Für mich ein schlimmer Gedanke: kein Zuhause zu haben und damit auch kein Dach über dem Kopf. In der vergangenen Woche haben wir zwei Tage einen Kölner Obdachlosen beherbergt. Ein Erfahrungsbericht.
 
Auf den ersten Blick sieht man Dennis (Name geändert) nicht an, dass er auf der Straße lebt.
 
Wir suchen einen neuen Untermieter, und er stellt sich vor. Seine Kleidung sieht einigermaßen sauber aus. Seine Begleitung - ein süßer 3-monatiger Mischlingshund - gewinnt sofort alle Herzen.
 
Die Geschichte, die er uns erzählt ist abenteuerlich. Pilger auf dem Jacobsweg, Kellner auf Mallorca, Mitarbeiter in Discos usw.
.
Und jetzt komme er gerade aus Österreich, wo er längere Zeit gelebt habe.
 
Seine Miete werde die Arge übernehmen, die Formulare hat er auch gleich schon dabei.
 
Mein Mann und ich schauen uns wortlos an und wissen, dass wir beide genau das gleiche denken.
 
Warum schafft es ein gesunder 30jähriger mit solch umfangreichen Erfahrungen nicht, selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen?
 
Aber vielleicht braucht er ja ein wenig Zeit, um sich in Köln zu orientieren. Die Konjunktur hat zwar angezogen, aber mit neuen Jobs sind die Straßen immer noch nicht gepflastert.
 
Dennis meint dazu: "Ich möchte es lieber einfacher haben. Meine Ruhe. Und ich würde auch sehr gern auf dem Lande leben. Ich halte mich gern draußen auf.
Es wäre toll, wenn ich mir in eurem Garten ein Eckchen für mich zurechtmachen könnte."
 
Die Idee mit dem Privateckchen für Dennis in unserem Garten gefällt meinem Mann gar nicht so gut.
 
Aber da Devil, Dennis Hund, so sympatisch ist, lassen wir Dennis zur Probe für einige Tage einziehen.
 
Vielleicht kann er ja das Herbstlaub im Garten zusammenfegen oder sich sonst nützlich im Haus erweisen?
 
Am Abend bereite ich für alle eine Lasagne zu. Als wir gegessen haben, macht Dennis keine Anstalten beim Tisch abräumen oder beim Küche aufräumen zu helfen.
 
Ich habe Zweifel: Hat er wirklich schon als Kellner in der Gastronomie gearbeitet. Oder war das nur ein schönes Märchen?
 
Am nächsten Morgen ist er zum Frühstücken in Köln verabredet. Als er abends wiederkommt, ist es dunkel. Mein Mann hat das Laub allein zusammengefegt.
 
Ich habe keine Lust mehr, Dennis ein Abendessen anzubieten. Aber Devil bekommt einen kleinen Leckerbissen.
 
Mein Mann bemerkt, dass es etwas streng im Haus riecht. Dort, wo Dennis und Devil entlanggegangen sind, weht ein undefinierbarer, uangenehmer Geruch-Komplex.
 
Wahrscheinlich ungewaschene Klamotten in Dennis übergroßem Rucksack. Die Jacke, die Dennis trägt, dient häufig auch als Unterlage für Devil.
 
Ich überlege, ob ich Dennis anbieten soll, dass er seine Klamotten bei uns waschen kann. Aber das wäre dann ein Riesenberg, der nicht trocken zu kriegen wäre. Denn mein Trockner hat den Geist aufgegeben. Im Heizungskeller würde der Platz zum Aufhängen nicht reichen.
 
Ich könnte ihn auch zu einem Waschsalon fahren, damit er seine Wäsche dort trockenen kann.
 
Aber andererseits bin ich dafür nicht zuständig. In Köln gibt es Anlaufstellen wie z. B. Gulliver am Hauptbahnhof, wo Obdachlose Wäsche waschen können.
 
Wahrscheinlich hat er keinen Bock, seine Wäsche zu waschen.
 
Und ich hab keinen Bock auf diesen Gestank in meinem Haus!
 
Im Auto-Radio höre ich, dass Designer jetzt den Obdachlosen-Schick auf den Laufsteg bringen. Mehrere Lagen eben, nichts passt zueinander. Alles ist möglich. Als Models fungieren Obdachlose.
 
Hoffentlich nicht in den ungewaschenen Original-Klamotten!
 
Der Reporter fragt drei Kölner Obdachlose, was sie von diesem Trend halten.
 
Zu meinem Erstaunen höre ich, dass Dennis sich unter den Interviewten befindet.
 
