Heinz Flohe  -  Ein FC-Idol
Heinz Flohe, Kapitän des 1.FC Köln 1978
Er war es! Mein Idol! Und nicht nur meins, Heinz Flohe, genannt Flocke war in den Siebzigern, neben Wolfgang Overath, später Toni Schumacher und Dieter Müller, der wohl prägendste FC-Spieler der 70er Jahre. Für mich persönlich, in meiner eigenen Hierarchie, stand Flohe sogar über Overath. Ich behaupte sogar, das er der begnadetere Fußballer von den beiden war.
 
Er konnte wirklich alles am Ball (nicht nur aufpumpen und einfetten), war ein Ball-Virtuose, ein Rastelli auf dem Rasen. Seine „linke Klebe“ kam hammerhart und kerzengerade, er war laufstark, schlug Pässe die einem Beckenbauer Paroli bieten konnten … ja, er war schlicht und ergreifend genial.
 
Seine spezielle Lauftechnik (Kopf immer etwas eingezogen), dazu obligatorisch immer das Trikot über der Hose, machte ihn bereits von weitem unverkennbar. Er war mein absoluter Lieblingsspieler!
 
Als kleiner Junge, ... ich war etwa 8 Jahre alt, besuchte ich wie so oft das Geißbockheim, bewaffnet mit einem Mannschafts-Poster und machte mich auf die der Jagd nach Unterschriften. Auch sein Autogramm wollte ich natürlich haben. Unbedingt! Aber ich war ziemlich schüchtern … habe mich einfach nicht getraut ihn anzusprechen. Daher habe ich ihm nur stumm das Poster entgegengehalten. Tja, was soll ich sagen, er hat tatsächlich unterschrieben. Mir schlug das Herz bis an den Hals …
 
Einige Jahre später, ich war mittlerweile 14, spielte der 1.FC Köln seine wohl beste Bundesliga-Saison aller Zeiten. Man wurde in der Saison 1977/1978 Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger. Kapitän, Antreiber, genialer Regisseur, Tor-Vorbereiter und Torschütze war … Heinz Flohe. Bei ihm war der „Knopf“ aufgegangen, wohl auch, weil im Vorjahr der „alternde“ Overath – nicht ganz sauber – von FC-Trainer Weisweiler ausgemustert worden war. Nun hatte Flohe, der ein Fußballerleben lang immer im Schatten von Wolfgang Overath stand, das Mittelfeld und damit die „Macht-Zentrale“ für sich. Er nutzte sie, zum Wohle des 1.FC Köln!
 
Er stand im Zenith seiner Karriere. Flohe war immer ein guter Spieler, aber in dieser Saison war er wirklich der Größte. Im Kölner Fußball ist – natürlich völlig zu Recht – oft von Overath, Schäfer, Littbarski und Häßler die Rede. Auch Schumacher und Illgner sind noch im Gespräch. Dagegen wird Heinz Flohe, völlig zu Unrecht, ein wenig vergessen.
 
Dabei war ER neben Weisweiler der Vater des legendären Doubles von 1978!
 
„Er hätte ein Weltstar werden können“. Dieser Satz stammt nicht von mir, sondern von Tschik Cajkovski, dem ehemaligen Meister-Trainer des 1.FC Köln und Bayern München. Auch Franz Beckenbauer äußerte sich ähnlich: „Damals war Heinz Flohe der beste Fußballspieler Deutschlands“, sagte der Kapitän des Weltmeister-Teams. Sicherlich eine Art Ritterschlag, aber eingebildet hat sich Flohe auf derartige Lobeshymnen nie etwas. Im Sportstudio sah man ihn nie, er lehnte die Einladungen ab weil er den Star-Rummel nicht mochte.
 
In der Nationalmannschaft hat es „Flocke“ gerade mal auf 39 Länderspiele gebracht. Viel zu wenig, wenn man seine Leistungsstärke zum Maßstab nimmt. Aber der damalige Bundestrainer Helmut Schön hatte es – mit Ausnahme von Wolfgang Overath - nicht so mit dem 1.FC Köln. Unverständlicherweise zog er oftmals den Berliner Erich Beer vor, was bei mir jedes Mal zu heftigen Äußerungen gegen den damaligen Bundestrainer führte.
 
