In diesen Tagen läuft bis zum 31.Mai “Sommerblut 8. Internationales Kulturfestival”
Es wartet mit Konzerten, Film, Tanz, Theater, Comedy, Kabarett, Lesungen und Ausstellungen auf und soll internationalen Künstlern Raum für gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung bieten..
Ich bin gestern ganz spontan zu Vedran Aladrovic`s “Himmel ist vorüber”(und das sterben hört nie auf) der zu einer Proaktiven Lesung eingeladen hatte und hatte nicht die Qual der Wahl, denn Vedran vermochte alle oben genanten Sparten zu bedienen.
Was ist denn Proaktiv dachte ich und ahnte schon das dies kein ruhiger Abend werden wird und hoffte nur , dass ich nicht aktiv werden müsste…….um es vorwegzunehmen ich hatte Glück.
ich habe es dann später gegooglet
“Proaktivität (bzw. proaktiv) ist ein Neologismus, dessen einzelne Bestandteile aus dem Lateinischen stammen (pro lat. vor, für; activus lat. tätig); wörtlich übertragen bedeutet proaktiv voraushandelnd. Gemeint ist meist ein frühzeitiges initiatives im Gegensatz zu einem abwartenden reaktiven Handeln bzw. teilweise auch eine besondere Bejahung des Handelns als innere Einstellung“
Es war ziemlich laut u. a. lief Rosenstolz zu Videokunst, er performte, tanzte und lass aus seinen z. T. verstörenden und berührenden Prosa Texten.
Himmel ist vorüber
Sommerblut
In „Amour Constitutionnel“ erklärte wie der amerikanische Staat funktioniert und wie es passieren konnte, dass es in Guantanamo, zu solch gravierenden Menschenrechtsverletzungen kommen konnte. Das ganze wurde mit (zum Teil nicht jugendfreien) Bildern, Texten Lichteffekten und lauter Musik inszeniert.
Sicher wollte er damit provozieren und ich finde das ist ihm auch gelungen. Er fragte wie es denn sein kann das in Guantanamo, Bürger ohne Verhandlung so lange gefangen gehalten werden konnten. Er zeigte auch Bilder von den entwürdigenden und Menschenrechts verachtenden Folter- und Verhörmethoden, dazwischen immer wieder pornografische Bilder.
Der gebürtige Kroate, der mindestens vier Sprachen fließend spricht, bewies sich als souveräner „Lehrmeister„ während er seine Texte virtuell in Mimik , Gestik und Stimmlage, manchmal süffisant leise, manchmal schreiend , intonierte.
Dabei verarbeitete er Themen, wie Liebe, deren Ende, den Tod einer hässlichen Freundin, Angst, den Suizid einer nahen Angehörigen und behauptet wenn er das alles erlebt hätte, wäre er schon tot….. und dies weit weniger kommerziell, als man es sonst gewohnt ist.
Wer Zeit und Lust hatte, konnte sich noch auf der anschließenden After Show Party amüsieren und dabei feststellen, das der junge Künstler, der im World Wide Web ein unbeschriebenes Blatt ist, und sich wunderte das ,dass Publikum durchhielt , ansonsten mit beiden Beinen fest im Leben steht.
In einen seiner Texte mit dem gleichnamigen Titel , konnte er die Behauptung nicht vergessen „Wo du stehst ist vorne“ , doch die Protagonistin der Geschichte hatte zu weit vorne gestanden, sie hat sich aus dem Fenster gestürzt, ob er damit , selbst erlebtes oder z.B. ein Kriegstrauma verarbeitete , wie in einem weiteren Text, in dem er versucht im dunklen Wald einen Weg zu finden, blieb unklar.
Auf jeden Fall war seine Performance sehenswert, er hat damit sein Publikum gute zwei Stunden ( abzüglich der Pause) unterhalten.
Leider gibt es von ihm nichts Gebundenens. Prosa nachzuerzählen, würde sie verfälschen.
