Dort, wo Vernunft und Empathie versagen, regiert die Gewalt.
Um mir selber ein Bild von diesem Salafisten zu machen, habe ich mir auf Youtube die "Botschaft" angehört, in der jemand zur Ermordung von Andersgläubigen im Allgemeinen und Pro NRW-Parteimitgliedern im Besonderen aufruft. Und um die Bemühungen der Glaubensbrüder und -schwestern zu unterstützen, gibt es gleich Tipps dazu, wie man es am besten anstellen möge. Wie praktisch!
Ich bin entsetzt über die Kleingeistigkeit, mit der hier gegen andere Menschen gewettert wird. Ich persönlich halte auch diesen Aufruf zur Gewalt schon für einen Tatbestand, der durchaus in Richtung Volksverhetzung geht und daher auch tüchtig bestraft gehört.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich bei den Salafisten primär um orientierungslose männliche Wesen handelt, die einen Führer suchen und ihn mißbrauchen, um ihr eigenes Ego durch den Aufruf zur Gewalt "im Namen Gottes" aufzupolieren. Das hat totalitäre Züge und von jedglichen totalitären Ideologien distanziere ich mich mindestens so weit, wie die Entfernung von der Erde zum Mond. Die Sucht nach Anerkennung und "jemand sein", gehört werden und bedeutungsvoll sein, findet hier wahrscheinlich ihren Nährboden.
Menschen aufzurufen, andere zu töten, zu behaupten, man befinde sich im Kriegszustand etc. halte ich für gefährlich und pathologisch. Vor allem bin ich besorgt darüber, dass es radikale religiöse Gruppen noch nicht verinnerlicht haben, daß wir in einer Demokratie leben, in der es keine "verordnete Religion" gibt: wir brauchen so etwas nicht, denn hier darf jede/r glauben, was er/sie will, ob es den Salafisten (oder sonstwem) nun passt oder nicht.
Sich aufzuschwingen, anderen "das Licht" zu bringen und die "Ungläubigen aus der Dunkelheit zu befreien", zeugt meiner Meinung nach von mangelnder Selbstverantwortung, denn: sollte man nicht erst einmal mit sich selber beginnen, statt andere "bekehren" zu wollen?
Nur, was ist, wenn man sich nicht bekehren lassen will? Wenn man sich in der selbst gewählten "Dunkelheit" wohl fühlt und dort bleiben möchte?
Die Antwort darauf riecht verdammt nach Scheiterhaufen, die wir mit der Hexenverfolgung doch eigentlich hinter uns gelassen haben sollten. Die Zeiten, in denen man anders Denkende, anders Glaubende, anders Bekennende unterjocht und getötet hat, sollten doch nun endlich vorbei sein.
Gewalt ist für mich nur ein Ausdruck fehlender anderer Möglichkeiten. Und es tut mir für die Salafisten aufrichtig leid (und das schreibe ich hier ohne jegliche Ironie), dass sie offenbar nur noch die Gewalt als Mittel sehen, ihre Ideen "unter´s Volk" zu bringen.
Wenn sie Koranverteilungen machen möchten, das können sie gerne tun. Aber es gibt immer die Wahlmöglichkeit: man darf ablehnen, was man nicht haben möchte. Und wer eine einfache, sachliche Ablehnung sofort als "Beleidigung" auffasst, hat meiner Meinung nach die große Gelegenheit, sich selber noch weiter zu entwickeln.
Übrigens nehme ich auch keine Bibeln an, wenn sie irgendwo verteilt werden. Und auch andere religiöse Schriften nicht. Wahrscheinlich bin ich aus salafistischer Sicht der Protoyp einer vernichtenswürdigen Hexe.
Und als solche kenne ich den Grundsatz:
"Schadet es niemandem, dann tu, was du willst!"