Immerhin wurde er bei der WM 1974 drei mal eingesetzt, hat daher auch sicher das Anrecht, sich Weltmeister zu nennen. Im Finale saß er aber leider nur auf der Bank. 1976 wurde er mit der Nationalmannschaft Vize-Europameister. Beim legendären Halbfinalspiel gegen Jugoslawien wurde er beim Stand von 0:2 eingewechselt und schaffte nur kurz danach den Anschlusstreffer. Der ebenfalls eingewechselte Kölner Dieter Müller schoss noch drei Tore … ein kölsch/deutscher Fußballtraum wurde wahr.
 
Im Finale unterlag Deutschland dann leider der damaligen CSSR im Elfmeterschießen (Uli Hoeness und der verschossene Elfer).
 
Die WM 1978 hätte sein Turnier werden können, aber Heinz Flohe verletzte sich im Spiel gegen die Italiener. Somit blieb ihm die Pleite von Cordoba (2:3 gegen Österreich) erspart, wobei ich natürlich der Ansicht bin, das es mit ihm besser gelaufen wäre.
 
Die Verletzung wirkte sich auf die Saison 1978/1979 aus. Flohe fiel viel länger aus als erwartet und hatte anschließend Probleme seinen Rhythmus zu finden. In der Meisterschaft lief es nicht so rosig, jedoch kam der FC im Landesmeister-Pokal (der heutigen Champions-League) bis ins Halbfinale gegen die übermächtige Mannschaft von Nottingham Forrest. Man schaffte in einem unvergessenen, Wahnsinnspiel in Nottingham ein 3:3 (vorher hatte dort keine Mannschaft ein Tor geschossen). Im Rückspiel jedoch verlor man, mit einem nicht ganz fitten Heinz Flohe, mit 0:1.
 
Der FC fiel danach in ein großes Loch und auch Heinz Flohe wurde von Hennes Weisweiler, wie vorher Overath, gedemütigt und aussortiert. Flohe wechselte zur nächsten Saison zu 1860 München, was für mich natürlich eine sportliche Katastrophe war.
 
Seinen Traum von einem Karriereende in Italien konnte Heinz Flohe sich nicht mehr erfüllen. Nach dem Wechsel zum TSV 1860 München erlitt er in der Saison 79/80 durch ein Foul des damaligen Duisburgers Paul Steiner, der später nach Köln wechselte, einen komplizierten Beinbruch und musste seine Karriere beenden. Er blieb aber dem Fußball verbunden, war Trainer seines Heimatvereins ETSC und auch kurzzeitig Co-Trainer ( hinter Stephan Engels ) des 1. FC Köln. Jetzt ist er im Ruhestand als „Rentner und Familienmensch“. Da er gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe ist (Herzprobleme), meidet der fast 60-jährige die Öffentlichkeit noch mehr als früher.
 
Ich habe viele große Spieler für den FC spielen sehen. Aber von denjenigen, die ich live sehen konnte, hat Heinz Flohe nach wie vor eine Sonderstellung. Es würde mich freuen, wenn der ein- oder andere sich eines großen Spielers erinnert und sich bewußt wird, das ein Teil des „Mythos 1.FC Köln“, ihm zu verdanken ist.
 
Wer ihn noch nie hat spielen sehen. Hier Ausschnitte vom WM Spiel 1978 gegen Mexiko (6:0). Flohe trägt die Nummer 10 und schießt zwei Tore (4:0 / 6:0):
 
Deutschland : Mexico (Part I )
Deutschland : Mexico (Part II)


Erfolge:
 
- Weltmeister 1974
- Vize-Europameister 1976
- 3 x DFB Pokalsieger (1968, 1977, 1978) mit 1. FC Köln
- Deutscher Meister 1978 mit 1. FC Köln
- 39 Spiele für die Nationalmannschaft
- 8 Tore (u.a. auch das 1000. für die Nationalelf)
 

Vereine:
 
