KVB und ihre Kontrollen
Manche Fahrgäste fühlen sich durch Großkontrollen der KVB unangemessen behandelt. (Foto: Thorsten Mo
Zum aktuellen Artikel kann ich sagen: ich bin auch schon mal in so eine "Kontrolle unter Polizeischutz" geraten. Vorweg: als Nutzerin eines JobTickets fahre ich nicht schwarz und es war mitten im Berufsverkehr, als man diese "Kontrolle" durchführte. Ich selber würde es als Freiheitsberaubung bezeichnen. Man durfte nicht aussteigen. Ich stand zufällig ganz vorne an der Tür der vollen Bahn und wurde von anderen Fahrgästen gegen die menschliche Barriere in Form eines "Kontrolleurs" gedrückt, der mich dann gleich handgreiflich zurückdrängte und in einem wirklich pampigen Ton nach dem Fahrschein verlangte.
 
So leid es mir tut und so viel Verständnis ich auch für Kontrollen habe, diese Art der "Kontrollen" finde ich absolut unmöglich und unzumutbar. Vor allem, weil ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass eine nicht geringe Anzahl von "Kontrolleuren" das Selbstbild eines Hilfssherriffs an den Tag legt und es zu brauchen scheint, anderen Menschen so begegnen.
 
"Fahrgäste per se als Schwarzfahrer vorverurteilt"
 
Ja, mir paßt dieser ruppige, unfreundliche, unterdrückerisch wirkende Umgang mit Fahrgästen (die zur Zeit der Kontrolle übrigens überwiegend Menschen sind, die sich auf dem Weg zum Arbeitsplatz befinden) überhaupt nicht und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass es der KVB gestattet ist, die Meinungsäußerung einer anderen Person aus dem Internet löschen zu lassen.
 
Mal sehen, wie lange meine Meinung hier stehen bleibt.
 
Achja: ich fahre in letzter Zeit meistens mit dem Rad. Bahn- und Busfahrer haben meinen Respekt, denn die Arbeit verlangt ihnen schon einiges ab. Aber das Niveau eine großen Anzahl der "Kontrolleure" ist nach meiner Erfahrung eher unterirdisch (hierin eingeschlossen auch die Personen, die als "Sicherheitspersonal" mit Hunden "auf Streife gehen").
 
Das ist einfach die Erfahrung, die ich gemacht habe. Und ich finde es richtig, sowohl positive wie auch negative Erfahrungen äußern zu können.
 
Ich habe nichts gegen Kontrollen, wenn sie auf zivile Art und Weise stattfinden. Aber das, was sich die KVB mit diesen polizeiunterstützten Kontrollen, die alle Fahrgäste per se als Schwarzfahrer vorverurteilt, leistet, finde ich, gelinde gesagt, abartig.
Beitrag ändern
Beitrag bewerten
Erst einloggen, dann bewerten
Note
Stimmen
Aufrufe
weiterempfehlen
Kommentare | 1 bis 14 von 14 Kommentieren
30.08.2013 | 08.24 Uhr | Karl1950 ich kann mich da nur anschließen. Gebe einem eine Uniforn und er fühlt sich wie in vergangenen Zeiten.
Kommentar löschen
Kommentar melden
09.11.2012 | 23.44 Uhr | Profil gelöscht Nein, die Polizei war nicht dabei.
Kommentar löschen
Kommentar melden
09.11.2012 | 15.32 Uhr | Heinz K Waren das denn jetzt die regulären Kontrollen oder eben jene Kontrollen mit Polizeibegleitung wie im Blog beschrieben? Das hättest du eigentlich erwähnen sollen.
Kommentar löschen
Kommentar melden
08.11.2012 | 23.43 Uhr | Profil gelöscht Heute Abend gab es in der Bahn eine Kontrolle. Zum Glück habe ich die Gestapo dank "der Gnade der späten Geburt" nicht mehr erlebt. Aber ich glaube nicht, dass Hitlers Schergen sich so höflich benommen hätten.
 