Dieser Grundsatz vereinigt für mich Achtung vor allem Leben (seien es Menschen, Kulturen, Tiere, Natur) zusammen mit der Möglichkeit, mich voll in diesem Rahmen zu entfalten. Und unter diesem Aspekt sehe ich auch die Demokratie, die uns schützen soll vor Schaden, der durch andere in ihrem Scheuklappendenken entsteht.
Eigentlich ist alles ganz einfach.
Und ich schließe alle in meine Gebete ein, die noch so viel Wut und Hass und Gewalt in sich haben, dass sie keine andere Handlungsmöglichkeit sehen, als zu noch mehr Hass und Gewalt aufzurufen.
Möge diese Energie in etwas verwandelt werden, dass der Erde nutzt und nicht schadet, dass Freiheit stiftet und nicht Unterdrückung.
Mögen alle Menschen die Freiheit haben, das zu glauben, was sie glauben möchten, ohne zu etwas anderem gezwungen zu werden.
Mögen Salafisten glauben, was sie glauben möchten. Mögen Christen, Juden, Hindus... mögen alle glauben, was sie glauben wollen. Möge es tief verbundener Ausdruck einer jeden Religion sein, den anderen ihren Glauben zu lassen. Mögen alle, die "predigen" die Regeln zuerst bei sich selbst vollständig kultivieren.
Schließen möchte ich mit ein paar Zeilen aus dem Song "Man in the mirror" von Michael Jackson, der, wie ich finde, sehr gut das "pack disch an dein eijene Nas" audrückt:
I'm starting with the Man In The Mirror
I'm asking him to change his ways
And no message could have
Been any clearer
If you wanna make the world
A better place
Take a look at yourself, and
Then make a change
Denn: bei wem soll ich mit Frieden sinnvollerweise zuerst beginnen? Bei mir selber! Wir haben in jedem Augenblick, jeden Tag, die Möglichkeit dazu.
Um mir selber ein Bild von diesem Salafisten zu machen, habe ich mir auf Youtube die "Botschaft" angehört, in der jemand zur Ermordung von Andersgläubigen im Allgemeinen und Pro NRW-Parteimitgliedern im Besonderen aufruft. Und um die Bemühungen der Glaubensbrüder und -schwestern zu unterstützen, gibt es gleich Tipps dazu, wie man es am besten anstellen möge. Wie praktisch!
Ich bin entsetzt über die Kleingeistigkeit, mit der hier gegen andere Menschen gewettert wird. Ich persönlich halte auch diesen Aufruf zur Gewalt schon für einen Tatbestand, der durchaus in Richtung Volksverhetzung geht und daher auch tüchtig bestraft gehört.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich bei den Salafisten primär um orientierungslose männliche Wesen handelt, die einen Führer suchen und ihn mißbrauchen, um ihr eigenes Ego durch den Aufruf zur Gewalt "im Namen Gottes" aufzupolieren. Das hat totalitäre Züge und von jedglichen totalitären Ideologien distanziere ich mich mindestens so weit, wie die Entfernung von der Erde zum Mond. Die Sucht nach Anerkennung und "jemand sein", gehört werden und bedeutungsvoll sein, findet hier wahrscheinlich ihren Nährboden.
Menschen aufzurufen, andere zu töten, zu behaupten, man befinde sich im Kriegszustand etc. halte ich für gefährlich und pathologisch. Vor allem bin ich besorgt darüber, dass es radikale religiöse Gruppen noch nicht verinnerlicht haben, daß wir in einer Demokratie leben, in der es keine "verordnete Religion" gibt: wir brauchen so etwas nicht, denn hier darf jede/r glauben, was er/sie will, ob es den Salafisten (oder sonstwem) nun passt oder nicht.
Sich aufzuschwingen, anderen "das Licht" zu bringen und die "Ungläubigen aus der Dunkelheit zu befreien", zeugt meiner Meinung nach von mangelnder Selbstverantwortung, denn: sollte man nicht erst einmal mit sich selber beginnen, statt andere "bekehren" zu wollen?
Nur, was ist, wenn man sich nicht bekehren lassen will? Wenn man sich in der selbst gewählten "Dunkelheit" wohl fühlt und dort bleiben möchte?
