"Tickets jetzt sichern!" steht groß auf der Homepage unseres geliebten 1. FC Köln. Aber nicht etwa für eines der folgenden Liga-Heimspiele, sondern für einen etwas außergewöhnlichen Winterkick.
Am 26.1. kommt es im Müngersdorfer Stadion zur Freundschaftspartie des FC und Bayer 04. Wie passt das denn?
Richtige Frage. Die Antwort darauf wird kein normaler Fan geben können, sondern höchstens der Marketingchef des FC oder der Bayer-Sportbeauftragte. Also Menschen, die nicht wissen, wie ein gerader Pass zu spielen ist.
Man muss schon wirklich keine Ahnung von Fußball und dessen Gefühlen und Emotionen haben, um ein solches Testspiel anzusetzen.
Es muss ja jemanden gegeben haben, der sich gedacht hat: "Warum machen wir nicht mal ein Freundschaftsspiel gegen Bayer 04. Das wird bestimmt toll."
Sicher nicht. Es sind noch heute ca. 30000 Karten für das Spiel zu haben, selbst in geliebten Blöcken wie S3 gibt es noch über 300 Tickets.
Zum Glück haben schon viele aktive Fans und Fanclubs ihre Abwesenheit von diesem Spiel angekündigt. Im besten Fall folgen ihnen auch normale Fans. Ein solches Spiel ist einfach eine Beleidigung für jegliche Rivalität, für jegliche Gefühle, die ein Kölner Fußballfan hat.
Wie soll bei diesem Spiel echte Stimmung aufkommen? Was soll dieses Spiel auf den Rängen bezwecken? Wer tut sich das an?
Es scheint so, als wäre das Spiel aus rein wirtschaftlichen und vereinspolitischen Gründen angesetzt worden. Die Sponsoren werden im Stadion Sturm laufen mit Flyern, Werbebanden, Torwänden, Videos über die Leinwand und sonstigen nervigen Angewohnheiten.
In der Business-Loge wird es heißen "sehen und gesehen werden". In den Blöcken für das "Fußvolk" kann man hoffentlich die Zuschauer mit dem bloßen Auge durchzählen.
Aber was soll das Spiel dann, wenn die Fans fernbleiben?
Der 1. FC Köln, der sich in den letzten Jahren wegen mehrerer Spieler mit Bayer 04 in der Wolle hatte, möchte zeigen, dass man auch freundschaftlich miteinander umgehen kann.
Der 1. FC Köln will beweisen, dass sich Fans zweier Mannschaften nicht immer anpöbeln oder angreifen müssen, dass ein Derby auch friedlich ablaufen kann.
Der 1. FC Köln will seinen Wirtschaftspartnern ein weiteres Highlight bieten, um sie längerfristig an den Verein zu binden.
Sehr traurige Gründe, um so ein Freundschaftsspiel anzusetzen.
Es geht im Fußball leider immer mehr um wirtschaftliche Interessen, um die Geschäftskunden, um wirtschaftliche Zusammenarbeit - egal, mit wem. Und wenn es mit dem Verein sein muss, den man, wenn man FC-Fan ist, einfach nicht leiden kann.
Wen interessiert es, ob der FC wirtschaftlich mit Bayer auf Augenhöhe ist? Brauchen wir für diesen Beweis ein Freundschaftsspiel? Wäre ein lukrativer Transfer auf Kölner Seite nicht auch mal ein guter Beweis?
Der einfache Fan interessiert sich für dieses Spiel einfach nicht. Da hilft auch keine Werbung. Ein Spiel gegen Leverkusen ist etwas Besonderes, darauf freut man sich Monate lang. Da ist Konkurrenz, Wut, Emotion, ein richtiger Gegner - alles, nur kein Partner für ein Freundschaftsspiel.
Aber wie macht man das Jemandem weiß, der in einem fliegenden Bierbecher beim Derby nur Reinigungskosten auf sich zukommen sieht, nicht aber den Ausdruck von Anspannung und Emotion.
Am 26.1. kommt es im Müngersdorfer Stadion zur Freundschaftspartie des FC und Bayer 04. Wie passt das denn?
Richtige Frage. Die Antwort darauf wird kein normaler Fan geben können, sondern höchstens der Marketingchef des FC oder der Bayer-Sportbeauftragte. Also Menschen, die nicht wissen, wie ein gerader Pass zu spielen ist.
Man muss schon wirklich keine Ahnung von Fußball und dessen Gefühlen und Emotionen haben, um ein solches Testspiel anzusetzen.
Es muss ja jemanden gegeben haben, der sich gedacht hat: "Warum machen wir nicht mal ein Freundschaftsspiel gegen Bayer 04. Das wird bestimmt toll."
Sicher nicht. Es sind noch heute ca. 30000 Karten für das Spiel zu haben, selbst in geliebten Blöcken wie S3 gibt es noch über 300 Tickets.