Die drei finden diesen Trend auf jeden Fall gar nicht gut. Wichtig sei, dass die Klamotten möglichst warm und praktisch seien.
 
Wieder zu Hause sortiere ich überschüssige Federbetten, Decken und warme Pullover aus. Drei Säcke stopfe ich damit voll. Ich könnte das ja bei Obdachlosen abgeben statt beim Roten Kreuz.
 
"Lass es sein", sagt mein Mann. "Nachher wollen die nur Schlafsäcke haben."
 
Das kann natürlich sein. Und so kriegt das Rote Kreuz meine guten Gaben. Aber ob sie da gut aufgehoben sind, weiß ich auch nicht.
 
Wir beschließen, dass wir die Probezeit für Dennis abbrechen.
 
"Ich glaube, die Chemie stimmt nicht. Es ist mein Problem", sagt mein Mann zu Dennis.
 
Dennis ist keinesfalls schockiert. Er grinst und meint: "Na ja, mein Kumpel in Köln hat sich schon ohne mich gelangweilt.
Und Devil wir es auf der langen Busfahrt zu euch immer schlecht.
 
Aber den Hund nehme ich mit. Der bleibt nicht hier."
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Kommentare | 1 bis 25 von 53 Kommentieren
05.11.2009 | 22.35 Uhr | dr.lach Taxi, die Frage ist, ob er tauschen will, der Schmarotzer und Obdachlose?
 
Ich werde sicherlich nicht tauschen wollen, weil meine Lebensphilosophie eine andere ist, als die des "Penners". Alkoholismus, verbunden mit mangelnder Ausbildung, zeichnen seinen Weg vor. Ob verschuldet oder nicht.
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05.11.2009 | 22.27 Uhr | Taxania escape
In der Tat, das geht nicht! Wenn ich mich entscheide, Grundregeln der Gesellschaft nicht akzeptieren zu wollen oder gar zu provozieren, muß ich doch damit rechnen, nicht akzeptiert zu werden, sonst stelle !ch mich selbst in Frage
Sowohl in meinem Beitrag als auch jetzt, ich verurteile nicht, im Ggenteil, ich teile auch nicht!
 
Er muß nicht so sein wie ich, wenn er aber z. B. ein geregeltes Dach über den Kopf haben will, dann geht das nur im Rahmen der allg. Grundordnung! Zugang zu dieser zu finden, wird jeder, auch ich, ihm helfen!
Dr.lach
Du wirst doch wissen, in unserer zivilisierten Welt hat alles seinen Preis! Der "stinkende" Obdachlose ist nur bedingt ein Schmarotzer. Was handelt er sich für sein Verhalten ein? Möchtest Du tauschen, wenn Du täglich Dein Essen bekommst, von Idioten" hingeworfen?
 
Allenfalls bedaure ich seine Selbstaufgabe und bin wütend, wenn junge Menschen in der Entwickl. sich auf diese Weise alle Möglichkeit in der Gesellschaft nehmen, bzw. erschwere
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05.11.2009 | 21.58 Uhr | dr.lach Taxi schrieb:
 
"Es gibt doch keinen Sinn über diesen Menschen die Nase zu rümpfen."
 

oh doch, mein Lieber, ich ruempfe aber so was von die Nase, wenn ein Pflegeverweigerer wie ein Pavian duenstet.
 
Weisst du, verehrter Taxania, die "Angepassten" sind es letztendlich, die seine "Freiheit" des suessen Nichtstuns finanzieren. Irgend ein paar Doofe muss es ja geben, damit andere ihre "Individualitaet" ausleben koennen.
 
Das ist Schmarotzertum, das ich nicht unterstuetze.
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05.11.2009 | 21.01 Uhr | escape Hilfe kann doch nur darin bestehen, seine Lebenseinstellung ihm bewußtwerden zu lassen, das ist nicht jedemannns Sache. Vor allem muß der Obdachlose dazu bereit sein.
 
Meinste wirklich, die ist ihm nicht bewusst? Warum muss der so werden wie du??
 
Das Ziel kann nur sein, jeden im Rahmen der Gesetze sein eigenes Leben zu lassen ... ohne sich selbst besser zu fühlen.
 
Aber das geht wohl schlecht.
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05.11.2009 | 20.42 Uhr | Taxania Das Ergebnis aus dem Blog ist doch nicht die Frage, einen Obdachlosen aufzunehmen. Der Kern liegt darin, der "Beschenkte" zog sein Leben als Aussenseiter vor und demonstrierte warum: Die Norm der Gesellschaft ist ihm zuwider! Wenn er von den Angepaßten angegriffen wird, ist das Teil seines Lebens! Sie haben dafür immer die richtige Antwort!
 