Manchmal musste, ich vor lauter Lichteffekten die Augen schließen (die Ohren ging ja nicht;)) so vielfältig waren die Eindrücke.
Wenn man bedenkt welche Sparten, der junge Künstler hier eindrucksvoll bedient und Aussagefähig miteinander verknüpft hat : Film Text , Tanz, Performance, “Gesang”, .dann kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen.
Das Motto des Kulturfestivals, hat er auf jeden Fall getoppt, nämlich:”einen Ort des kreativen Schaffens, des menschlichen Ausdrucks, der sichtbar werdenden Innenwelten, der menschlichen Leidenschaften, zu schaffen.
Es wartet mit Konzerten, Film, Tanz, Theater, Comedy, Kabarett, Lesungen und Ausstellungen auf und soll internationalen Künstlern Raum für gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung bieten..
Ich bin gestern ganz spontan zu Vedran Aladrovic`s “Himmel ist vorüber”(und das sterben hört nie auf) der zu einer Proaktiven Lesung eingeladen hatte und hatte nicht die Qual der Wahl, denn Vedran vermochte alle oben genanten Sparten zu bedienen.
Was ist denn Proaktiv dachte ich und ahnte schon das dies kein ruhiger Abend werden wird und hoffte nur , dass ich nicht aktiv werden müsste…….um es vorwegzunehmen ich hatte Glück.
ich habe es dann später gegooglet
“Proaktivität (bzw. proaktiv) ist ein Neologismus, dessen einzelne Bestandteile aus dem Lateinischen stammen (pro lat. vor, für; activus lat. tätig); wörtlich übertragen bedeutet proaktiv voraushandelnd. Gemeint ist meist ein frühzeitiges initiatives im Gegensatz zu einem abwartenden reaktiven Handeln bzw. teilweise auch eine besondere Bejahung des Handelns als innere Einstellung“
Es war ziemlich laut u. a. lief Rosenstolz zu Videokunst, er performte, tanzte und lass aus seinen z. T. verstörenden und berührenden Prosa Texten.
Himmel ist vorüber
Sommerblut
In „Amour Constitutionnel“ erklärte wie der amerikanische Staat funktioniert und wie es passieren konnte, dass es in Guantanamo, zu solch gravierenden Menschenrechtsverletzungen kommen konnte. Das ganze wurde mit (zum Teil nicht jugendfreien) Bildern, Texten Lichteffekten und lauter Musik inszeniert.
Sicher wollte er damit provozieren und ich finde das ist ihm auch gelungen. Er fragte wie es denn sein kann das in Guantanamo, Bürger ohne Verhandlung so lange gefangen gehalten werden konnten. Er zeigte auch Bilder von den entwürdigenden und Menschenrechts verachtenden Folter- und Verhörmethoden, dazwischen immer wieder pornografische Bilder.
Der gebürtige Kroate, der mindestens vier Sprachen fließend spricht, bewies sich als souveräner „Lehrmeister„ während er seine Texte virtuell in Mimik , Gestik und Stimmlage, manchmal süffisant leise, manchmal schreiend , intonierte.
Dabei verarbeitete er Themen, wie Liebe, deren Ende, den Tod einer hässlichen Freundin, Angst, den Suizid einer nahen Angehörigen und behauptet wenn er das alles erlebt hätte, wäre er schon tot….. und dies weit weniger kommerziell, als man es sonst gewohnt ist.
Wer Zeit und Lust hatte, konnte sich noch auf der anschließenden After Show Party amüsieren und dabei feststellen, das der junge Künstler, der im World Wide Web ein unbeschriebenes Blatt ist, und sich wunderte das ,dass Publikum durchhielt , ansonsten mit beiden Beinen fest im Leben steht.
