Abenteuerromane entführen den Leser ja zumeist an die entlegenen Plätze dieser Welt. Sie erzählen aufregende Geschichten an exotischen Orten, fernab vom Hier und Jetzt. Die abenteuerlichen Erfahrungen aus unserem Alltag sind dagegen nur selten Gegenstand dieser populären Literatursparte. Ralf Friedrichs nun hat diesen Missstand erkannt und sich in seinem Erstlingsroman „Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet“ dem Abenteuer Unternehmensgründung angenommen.
Friedrichs ganz persönliche Interpretation eines Abenteuerromans beschreibt den Werdegang des Jungunternehmers Rolf Hansen, der voller Tatendrang den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, schließlich aber an eigener Gutgläubigkeit und bänkerischer Unverschämtheit scheitert. Im Kneipengespräch mit Kumpel Holger wirft Hansen einen gleichsam melancholischen wie desillusionierten Blick auf die schier unglaublichen Geschehnisse der zurückliegenden Jahre und lässt die wenigen Hochs und vielen Tiefs seiner Selbstständigkeit Revue passieren. In anekdotischer Retrospektive widmet sich Hansen dabei den Hindernissen, die sich einem Unternehmer hierzulande darbieten von der Bürokratie des Arbeitsamts über die Motivationslosigkeit der Angestellten bis zur Selbstherrlichkeit der Banken. Doch trotz zahlreicher ernüchternder Erfahrungen hat sich der IT-Fachmann Hansen den Glauben an das Gute im Menschen bewahrt. Der Sinn für die Familie und die Pflege von Freundschaften, wie die zu Schulkamerad Holger, bedeuten ihm nach all den Jahren letztlich mehr als Businesspläne, Jahresbilanzen und Auftragszahlen.
Friedrichs‘ halbautobiographischer, zwischen Anklage und Selbstkritik schwankender Rückblick eignet sich somit einerseits als eindringliche Warnung vor unternehmerischer Selbständigkeit. Als Warnung, die eigene Leistungsfähigkeit genauso wenig zu über- wie die Skrupellosigkeit der Banken zu unterschätzen. „Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet“ ist aber dann doch mehr als eine bloß kritische Auseinandersetzung mit unserem Wirtschaftssystem, sondern ein zutiefst ehrliches Plädoyer für Freundschaft, Familie und nicht zuletzt für rheinische Gemütlichkeit.
Und obwohl er sich gerade zum Ende hin in der Schilderung unternehmerischer Details verliert, die für den Laien kaum mehr nachzuvollziehen sein dürften, weiß Friedrichs‘ Tatsachenroman über das Abenteuer Selbstständigkeit bis zur letzten Seiten zu fesseln. Weil er so eindringlich, lebensnah und wahrhaftig wirkt und jederzeit erahnen lässt, dass hier jemand zwar mit Köpfchen, vor allem aber mit einer Menge Herz schreibt.
Ralf Friedrichs‘ erster (und hoffentlich nicht letzter) Roman ist in jedem Falle absolut empfehlenswert für alle Unerschütterlichen, die irgendwann einmal ein Unternehmen gründen wollen, für alle Liebhaber des rheinischen Frohsinns, genau genommen aber für alle Freunde eines guten Buches!
Friedrichs ganz persönliche Interpretation eines Abenteuerromans beschreibt den Werdegang des Jungunternehmers Rolf Hansen, der voller Tatendrang den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, schließlich aber an eigener Gutgläubigkeit und bänkerischer Unverschämtheit scheitert. Im Kneipengespräch mit Kumpel Holger wirft Hansen einen gleichsam melancholischen wie desillusionierten Blick auf die schier unglaublichen Geschehnisse der zurückliegenden Jahre und lässt die wenigen Hochs und vielen Tiefs seiner Selbstständigkeit Revue passieren. In anekdotischer Retrospektive widmet sich Hansen dabei den Hindernissen, die sich einem Unternehmer hierzulande darbieten von der Bürokratie des Arbeitsamts über die Motivationslosigkeit der Angestellten bis zur Selbstherrlichkeit der Banken. Doch trotz zahlreicher ernüchternder Erfahrungen hat sich der IT-Fachmann Hansen den Glauben an das Gute im Menschen bewahrt. Der Sinn für die Familie und die Pflege von Freundschaften, wie die zu Schulkamerad Holger, bedeuten ihm nach all den Jahren letztlich mehr als Businesspläne, Jahresbilanzen und Auftragszahlen.