1966 - 1979 1. FC Köln (ab 1977 Kapitän)
1979 - 1980 TSV 1860 München
1981 - 1991 Trainer bei seinem Euskirchener Heimatverein ETSC
1995 - 1996 Co-Trainer beim 1. FC Köln
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Kommentare | 1 bis 21 von 21 Kommentieren
26.11.2010 | 10.34 Uhr | nikonjoe ...bis heute nicht geändert. Da Heinz schon länger krank ist, wünsche ich ihm von ganzem Herzen alles Gute. Ich hoffe er kommt bald wieder auf die Beine und fährt, wie jeden Tag, mit seinem Fahrrad in sein Stammlokal, um mit seinen Freunden über Fussball und den 1.FC Köln zu diskutieren.
Alles Gute Heinz
Ein Fan!!!
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26.11.2010 | 10.30 Uhr | nikonjoe Ja ja, der Heinz,
als Heinz in jungen Jahren beim 1.FC Köln seinen Profivertrag unterschrieb wohnte ich neben ihm ( was ich heute noch tue ). Ich kannte ihn damals noch nicht und interessierte mich noch nicht für Fussball. Da ich ja sein Nachbar war, kamen wir irgendwann vor seinerm Haus ins Gespräch und unterhielten uns über Fussball. Nach einer Weile kam seine Mutter raus und rief Heinz zum Mittagessen rein, da wir aber so vertieft im Gespräch über Fussball waren, lud mich seine Mutter zum Mittagessen ein, also gingen wir in seine Wohnung und aßen zusammen. Unser Gespräch dauerte noch eine lange Zeit, er erzählte über sich und seinen Werdegang als Fussballer, was soll ich schreiben, seit dem Zeitpunkt bin ich Fan des FC und noch grösserer Fan von "Flocke". Wie stolz ich war einen FC Profi persönlich zu kennen, es war schon was besonderes damals und erzählte es natürlich jedem in der Schule. Da ich 7 Jahre jünger bin als Flocke war er ab sofort mein Vorbild und Idol, und das hat sich..
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20.08.2010 | 15.17 Uhr | G-uido Hi...Guido aus Euskirchen. Wünsche dem "Flocke" alles Gute, vor allem eine Gute Besserung. Und auch seiner Familie alles Liebe und Gute. Ich bin Baujahr 70, ich weiß noch wie Heinz und mein damaliger Jungendtrainer beim ETSC, Herr Schömer, bei meiner Mutter in der Wohnung saßen u. mich für den Verein anmeldeten. Da meine Mutter damals nicht so viel Geld hatte, habe ich vom Heinz Flohe meine ersten Fußballschuhe bekommen. Da ging mein Herz richtig auf.Ich habe ja praktisch um die Ecke gewohnt, wo der Heinz u. seine Familie sein Haus hatten und heute auch noch immer wohnen. Heinz wird immer mein Idol bleiben und hiermit möchte ich an Alle FC-Köln Anhänger eine Anfrage richten, und zwar kann mir noch irgendjemand eine DVD oder Videokasette aus seiner Aktiven Fußballzeit senden oder schicken. Kontakt: guido.kalmbach@t-online.de ,Würde mich riesig über Dies freuen und bedanke mich schon einmal im voraus!!! Ich hoffe das Heinz Flohe bald wieder auf die Beine kommt. An Alle Viele Grüße, Guido
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19.10.2007 | 14.38 Uhr | Ralf_67 Yepp, Flocke war einfach Klasse und menschlich. Für ihn war es selbstverständlich, dass wir als Jungs beim Training den Ball beim Eckentraining auf den Punkt legen durften. Mit 8 oder 10 war man da Stolz wie Oskar. Ein Star wollter er nie sein, aber Autogramme gab's immer. Ich hab sogar noch eine Karte von ihm und auch von Dieter Müller und ein Manschaftsbild.
 
In Fachkreisen galt und gilt er immer noch als der beste Mittelfeldspieler der 70'er, besser als Netzer und Overath zusammen. Er hatte Übersicht, war Paßsicher, enorm Schuß- und Dribbelstark, teilweise sogar seiner Zeit voraus.
 