In einen seiner Texte mit dem gleichnamigen Titel , konnte er die Behauptung nicht vergessen „Wo du stehst ist vorne“ , doch die Protagonistin der Geschichte hatte zu weit vorne gestanden, sie hat sich aus dem Fenster gestürzt, ob er damit , selbst erlebtes oder z.B. ein Kriegstrauma verarbeitete , wie in einem weiteren Text, in dem er versucht im dunklen Wald einen Weg zu finden, blieb unklar.
Auf jeden Fall war seine Performance sehenswert, er hat damit sein Publikum gute zwei Stunden ( abzüglich der Pause) unterhalten.
Leider gibt es von ihm nichts Gebundenens. Prosa nachzuerzählen, würde sie verfälschen.
Manchmal musste, ich vor lauter Lichteffekten die Augen schließen (die Ohren ging ja nicht;)) so vielfältig waren die Eindrücke.
Wenn man bedenkt welche Sparten, der junge Künstler hier eindrucksvoll bedient und Aussagefähig miteinander verknüpft hat : Film Text , Tanz, Performance, “Gesang”, .dann kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen.
Das Motto des Kulturfestivals, hat er auf jeden Fall getoppt, nämlich:”einen Ort des kreativen Schaffens, des menschlichen Ausdrucks, der sichtbar werdenden Innenwelten, der menschlichen Leidenschaften, zu schaffen.
Schlagworte: Sommerblut | junger Performance Künstler | ganz andere Lesung | Prosa | Festival | Köln
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17.05.2009 | 14.44 Uhr | Zabaione
Röschen, na wenigstens etwas, es gab noch mehr Sätze , ich weis nicht ob er damit ein Trauma verarbeitet hat, dem widerspricht;"Wenn ich das alles erlebt hätte dann wäre ich schon tot......! Ich lad` mal ein paar Handybilder runter von seinen Plakaten -
gruß
zabaione
gruß
zabaione
17.05.2009 | 11.00 Uhr | Roeschen
Wo du stehst ist vorne
Schöner Satz Zabi! Der einzige, an dem ich in Deinem Beitrag hängen geblieben bin. Gefällt mir sehr. Gerade, weil ich im Moment das Buch von Schlingensief lese und mir gerade im Moment auch ähnliche Gedanken bei Steinfels Beitrag über den Papst gekommen sind.
Es geht im Leben ja doch nur um das "vorne"..Das Gestern sollte nicht ständig einen all zu großen Einfluß haben und nicht ständig auf das Gestern egschaut werden.
Leben wir im Jetzt und schauen wir nach vorne. Wer den Tod, als die einzige große Wunde der Welt, in seinem Körper erfahren hat oder es bei andern mitbekommen hat, wird diesen Blickwinkel sicher viel eher bekommen. Daher erübrigt sich die Frage:" Hat Leiden einen Sinn?"
Ja...es hat einen Sinn, nämlich zumindestens zu dieser Erkenntnis zu kommen und den anderen Menschen davon zu erzählen.
Lieben Gruß
Röschen
Schöner Satz Zabi! Der einzige, an dem ich in Deinem Beitrag hängen geblieben bin. Gefällt mir sehr. Gerade, weil ich im Moment das Buch von Schlingensief lese und mir gerade im Moment auch ähnliche Gedanken bei Steinfels Beitrag über den Papst gekommen sind.
Es geht im Leben ja doch nur um das "vorne"..Das Gestern sollte nicht ständig einen all zu großen Einfluß haben und nicht ständig auf das Gestern egschaut werden.
Leben wir im Jetzt und schauen wir nach vorne. Wer den Tod, als die einzige große Wunde der Welt, in seinem Körper erfahren hat oder es bei andern mitbekommen hat, wird diesen Blickwinkel sicher viel eher bekommen. Daher erübrigt sich die Frage:" Hat Leiden einen Sinn?"
Ja...es hat einen Sinn, nämlich zumindestens zu dieser Erkenntnis zu kommen und den anderen Menschen davon zu erzählen.
Lieben Gruß
Röschen