Friedrichs‘ halbautobiographischer, zwischen Anklage und Selbstkritik schwankender Rückblick eignet sich somit einerseits als eindringliche Warnung vor unternehmerischer Selbständigkeit. Als Warnung, die eigene Leistungsfähigkeit genauso wenig zu über- wie die Skrupellosigkeit der Banken zu unterschätzen. „Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet“ ist aber dann doch mehr als eine bloß kritische Auseinandersetzung mit unserem Wirtschaftssystem, sondern ein zutiefst ehrliches Plädoyer für Freundschaft, Familie und nicht zuletzt für rheinische Gemütlichkeit.
Und obwohl er sich gerade zum Ende hin in der Schilderung unternehmerischer Details verliert, die für den Laien kaum mehr nachzuvollziehen sein dürften, weiß Friedrichs‘ Tatsachenroman über das Abenteuer Selbstständigkeit bis zur letzten Seiten zu fesseln. Weil er so eindringlich, lebensnah und wahrhaftig wirkt und jederzeit erahnen lässt, dass hier jemand zwar mit Köpfchen, vor allem aber mit einer Menge Herz schreibt.
Ralf Friedrichs‘ erster (und hoffentlich nicht letzter) Roman ist in jedem Falle absolut empfehlenswert für alle Unerschütterlichen, die irgendwann einmal ein Unternehmen gründen wollen, für alle Liebhaber des rheinischen Frohsinns, genau genommen aber für alle Freunde eines guten Buches!
Schlagworte: Ralf Friedrichs | magic | Dumont | Roman | Neulich im Geißbockheim | Bank | Selbstständigkeit
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11.04.2010 | 10.50 Uhr | clown
Ich habe das Werk „Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet“ mit sehr viel Interesse gelesen.
Wurde doch auf die bösen Banker verwiesen und ich bin einer dieser Gilde und finanziere seit 40 Jahren Mittelständler.
Insofern fühlte ich mich natürlich sofort angegriffen, muss aber nun leider doch sagen: Ja, so kann es passieren. Ich zweifle keines-
falls daran, das die Tünnesbank wer immer auch dahinter stecken mag- sich so verhalten hat. Es ist allerdings nie die Bank zu verfluchen,
man kann einfach nur an die falschen Leute geraten. Aber das kann einem leider zunehmend passieren. Sei es d´rum…das Buch liest sich
sehr interessant und durchaus unterhaltsam. Es ist quasi „aus dem Leben gegriffen“. Für mich war es ein Anstoß, nach Ende meiner
Laufbahn solche Geschichten aus der Sicht eines Bankers zu schreiben.
Deas Buch werde ich jedenfalls vielen - insbesondere auch jüngeren- Kollegen weiter empfehlen, schon alleine deshalb, damit Sie lesen,
wie man es als Banker n
Wurde doch auf die bösen Banker verwiesen und ich bin einer dieser Gilde und finanziere seit 40 Jahren Mittelständler.
Insofern fühlte ich mich natürlich sofort angegriffen, muss aber nun leider doch sagen: Ja, so kann es passieren. Ich zweifle keines-
falls daran, das die Tünnesbank wer immer auch dahinter stecken mag- sich so verhalten hat. Es ist allerdings nie die Bank zu verfluchen,
man kann einfach nur an die falschen Leute geraten. Aber das kann einem leider zunehmend passieren. Sei es d´rum…das Buch liest sich
sehr interessant und durchaus unterhaltsam. Es ist quasi „aus dem Leben gegriffen“. Für mich war es ein Anstoß, nach Ende meiner
Laufbahn solche Geschichten aus der Sicht eines Bankers zu schreiben.
Deas Buch werde ich jedenfalls vielen - insbesondere auch jüngeren- Kollegen weiter empfehlen, schon alleine deshalb, damit Sie lesen,
wie man es als Banker n
09.03.2010 | 08.55 Uhr | ing.lambertz
Hallo Vögi,
danke für die Erinnerung an diesen Erstling von magic. Ich hatte es zwar im Stadtanzeiger gelesen, aber bei der Fülle der Informationen schon wieder vergessen.