Und für die Statistiker! Er schoß das 1.000 Tor der Nationalmannschaft.
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14.10.2007 | 21.12 Uhr | Flocke Hallo zusammen,
 
als ich dieses wunderbare Loblied auf meinen Alltime-FC-Hero Heinz "Flocke" Flohe gelesen habe, musste ich mich sofort anmelden, natürlich unter seinem Spitznamen.
 
Alle Kommentare sprechen mir (Jahrgang 60) aus der Seele.
Leider hat er viel zu wenig Titel gewonnen, zu wenig Ruhm abbekommen.
Ein verkanntes Genie, für Deutschland viel zu selten oder auf falscher Position eingesetzt (WM 74).
Und als dann Overath und Netzer nicht mehr für den DFB spielten, wurde von Schön oft und leider entscheidend (EM 76) dieser Holzklotz Erich Beer vorgezogen. Selbst im Finale durfte er nicht beginnen, obwohl er im Halbfinale das Spiel entscheidend gedreht hatte. Die Quittung haben sie dann bekommen.
Leider haben sie dieses Fussball-Genie ziemlich verkannt.
Beim FC haben Sie in glücklicherweise lange halten können, bis Weisweiler ihn mobbte.
 
Leider fehlt mir im Moment die Zeit um weiter zu schwärmen.
Aber vielen Dank an magic und die anderen, ich melde mich bestimmt wieder
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14.10.2007 | 17.48 Uhr | Rheinhard Hallo.
Toller Beitrag über Heinz Flohe.
Ich bin Baujahr 40 und werde diesen Spieler wohl
nie vergessen. Er war zu seiner Zeit der beste.
Gr. aus Köln
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11.10.2007 | 17.17 Uhr | magic @alle Kommentatoren
 
Danke für die schönen, persönlichen Anekdoten in euren Kommentaren. Es ist schön, das dieser tolle Fußballer bei den Fans nicht vergessen wird.
 
Hätten wir heute einen Spieler wie ihn in der Mannschaft, könnten wir den Aufstieg jetzt schon feiern ... :-)
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11.10.2007 | 12.47 Uhr | Sammyhund Hallo,
 
ein Klassebeitrag. Ich hatte als junger Spieler das Glück, beim ETSC mehrere Jahre unter ihm, meinem großen Vorbild, trainieren zu dürfen. Ich habe ihn dabei auch als einen fairen Menschen kennengelernt. Ansonsten kann ich nur all das bestätigen, was du geschrieben hast.
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11.10.2007 | 10.54 Uhr | nippes oh ja flocke...
ich bin jahrgang 65 und mit flocke aufgewachsen. ich habe ihn so sehr verehrt, das ich immer flohe war, auch wenn ich ins tor mußte. (dorthin mußte ich oft, weil ich einfach ein schlechter fußballer war.)
flohe zu sein hat damals soviel ehre gebracht, das man selbst das tennisballkicker sofort in der rangordnung stieg.
 
