten gegen uns aus, nämlich mit 1,4 pro Spiel.
 
Platz 3: Teilen sich Wolfgang Stark und Felix Brych. 18 Mal gingen wir bei diesen beiden als Verlier vom Platz, macht eine Quote von 67%. Kollege Stark kommt mit recht wenigen Karten, so etwa wie Herr Perl zurecht, der Kollege Brych liebt es aber anscheinend unsere Jungs abzustrafen, er liegt mit 2,5 Karten pro Spiel im oberen Drittel.
 
Den Sonderpreis als goldene Kappespfeife teilen sich Guido Winkmann und Manuel Gräfe.
Bei beiden Schiedsrichtern (ich sage bewusst nicht Unparteiischen) konnte der FC noch kein einziges Mal gewinnen und das in 14 Spielen.
Als besonderes Highlight hält Kollege Winkmann den absolute Kartenrekord gegen den FC. Mit 3,33 Karten pro Spiel gegen uns hat er den zweitplatzierten Thorsten Kinhöfer weit hinter sich gelassen.
 
Guido Winkmann kommt übrigens vom Niederrhein.
 

Die Topschiedsrichter.
 
Platz 1, 2, und 3 gehen an Babak Rafati.
Kein einziges Mal haben wir unter Rafati verloren und sage und schreibe 83% aller Spiele unter seiner Leitung gewonnen. Das er weniger Karten gegen uns gab als im Schnitt versteht sich da auch von selbst. Einfache Spiele waren das weiß-Gott nicht, denn zwei Male alleine ging es gegen Bayern und zwei Mal gegen Hamburg.
 
Da die Topliste recht kurz geraten ist, was nun wirklich nicht an Knüllemann liegt (der sich wahrlich bemühte noch den ein oder anderen schön zu rechnen), gibt es auch hier eine Sonderpreis:
 
Dieser geht an Christian Dingert!
Dieser hat uns zwar nur 3 Mal gepfiffen (und kam deshalb nicht in die Wertung), aber alle 3 Spiele wurden gewonnen. Außerdem kann er mit einer sensationell guten Kartenbilanz aufwarten. Er zeigte den Recken mit dem Geißbock auf der Brust in allen 3 Spielen nur 2 Mal Gelb.
 
Mehr davon.
 

Fazit
 
Das Gros der Schiedsrichter variiert rund um den Bundesligaschnitt in Bezug auf gewonnene und verlorene Spiele. Die jüngeren Schiris tendieren eher dazu pro FC zu pfeifen, die Älteren scheinen uns nicht richtig leiden zu können.

Am Samstag gegen den HSV pfeift Florian Meyer, dessen Statistik ein ganz kleines bisschen für uns spricht. Wenn das nichts hilft, wird es Zeit das vielleicht mal Bibiana dran kommt oder natürlich Babak.
 
In diesem Sinne.
 

Knüllemann
 

Quellenangabe: dfl.de, bundesliga.de, weltfussball.de, knuellemanbrain.de
Beitrag ändern
Beitrag bewerten
Erst einloggen, dann bewerten
Note
Stimmen
Aufrufe
weiterempfehlen
Kommentare | 1 bis 6 von 6 Kommentieren
13.09.2011 | 13.14 Uhr | Scharme Mensch, endlich mal wieder ein Knüllemann. Leider versteckt in den tiefen des Blogs.
Kommentar löschen
Kommentar melden
02.09.2011 | 23.24 Uhr | checkmate interessante Statistik
 
Allerdings kenne ich nur den Eschweiler aus Euskirchen. (der mit den Zähnen).
Kommentar löschen
Kommentar melden
26.08.2011 | 13.47 Uhr | knuelleman @schmitzzi: Ein wenig Augenzwinkern ist schon dabei, aber so richtig lustig fand ich das nicht mehr, nachdem ich alles in Excel hatte.
@bonnbock: schon klar mit strengeren und lässigeren Schiedsrichtern. Dingert aber hat in 70 Erst- und Zweitligaspielen über 400 Karten gegeben. Und ja, es gibt tatsächlich ein paar wenige Schiris, bei denen wir einen kleinen Vorteil haben. Leider sind die "Bösen" aber in der Überzahl.
 
Was wirklich noch auffällig ist sind jene Schiris, die den statistischen Durschnitt pfeifen. Deren Namen kenn man kaum. Sie sind eher unaufällig, eigentlich so wie man als Schiri sein sollte.
Gagelmann ist überigens für mich der König der Selbstdarsteller,
Kommentar löschen
Kommentar melden
26.08.2011 | 12.47 Uhr | Schmittz Auch wenn er wohl ein bisschen lustig gemeint sein soll…
Kinnhoyzer wir früher oder später einmal auffliegen.
 
Nie war ein Betrug offensichtlicher als im Augsburger Pokalspiel!
Kommentar löschen
Kommentar melden
26.08.2011 | 09.44 Uhr | bonnbock Ganz nett, aber tendenziell doch eher der falsche Ansatz. Wie oft zeigen denn die genannten Schiedsrichter im Schnitt Karten, wenn man alle ihre gepfiffenen Spiele in Betracht zieht. Da wird man möglicherweise feststellen, dass Dingert eh sehr "locker" pfeift, also selbst ein rustikaler Spieler wie Lanig mal ohne Karte, sondern mit einer Verwarnung auskommt, während Gräfe, Kinhöfer, etc. eh häufig im Spiel Karten zücken. Ich verstehe den humoristischen Ansatz des Kommentars/Blogs sehr wohl, man kann aber im Umkehrschluss auch sagen, dass Schiedsrichter wie Rafati den FC sogar bevorteilen, weil sie z.B. den FC Bayern nicht mögen. Rafati wohnt zum Beispiel in Niedersachsen. Zufall, dass wir da häufiger unter seiner Leitung in Hamburg gewinnen?
Kommentar löschen
Kommentar melden
25.08.2011 | 22.13 Uhr | Willi_2.1 Diesen Pfeifen müsste man mal die Flötentöne beibringen.
Kommentar löschen
Kommentar melden
Kommentar schreiben
1000/1000
Zeichen übrig
Beitrag suchen
Neu hier? Fragen? Anregungen?
Der direkte Draht zum Stadtrat ist hier. Einfach auf das Icon klicken.