So etwas (Halb-)autobriographisches liegt auf der Linie der Bücher, die ich i.a. bevorzuge. Also werde ich mir das Buch sicher besorgen.
Als Kontrast habe ich soeben ausgelesen Die Quandts von Rüdiger Jungbluth. Also eine Beispiel von Selbstständigen oder besser einer ganzen Dynastie selbstständiger Unternehmer, die einen gewissen Erfolg zu verzeichnen haben und durchaus nicht nur für die Angestellten arbeiten;-)
(magic erhält Kopie meines Kommentars ;-))
Gruß Lemm(y)i
danke für die Erinnerung an diesen Erstling von magic. Ich hatte es zwar im Stadtanzeiger gelesen, aber bei der Fülle der Informationen schon wieder vergessen.
So etwas (Halb-)autobriographisches liegt auf der Linie der Bücher, die ich i.a. bevorzuge. Also werde ich mir das Buch sicher besorgen.
Als Kontrast habe ich soeben ausgelesen Die Quandts von Rüdiger Jungbluth. Also eine Beispiel von Selbstständigen oder besser einer ganzen Dynastie selbstständiger Unternehmer, die einen gewissen Erfolg zu verzeichnen haben und durchaus nicht nur für die Angestellten arbeiten;-)
(magic erhält Kopie meines Kommentars ;-))
Gruß Lemm(y)i
09.03.2010 | 08.49 Uhr | Roeschen
Hallo Vögi.....
ich hatte schon etwas läuten gehört, jetzt bestätigt DU es. Der "Magic" hat seine Leisten hingeschmissen und umgesattelt. Klasse! Ich freu mich aufrichtig für ihn über seinen Erfolg, er hat es verdient. Wenn ich allein an den Erfolg der "Neulich-Geschichten" und seinen FC-STammtisch denke, der immer interessant, amüsant und aufschlußreich ist. Souverän, mit viel Humor und vor allen Dingen Freude geht es da zu. Da bekomme ich Appetitt auf mal was ganz "Anderes" von ihm, vor allen Dingen, wenn aus eigener Erfahrung zurückgegriffen werden kann.
Ich finde es sehr mutig von Magic, neue Wege im Leben zu suchen. Daran sieht man doch auch, es öffnen sich immer Türen.
Ich wünsch ihm auf jeden Fall genausoviel Erfolg mit seinem Buch, wie mit den Vorgängern der Neulich-Geschichten.
Schade, dass Magic keine Zeit mehr hat, auch in diesem Forum hin- und wieder mal ein paar seiner Beobachtungen, egal aus welchem Bereich, einzustellen.
Schön, dass Du Du darauf hingewiesen hast.
ich hatte schon etwas läuten gehört, jetzt bestätigt DU es. Der "Magic" hat seine Leisten hingeschmissen und umgesattelt. Klasse! Ich freu mich aufrichtig für ihn über seinen Erfolg, er hat es verdient. Wenn ich allein an den Erfolg der "Neulich-Geschichten" und seinen FC-STammtisch denke, der immer interessant, amüsant und aufschlußreich ist. Souverän, mit viel Humor und vor allen Dingen Freude geht es da zu. Da bekomme ich Appetitt auf mal was ganz "Anderes" von ihm, vor allen Dingen, wenn aus eigener Erfahrung zurückgegriffen werden kann.
Ich finde es sehr mutig von Magic, neue Wege im Leben zu suchen. Daran sieht man doch auch, es öffnen sich immer Türen.
Ich wünsch ihm auf jeden Fall genausoviel Erfolg mit seinem Buch, wie mit den Vorgängern der Neulich-Geschichten.
Schade, dass Magic keine Zeit mehr hat, auch in diesem Forum hin- und wieder mal ein paar seiner Beobachtungen, egal aus welchem Bereich, einzustellen.
Schön, dass Du Du darauf hingewiesen hast.
09.03.2010 | 00.37 Uhr | Höschen
Ich mag Ralf Friedrichs! Und seinen FC-Stammtisch. Herr Friedrichs ist sehr sympathisch.