diesen mann habe ich leider nie persönlich kennen gelernt, aber heute noch würde ich dies als ehre ansehen.
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11.10.2007 | 09.28 Uhr | erdnallosom Ein hervorragender Beitrag den ich voll nachvollziehen kann, bin auch Baujahr 61. Solche genialen Spieler wie Ihn gibt es leider nicht mehr. Heinz Flohe hat für den FC überragendes geleistet. Die heutigen Spieler des FC sollten sich mal altes Videomaterial von Ihm anschauen, vielleicht würden sie dann mal eine andere Einstellung kriegen was es heißt Fussball (gerade für den FC) zu spielen. Was müssen wir Heute als FC-Fans aushalten, leiden und trauern wenn man die heutige herzlose Mannschaft auf dem Platz sieht. Könnte man doch die Zeit zurück drehen.....
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10.10.2007 | 23.46 Uhr | juanefo Hallo Magic:
1977 flog ich aus Kolumbien und landete in Köln um Sport und anschliesend Fussball-Lehrer zu werden. Ich wurde sofort ein FC fan und hatte das Glück das Double zu erleben.
Heinz Flohe war ein hervorragender Fussballer und mit grosser Bestimmtheit ist er ein guter Mensch. Manchmal kam er mit Dieter Müller zur Hochschule und spielte auf dem kleinen Kunstrasenplatz aus reinem Spass. Christoph Daum war auch manchmal dabei.
Er war sicherlich einer der Gründe meiner Liebe zum Fc Köln. Aus dem Grunde bin ich auch sehr stolz, dass mein Schüler und Freund Mondragon heutzutage in Köln spielt.
Ihr Beitrag ist eine sehr faire und willkommene Erinnerung an einem hervorragenden Fussballer, der uns vor ca. 30 Jahren jubeln liess.
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10.10.2007 | 22.19 Uhr | elldet.kappel Es stimmt einfach alles, was über Heinz Flohe geschrieben wurde.
Ich sehe "Flocke" noch heute mit ausgestreckter Zunge über den Platz laufen, als er im Februar 1978 das wichtige 1:1 gg. Gladbach kurz vor Schluß gehämmert hat. Genialer Fußballer und FC-Idol!
Weil ich damals die Heinz Flohe Biographie haben wollte, habe ich meinem Bruder seinen ersten Bausparvertrag vermittelt.
In der Zeit der Meistersaison residierte der FC immer im Bensberger Waldhotel Mangold. Ich war jedes mal da. Bei einem Waldspaziergang rief der legendäre Hennes Weisweiler seinem Kapitän zu: "Flocke, kümmer dich ens öm der Oku". Gemeint war Yasuhiko Okudera und Flohe gehorchte aufs Wort.
Tolle Zeit damals vor 30 Jahren!
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10.10.2007 | 18.28 Uhr | HannibalLecter Hallo lieber Magic

Durch Zufall habe ich deinen Beitrag und die Lobeshymne auf Heinz Flohe entdeckt und mit großer Begeisterung gelesen.
Ich selber komme aus Euskirchen und kenne Heinz Flohe persönlich. Nein,nein- Ich will hier nicht vermessen oder großkotzig wirken - und mich als "persönlicher Freund" von "Flocke" bezeichnen, aber wir sind uns gut Bekannt. Sei es durch gemeinsame Vorstandsarbeit bei uns im TSC Euskirchen, oder ähnliches.
Ich muss dabei sagen, dass ich selbst als Bj. 1982 ein großer Flohe Fan bin. SO möchte ich mich selbst bezeichnen. Klar, kenne ich ihn im FC Trikot nur auf guter alter "VHS", dennoch habe ich so ziemlich jeden Fitzel über ihn im Laufe der Zeit gesammelt.
Wenn man sich mit ihm über Fußball unterhält (und ich tue fast nichts anderes wenn wir uns begegnen*g*) dann schlägt mein Herz gleich doppelt so schnell, wenn er von seiner aktiven Zeit spricht.