Zum Glück haben schon viele aktive Fans und Fanclubs ihre Abwesenheit von diesem Spiel angekündigt. Im besten Fall folgen ihnen auch normale Fans. Ein solches Spiel ist einfach eine Beleidigung für jegliche Rivalität, für jegliche Gefühle, die ein Kölner Fußballfan hat.
Wie soll bei diesem Spiel echte Stimmung aufkommen? Was soll dieses Spiel auf den Rängen bezwecken? Wer tut sich das an?
Es scheint so, als wäre das Spiel aus rein wirtschaftlichen und vereinspolitischen Gründen angesetzt worden. Die Sponsoren werden im Stadion Sturm laufen mit Flyern, Werbebanden, Torwänden, Videos über die Leinwand und sonstigen nervigen Angewohnheiten.
In der Business-Loge wird es heißen "sehen und gesehen werden". In den Blöcken für das "Fußvolk" kann man hoffentlich die Zuschauer mit dem bloßen Auge durchzählen.
Aber was soll das Spiel dann, wenn die Fans fernbleiben?
Der 1. FC Köln, der sich in den letzten Jahren wegen mehrerer Spieler mit Bayer 04 in der Wolle hatte, möchte zeigen, dass man auch freundschaftlich miteinander umgehen kann.
Der 1. FC Köln will beweisen, dass sich Fans zweier Mannschaften nicht immer anpöbeln oder angreifen müssen, dass ein Derby auch friedlich ablaufen kann.
Der 1. FC Köln will seinen Wirtschaftspartnern ein weiteres Highlight bieten, um sie längerfristig an den Verein zu binden.
Sehr traurige Gründe, um so ein Freundschaftsspiel anzusetzen.
Es geht im Fußball leider immer mehr um wirtschaftliche Interessen, um die Geschäftskunden, um wirtschaftliche Zusammenarbeit - egal, mit wem. Und wenn es mit dem Verein sein muss, den man, wenn man FC-Fan ist, einfach nicht leiden kann.
Wen interessiert es, ob der FC wirtschaftlich mit Bayer auf Augenhöhe ist? Brauchen wir für diesen Beweis ein Freundschaftsspiel? Wäre ein lukrativer Transfer auf Kölner Seite nicht auch mal ein guter Beweis?
Der einfache Fan interessiert sich für dieses Spiel einfach nicht. Da hilft auch keine Werbung. Ein Spiel gegen Leverkusen ist etwas Besonderes, darauf freut man sich Monate lang. Da ist Konkurrenz, Wut, Emotion, ein richtiger Gegner - alles, nur kein Partner für ein Freundschaftsspiel.
Aber wie macht man das Jemandem weiß, der in einem fliegenden Bierbecher beim Derby nur Reinigungskosten auf sich zukommen sieht, nicht aber den Ausdruck von Anspannung und Emotion.
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17.01.2008 | 21.50 Uhr | Roeschen
Na ja, wenn der FC damit beweisen möchte, dass man entgegen der Feindlichkeiten Annäherung üben möchte, beweisen möchte, dass es auch ohne geht, ist das nicht unbedingt ein Wirtschaftsfaktor oder?
Willkommen im Blog und Grüße Röschen
Willkommen im Blog und Grüße Röschen
17.01.2008 | 11.57 Uhr | Wumpel
Ich war auch skeptisch, als ich von der Ansetzung gehört habe, und die kommt ja noch aus Tagen, an denen die Emotionen über den Helmes-Trasfer noch einigermaßen frisch waren. Was hat man sich davon versprochen?
Ein 'Freundschaftsspiel' wird es sicher nicht. Wenn sich Fans finden, die sich das Spiel ansehen, wird es wohl 90 Minuten lang "Scheiß-Leverkusen", "Haberland-Puff" und "asoziale Kölner in der Bahnhofsmission" zu hören geben. Ein bisschen Hass und eine Menge rituelle Beschimpfungen, die die Herren auf den Business Seats sicher nicht nur belustigen.
Zudem sind die Ticketpreise gepfeffert, z.Zt. kosten Sitzplätze für diesen Trainingskick zwischen 12 und 38 Euro. Ich kann nur persönlich für mich als Dauerkarteninhaber sprechen: Mich reizt dieses Spiel nicht im Geringsten.
Ein 'Freundschaftsspiel' wird es sicher nicht. Wenn sich Fans finden, die sich das Spiel ansehen, wird es wohl 90 Minuten lang "Scheiß-Leverkusen", "Haberland-Puff" und "asoziale Kölner in der Bahnhofsmission" zu hören geben. Ein bisschen Hass und eine Menge rituelle Beschimpfungen, die die Herren auf den Business Seats sicher nicht nur belustigen.
Zudem sind die Ticketpreise gepfeffert, z.Zt. kosten Sitzplätze für diesen Trainingskick zwischen 12 und 38 Euro. Ich kann nur persönlich für mich als Dauerkarteninhaber sprechen: Mich reizt dieses Spiel nicht im Geringsten.