Hilfe kann doch nur darin bestehen, seine Lebenseinstellung ihm bewußtwerden zu lassen, das ist nicht jedemannns Sache. Vor allem muß der Obdachlose dazu bereit sein.
 
Es gibt doch keinen Sinn über diesen Menschen die Nase zu rümpfen. Ich gehe ihm aus dem Weg, ist nicht meine Welt! Er macht das Gleiche mit mir! Die Werte der zivilisierten Welt gelten für ihn nicht! Warum wundere ich mich dann über sein Verhalten?
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04.11.2009 | 23.28 Uhr | jesus_vom_lazarett "Dichter und Denker geben aber differenzierter Anlass zur Orientierung."

tja, Schusterchen, mit dem Unterschied, dass die meisten Dichter und Denker Phantasten und philosophisch angehaucht sind.

Die Praxis kennen sie meist gar nicht oder nur vom Hoeren und Sagen.
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04.11.2009 | 19.45 Uhr | Schuster Dubesch hat wohl aus Erfahrung zurückhaltender bei der Herbergssuche argumentiert.
Manchmal findet man auch Tipps in der Literatur oder im Schauspiel;
so in Max Frischs Schauspiel vom "Biedermann und Brandstifter"
aus der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs.
Frisch setzt die Eckpunkte etwas kontrastreicher gegeneienander als es in Nellys Textvorlage geschieht.
Da engagiert sich ein mitfühlender Bürger für einen etwas intriganten Habenichts; in meiner Erinnerung ist das auch die Geschichte eines Einsiedlerkrebses, der höflich seine Wohnung verlässt, weil ihn der "Gast" wegekelt.
"Onkel TOM"
verlangt mit Recht mehr Vernunft auch im Angebot Mildtätiger.
Viele "fromme Leute" auf dem Weg nach Compostela wollen sich selber prüfen und verwirklichen, und de Mangel an Regelbeachtung im Umgang mit den Lebenskünstlern ist nicht einfach, wie Nelly selber bemerkt und entsprechende Konsequenzen zieht.
Dichter und Denker geben aber differenzierter Anlass zur Orientierung.
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04.11.2009 | 19.25 Uhr | jesus_vom_lazarett ok, ein Fixer kann er auch sein, weil man das nicht gleich merkt, wenn er klar in den Augen ist.
 
Eine Alkoholfahne dagegen signalisiert: Weg mit dem Kerl, aber flott.
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04.11.2009 | 19.06 Uhr | Profil gelöscht Nur soviel von mir: Nein ich wuerde mir einen Obdachlosen wie Dennis nicht in`s Haus holen. Da kann ja auch Alkohol noch hinterherkommen.
 
.... das wird wirklich immer besser.
Das Wort "Drogen" ist noch nicht gefallen. Oder ich habe es überlesen!
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04.11.2009 | 18.30 Uhr | ing.lambertz Hallo Nelly,
 
ich habe jetzt nicht die Zeit alle anderen Kommentare zu lesen.
 
Nur soviel von mir: Nein ich wuerde mir einen Obdachlosen wie Dennis nicht in`s Haus holen. Da kann ja auch Alkohol noch hinterherkommen.
 
Ich wuerde mich damit nicht belasten.
 
Gruss Lemm(y)i
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04.11.2009 | 17.06 Uhr | dr.lach Sensemann, es hilft dir bestimmt weiter, wenn du Nelly`s Satz richtig gelesen haettest.

"Ich glaube, dass viele Obdachlose Probleme mit festen Regeln und Pfllichten haben."
 
Sie schrieb von " v i e l e n " .Sie hat nicht behauptet, dass a l l e Probleme mit festen Regeln haetten.

Dein Geseier von "Verallgemeinerung" kannste langsam einstecken.

Bei mir haette der Typ nicht einmal meine Wohnung von innen gesehen, weil ich grundsaetzlich keine Obdachlosen aufnehme. Mich interessiert auch nicht seine "Vorgeschichte". Bin ja nicht sein Psychiater.

Wer als Vermieter nicht eines Tages mit dem Kopf gegen die Wand rennen will, sollte sich seine Gaeste sehr gut aussuchen.

Hier in Venezuela musst du drei Monate im Voraus bezahlen und bekommst nur einen Mietvertrag von 6 Monaten. Sollte sich herausstellen, dass du ein "guter" Mieter bist, verlaengert sich der Vertrag um weitere 6 Monate.