Die KVB ist unpünktlich; aber was die Kontrollen angeht, habe ich bis jetzt keine negativen Erfahrungen gemacht.
Kommentar löschen
Kommentar melden
30.10.2012 | 16.14 Uhr | Heinz K Es gibt auch noch andere Beispiele von Menschen, die zwar Schwarzfahren, aber nicht asozial sind. Allein das du das nicht differenziert ist doch schon asozial :)
 
Was ist mit jemanden, der genauso hart arbeitet wie du, dafür aber weniger Lohn bekommt? Ist auch asozial, wenn er für dieselbe Leistung nicht denselben Lebensstandard bekommt. Da wäre es doch nur sozial, wenn du seine kostenlose Mitfahrt tolerierst. Das Leben ist nicht in allen Lagen fair zu jedem. Manche haben einfach etwas mehr Glück und wenn du einer dieser Glücklichen bist, dann sei den Unglücklichen gegenüber doch etwas gönnerhafter. Alles andere ist eben asozial. :)
 
Schau mich an, ich bezahle seit Jahren sehr viel Geld für mein Monatsticket, obwohl ich immer weniger Bahn fahre. Zur Zeit höchstens 1-2 mal pro Woche. Ich rege mich trotzdem nicht auf und ich habe auch weiterhin genug Geld um mir ein Monatsticket leisten zu können und sei es nur aus Solidarität zu denen, die darauf angewiesen sind. Ich bin glücklich :D
Kommentar löschen
Kommentar melden
29.10.2012 | 21.26 Uhr | Profil gelöscht @paperbackwriter
 
Stimmt, ich vergaß als Abonnent die kundenunfreundlichen Fahrkartenautomaten und für viele Touris wohl auch ziemlich unklaren Regeln, mal abstempeln und mal nicht.
Kommentar löschen
Kommentar melden
29.10.2012 | 11.40 Uhr | paperback writer @ gareth
 
²Das ist für mich ein asoziales Verhalten, weil es uns alle schädigt. Denn wir alle müssen die Fahrpreise für diese Asozialen mitbezahlen."
 
Es ist nicht alles asozial, was danach aussieht. Wer als Seltenfahrer oder gar als Tourist in den KVB nicht weiß, dass er nur mit einer aufgeladenen Karte bzw. mit bis auf den Cent abgezähltem Münzgeld sein Ticket erwerben kann, der kann schon mal verzweifeln.
Kommentar löschen
Kommentar melden
27.10.2012 | 15.52 Uhr | dhorade85 Das klingt aber nicht nach einer typischen Fahrscheinkontrolle der KVB, was hier beschrieben wurde und es scheint mir ein eher unglücklicher Ablauf im Gedränge mit Beteiligung anderer Fahrgäste zu sein.
 
Ich habe auch ein Jobticket und fahre täglich mit der KVB, die Kontrollen liefen immer zivil und ordentlich ab und Höflichkeit fehlte auch nie. Hilfssheriffe habe ich noch nie getroffen und polizeiunterstützte Kontrollen auch noch nicht erlebt, das mit der Freiheitsberaubung ist doch wohl sehr übertrieben? Ggf. steigen die Kontrolleure mit dem Fahrgast aus, wenn die Zeit zur Überprüfung nicht mehr ausreicht, aber das kommt auch sehr selten vor.
 
Abartiges Verhalten kann man beim KVB-Fahren durchaus regelmässig erleben, dafür sorgen z. B. alkoholisierte oder anderweitig gestörte Fahrgäste, vielleicht ist auch der ein oder andere mit Verfolgungwahn dabei.
Kommentar löschen
Kommentar melden
26.10.2012 | 21.59 Uhr | Profil gelöscht Die Kontrollen in Köln sind:
- extrem selten
- extrem höflich
- völlig ineffizient
 
Beobachtet:
Ein Mensch stellt sich mehrere Haltestellen vor den Fahrkartenautomaten und wirft in unregelmäßigen Abständen eine Münze ein, die er kurz darauf wieder zurückfordert. Wenn kein Kontrolleur da ist, steigt er an seiner Zielhaltestelle aus und hat alle geschädigt, die ein Ticket gekauft haben.
 