Für mich ist er der "Beste FC Spieler" aller Zeiten

Grüße aus Euskirchen

Dr. Hannibal Lecter
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10.10.2007 | 15.42 Uhr | Kieler Storch Was für eine nette zufällige Entdeckung auf dieser Seite.
Flohe war auch mein absoluter Lieblingsspieler. Kein Spieler vor oder nach ihm konnte mich mehr so begeistern wie er.
Ich bin seit Jahrzehnten als Kieler glühender Anhänger von Holstein Kiel. Flohe war verantwortlich dafür, dass ic durch meine Mutter das Blau meiner Blau-Weiß-Roten Holstein-Fahne abtrennen ließ, und mir als Köln-Fahne zusammen mit diversen Flohe-Bildern übers Bett hängte (darf aber keiner sonst in Kiel wissen).
Ja, es ist richtig, auch ich habe Flohe immer sofort am Laufstil erkannt. Einzgartig. Schnell, gewandt,dynamisch, fließende Bewegungsabläufe. Ein großartiger Spieler. In meinem Umfeld allerdings schüttelten alle ein wenig den Kopf über meine Leidenschaft für ihn.
Das entscheidende Spiel um die Meisterschaft 78 gegen St Pauli im Volksparkstadion habe ich übrigens mit Gänsehaut live miterlebt.
Ich habe nie verstanden, warum die anderen meine Begeisterung nicht teilen konnten.
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10.10.2007 | 14.11 Uhr | Harry san Hi Magic,
Du schreibst mir aus der Seele. Ich als kölscher Jung bin mit dem FC gross geworden, und auch für mich war "Flocke" ein genialer Fußballer, ein echter Brasilianer. Nicht zu vergessen seine Spässchen mit dem Rasenvertikutierer Vogts, den er wirklich auf dem Raum eines Bierdeckels schwindelig spielen konnte. Obwohl so lang her, Euro 1976, erinnere ich mich noch deutlich, wie aufreizend cool und unhaltbar er seinen Elfer reingehauen hat und auch, wie sichtlich nervös Hoeness beim Zurechtlegen des Balles war.
"Flocke", definitiv einer der feinsten und elegantesten Kicker, die Deutschland je hatte.
Hat mir sehr gut gefallen, Deine Hymne auf Heinz Flohe!!
Harry (wohnhaft in Tokyo, leider zu weit weg, um den FC live zu sehen)
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10.10.2007 | 14.02 Uhr | Maiky Ich erinnere mich noch gerne wie heute :
 
Nach dem Pokalsieg und der Rückkehr der Mannschaft nach Köln wurde im Geißbockheim gefeiert. Abgeschirmt durch die Polizei. Wir standen davor in der Erwartung, unsere Helden zu sehen.
Irgendwann spät öffnete Flocke die Tür. Den Pokal in der Hand. Gefüllt. Er ging durch die Reihen der Polizei mit den Worten : Loßt minge Fans erinn. Wir durften alle einen Schluck nehmen.
 
Solche echten und volksnahen 'Stars' vermisst man heute sehr sehr. Das war noch Fussball pur. Lang ist es her.
 

Axel
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10.10.2007 | 10.57 Uhr | schulze Du hast ja so Recht
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10.10.2007 | 10.08 Uhr | DerEiler Schön sich an die erfolgreichen Zeiten erinnern zu lassen..
Wenn ich die Spieler von damals aufzählen müsste, Flohe wäre unter den ersten drei bis vier dabei. Bei anderen Namen wie Simmet oder Strack überlegt man schon länger. Insofern wird Flocke zumindest in den Köpfen der FC Fans schon geehrt...
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10.10.2007 | 09.43 Uhr | Mr.Flint Ein wunderbarer Block Magic. Zwar beginnt meine FC (Leidens-)Zeit erst im November 1982, mit einem Heimspiel im UEFA CUP gegen AS Rom aber ab diesem Zeitpunkt habe ich den Verein studiert und vor und zurück auswendig gelernt. Natürlich trifft alles, was Du schreibst auf Flohe zu - allerdings und ich denke darin lag der Hauptgrund, Flohe war auf Grund seiner Art zu kommunizieren nicht Vermarktbar. Zwar spielte dies zur damaligen Zeit nicht so eine Rolle wie heute aber es gab mit dem schönen Hansi Müller, Paul Breitner, Rummenige usw. andere die sich in Deutschland besser vors Licht der Kamera stellen liessen.
Die Idee über weitere FC Spieler und deren Leistungen zu schreiben finde ich sehr gut und trage gerne dazu bei. Ich finde in den Jahren darauf gerade die drei Muskeltiere Steiner, Strack und Schumacher unglaublich.
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10.10.2007 | 08.52 Uhr | SchmahlFC Guten Morgen Magic,
 
stimmt: jaaa der „Flocke“!!!
 
Das war noch einer: Ein Fußballer mit Herz, einer aus der Region und ein feiner Techniker. Durch mein Bj. (1962) geht es mir ähnlich wie Dir....!
 
Ach wat wor dat früher schön, doch in Colonia....
 
summt der
 
Schmahl
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10.10.2007 | 08.36 Uhr | Roeschen Hallo Magic,
 
was für eine schöne Erinnerung! *****
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