Stimme sua ausdruecklich ihren Kommentaren zu.
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04.11.2009 | 16.24 Uhr | Dubesch Ich zum Beispiel! In meiner allerersten Wohnung habe ich die Kumpels eines Kumpels wohnen lassen, die zuvor, wegen Nichtzahlung der Miete aus ihrer Sozialwohnung in Köln Porz rausgeflogen sind. Zum Dank haben sie mir Geld geklaut und die Keller der Nachbarwohnungen aufgebrochen. Als ich sie dann rauswarf, bekam ich noch einen auf die Fresse.

und ich könnte noch mehr so Geschichten über die armen sozial Benachteiligten erzählen...
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04.11.2009 | 16.17 Uhr | Profil gelöscht Echt, selten habe ich so einen Quatsch gelesen - ich finde, das grenzt schon an Mobbing. Ehrlich: Wer von uns hat einem obdachlosen Menschen denn schon mal sein Haus als Zuflucht angeboten? Aber meckern können alle.
Xokolatl
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04.11.2009 | 15.52 Uhr | Profil gelöscht Elitär ist der richtige ausdruck. Und was ein obdachloser mit
deinen ausgemusterten federbetten anfangen
soll, ist mir ein rätsel.
Da hilft es auch nicht, wenn du jetzt hier erklärungen
nachschiebst. Wer´s glaubt wird seelig.
Ich denke der typ hat erst angefangen zu stinken, als
er nicht willens war, euren dreck weg zumachen.
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04.11.2009 | 15.47 Uhr | Profil gelöscht Merkwürdige Sichtweise: Ich würde es so interpretieren, dass Nellys Mann unsicher war, ob die MENSCHEN im Obdachlosenasyl statt Bettwäsche lieber Schlafsäcke wollen.
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04.11.2009 | 15.31 Uhr | Profil gelöscht trotz Eures Engagements stört mich ein Satz in Deinem Beitrag enorm:

"Lass es sein", sagt mein Mann. "Nachher wollen die nur Schlafsäcke haben."

 
Ja, Sua, genau aus dem Grund !
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04.11.2009 | 14.49 Uhr | Profil gelöscht @Nelly
 
trotz Eures Engagements stört mich ein Satz in Deinem Beitrag enorm:
 
"Lass es sein", sagt mein Mann. "Nachher wollen die nur Schlafsäcke haben."
 
Wer ist "die"?
Wenn ihr mit "die" die Obdachlosen meint, finde ich das schon recht elitär. Denkt mal drüber nach ;-)
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04.11.2009 | 14.42 Uhr | Profil gelöscht @Sense,
warum gehst Du nur vom Schlechtesten aus?
 
Nelly und ihr Mann haben ihm von Anfang an eine Chance gegeben - ohne Ansehen der Person. Das finde ich absolut okay.
Es spricht für ihre Toleranz, ihn trotz ihrer Bedenken auf Probe wohnen zu lassen, um zu sehen, wie er sich im Miteinander verhält.
 
Ganz ehrlich? Wenn bei mir jemand müffelnd vor der Tür stünde, hätte ich nicht die Toleranz, ihn bei mir einziehen zu lassen - noch nicht mal auf Probe!
 
@ C-körbchen
Solange ich nicht auf solch widerlich verhornten Dingern rumlaufen muss, belästigen mich die Füße fremder Leute überhaupt nicht. Unangenehmer Körpergeruch hingegen, der von mangelnder Hygiene stammt, belästigt mich dann sehr, wenn ich damit unter einen Dach leben müsste - unabhängig davon, ob dieser Gestank von einem Obdachlosen, oder einer durchgestylten"Dame" stammt.
 
Dass Obdachlose leider meist nur schlechte Behandlung von außen erfahren, ist schlimm. Man kann aber mit gutem Beispiel vorangehen.
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04.11.2009 | 14.26 Uhr | Dubesch "Im Nachhinein soll jetzt versucht werden, einen Obdachlosen als faulen Sack darzustellen."
 
Was aber wahrscheinlich auch richtig ist. Aber wenigstens ist er konsequent und sogar bereit, um seine Freiheit und Faulheit zu bewahren auch auf der Strasse zu leben. Solche Typen sind mir allemal lieber, als die, die ewig rumjammern und die Hand aufhalten. Und wer ihm hilft, ist es letztendlich ja selber schuld, wenn er verarscht wird. Ich finde es halt nur naiv, das in irgendeiner Weise mit Armut in Zusammenhang zu bringen, denn damit hat es eigentlich nichts zu tun.
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04.11.2009 | 14.00 Uhr | Profil gelöscht 04.11.2009 | 13.41 Uhr | C Koerbchen
Was mich am Beitrag, wie an manchen Kommentaren stört, ist dieses viele, lesbare Naserümpfen.