Das ist für mich ein asoziales Verhalten, weil es uns alle schädigt. Denn wir alle müssen die Fahrpreise für diese Asozialen mitbezahlen.
Kommentar löschen
Kommentar melden
26.10.2012 | 21.41 Uhr | Profil gelöscht Lieber Heinz K.,
was ist daran asozial, wenn ich der Meinung bin, dass ein Mensch, der eine Einrichtung nutzt, auch dafür bezahlt? ! Wenn du der Meinung bist, dass es ok ist, von a nach b befördert zu werden, ohne dafür zu bezahlen, dann möchte ich dich jetzt schon bitten, mich am Montag morgen um 7 Uhr abzuholen und in die Innenstadt zu fahren. Meine weiteren Fahrtziele sind am Dienstag um 11 Uhr das Bezirksrathaus Nippes und danach um 18 Uhr Klettenberg. Schön, dass du mich kostenlos beförderst.
Kommentar löschen
Kommentar melden
26.10.2012 | 14.38 Uhr | Heinz K Mir ist das zwar noch nicht passiert, aber die Beschwerden über diese Art und Kontrolle häufen sich und es wirklich ein absolutes Unding, wenn die KVB Meinungen dazu aus dem Internet löschen lässt. Da weiss man doch schon, daß es nicht wirklich mit zumutbaren Dingen zugeht.
 
Gareth:
"Übrigens auch in meinem Interesse, denn ich sehe nicht ein, mit meinem Aboticket für asoziale Mitmenschen letztlich mitzubezahlen. "
 
Das klingt aber auch ziemlich asozial :)
 
Dein Vorschlag mit der Metro ist wohl praktisch nicht umsetzbar. Die Metro ist rein unterirdisch, die Zugänge zu den Stationen sind also erheblich begrenzt. Wie willst du bei einer Straßenbahnhaltestelle solche Zugangssperren anbringen?
 
Die Kontrollen sind schon notwendig, nur sollten sie nicht so gemacht werden, daß es den ehrlichen Kunden bestraft.
Kommentar löschen
Kommentar melden
25.10.2012 | 13.14 Uhr | ing.lambertz Kontrolle muss sein.
 
Es gibt immer Verbrecher, die schwarz fahren. Siehe Hier.
 
Gruß Lemm(y)i - Sc hwarzfahrer
Kommentar löschen
Kommentar melden
25.10.2012 | 12.03 Uhr | Paula Bei mir ist es einige Jahre her, dass ich derlei Kontrollen in Hürth-Hermülheim erlebt habe. Bei allem Verständnis hatte ich ein so ungutes Gefühl, wie du es hier beschreibt. Es wurde sich dann massiv bei den KVB beschwert, und es wurde zugesagt, die Kontrolleure besser zu schulen. - Ist offenbar nicht wirklich gelungen...
Kommentar löschen
Kommentar melden
24.10.2012 | 22.45 Uhr | Profil gelöscht Da habe ich ganz andere Erfahrungen. Die Kontrolleure bestehen auf ihrer berechtigten Forderung, den Fahrschein zu sehen, und tun dies in einer angemessenen Weise. Ich halte diese Vorgehensweise für völlig berechtigt. Übrigens auch in meinem Interesse, denn ich sehe nicht ein, mit meinem Aboticket für asoziale Mitmenschen letztlich mitzubezahlen.
 
Ich würde zumindest an den Ubahn-Stationen auch die Pariser Regelung in Köln begrüßen: kein Zugang zur Haltestelle und auch kein Verlassen ohne gültiges Ticket. In Paris sind die Metro-Stationen geradezu hermetisch mit mannshohen Gittern verriegelt.
Kommentar löschen
Kommentar melden
Kommentar schreiben
1000/1000
Zeichen übrig
Beitrag suchen
Neu hier? Fragen? Anregungen?
Der direkte Draht zum Stadtrat ist hier. Einfach auf das Icon klicken.