Und was sollen diese ganzen Urteile über Menschen, wo weder Geschichte noch Beweggründe bekannt sind?

 
Meine Worte, Körbchen!
Pauschalisierungen und Schubladendenken bis zum geht nicht mehr.
Wir kennen weder Dennis noch seine Geschichte!
Wir kennen nicht die Gründe für seine Lebensweise. Und selbst wenn wir die kennen: das ist seine Sache!!
 
Nelly kann mir auch nicht erzählen, dass das Gemüffel nicht schon im Vorstellungsgespräch zu bemerken war. Oder war "Dennis" da frisch gewaschen?
Im Nachhinein soll jetzt versucht werden, einen Obdachlosen als faulen Sack darzustellen.
Ganz übel, ich bleibe dabei !
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04.11.2009 | 13.41 Uhr | Profil gelöscht Was mich am Beitrag, wie an manchen Kommentaren stört, ist dieses viele, lesbare Naserümpfen.
 
Und was sollen diese ganzen Urteile über Menschen, wo weder Geschichte noch Beweggründe bekannt sind?
 
Für "Platte machen" gibt es viele Gründe. Für uns angepasste, eingefügte leute ist dies zum teil schwer bis gar nicht zu verstehen. Für die andere Seite ist unser Lebensstil aber ebenfalls nicht nachvollziehbar. Aber keine Seite hat das Recht, die andere Seite zu verurteilen.
 
Und by the way: ungepflegte Füße, die aus 500.- Euro Sandalen einer wohlduftenden Dame herausquellen, finde ich genau so scheußlich, wie Stinkeklamotten. Aber würde diese Dame jemand "Drecksau" nennen? Mit diesen "Pennern" kann man es ja machen. Die kann man beschimpfen, anrotzen und sogar anzünden - und kaum ein Hahn kräht danach.
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04.11.2009 | 13.31 Uhr | Profil gelöscht Es ist doch völlig egal, ob Dennis obdachlos ist, oder aus anderen Lebensverhältnissen kommt.
Er war kein Gast, sondern ein Mitbewohner auf Probe - und darin hat er sich nicht bewährt.
 
Wer als zukünftiges WG-Mitglied auf Probe nur schmarotzt und keine Ansätze zeigt, sich einzubringen, sollte lieber allein leben.
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04.11.2009 | 12.36 Uhr | Nelly Fleckhaus Eine soziale Tat wollte ich gar nicht tun. Aber Dennis irgendwie "gepasst" hätte, hätten wir ihm auch das Zimmer auf Dauer vermietet.
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04.11.2009 | 11.38 Uhr | Profil gelöscht Taxxania:Bevor ein Jugendlicher so weit kommt, wie Du schreibst, muss schon sehr sehr viel passiert sein. Und dort muss man frühzeitig ansetzen, in der Familie, in der Schule.
Und dann wird es immer Menschen geben, die durchs soziale Netz schlüpfen - das kann man nicht verhindern.
Xokolatl
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04.11.2009 | 10.54 Uhr | Taxania Dubesch
 
Dir kann ich nur zustimmen, in unserer Gesellschaft gibt es eigentlich keinen Grund für Obdachlosigkeit. Das Problem ist nicht das Geld, mehr eine Einstellung und Haltung. Genau das verdeutlicht ja auch der Blogbeitrag.
Die Betroffenen, haben entweder sich selbst aufgegeben oder eine bewußte Lebenseinstellung. Hier ist anzusetzen, das ist aber sehr schwer und gewiss nicht mit einer Übernachtung als sozialer Beitrag getan.
In Deutz und nicht nur hier liegen, stehen jeden Tag (!) junge Männer, die nicht betrunken sind, sich gut verständlich machen, gesund sind, aber sich von Betteln ernähren vor dem Eingang eines Supermarket. Jedes mal frage ich mich, ob ihnen bewußt ist, welchen Schaden sie damit für ihr ganzes Leben anrichten. Darauf angesprochen, ein verächtliches hinwerfen "Spisser, was willste", ist die freundlichste Variante der Reaktion. Ich gebe nie Geld, weil das keine Hilfe sein kann.
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