Die Antwort darauf riecht verdammt nach Scheiterhaufen, die wir mit der Hexenverfolgung doch eigentlich hinter uns gelassen haben sollten. Die Zeiten, in denen man anders Denkende, anders Glaubende, anders Bekennende unterjocht und getötet hat, sollten doch nun endlich vorbei sein.
Gewalt ist für mich nur ein Ausdruck fehlender anderer Möglichkeiten. Und es tut mir für die Salafisten aufrichtig leid (und das schreibe ich hier ohne jegliche Ironie), dass sie offenbar nur noch die Gewalt als Mittel sehen, ihre Ideen "unter´s Volk" zu bringen.
Wenn sie Koranverteilungen machen möchten, das können sie gerne tun. Aber es gibt immer die Wahlmöglichkeit: man darf ablehnen, was man nicht haben möchte. Und wer eine einfache, sachliche Ablehnung sofort als "Beleidigung" auffasst, hat meiner Meinung nach die große Gelegenheit, sich selber noch weiter zu entwickeln.
Übrigens nehme ich auch keine Bibeln an, wenn sie irgendwo verteilt werden. Und auch andere religiöse Schriften nicht. Wahrscheinlich bin ich aus salafistischer Sicht der Protoyp einer vernichtenswürdigen Hexe.
Und als solche kenne ich den Grundsatz:
"Schadet es niemandem, dann tu, was du willst!"
Dieser Grundsatz vereinigt für mich Achtung vor allem Leben (seien es Menschen, Kulturen, Tiere, Natur) zusammen mit der Möglichkeit, mich voll in diesem Rahmen zu entfalten. Und unter diesem Aspekt sehe ich auch die Demokratie, die uns schützen soll vor Schaden, der durch andere in ihrem Scheuklappendenken entsteht.
Eigentlich ist alles ganz einfach.
Und ich schließe alle in meine Gebete ein, die noch so viel Wut und Hass und Gewalt in sich haben, dass sie keine andere Handlungsmöglichkeit sehen, als zu noch mehr Hass und Gewalt aufzurufen.
Möge diese Energie in etwas verwandelt werden, dass der Erde nutzt und nicht schadet, dass Freiheit stiftet und nicht Unterdrückung.
Mögen alle Menschen die Freiheit haben, das zu glauben, was sie glauben möchten, ohne zu etwas anderem gezwungen zu werden.
Mögen Salafisten glauben, was sie glauben möchten. Mögen Christen, Juden, Hindus... mögen alle glauben, was sie glauben wollen. Möge es tief verbundener Ausdruck einer jeden Religion sein, den anderen ihren Glauben zu lassen. Mögen alle, die "predigen" die Regeln zuerst bei sich selbst vollständig kultivieren.
Schließen möchte ich mit ein paar Zeilen aus dem Song "Man in the mirror" von Michael Jackson, der, wie ich finde, sehr gut das "pack disch an dein eijene Nas" audrückt:
I'm starting with the Man In The Mirror
I'm asking him to change his ways
And no message could have
Been any clearer
If you wanna make the world
A better place
Take a look at yourself, and
Then make a change
Denn: bei wem soll ich mit Frieden sinnvollerweise zuerst beginnen? Bei mir selber! Wir haben in jedem Augenblick, jeden Tag, die Möglichkeit dazu.
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30.05.2012 | 09.25 Uhr | Taxania
Deine Ausführungen stimmen bestimmt alle zivilisierten Menschen zu, so lang, Du bei der Sache bleibst! Wenn dann mit erschreckender Regelmäßigkeit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird und unsere gesellschaftliche Grundlage, das Christentum in diese Ecke geschoben werden soll, diskreditierst Du Dein Anliegen!
Richtig wäre, aufzuzeigen und deutlich zu machen, das Religion eben auch das Gegenteil, die Liebe der Menschen untereinander fördert! Dem Menschenzur Ruhe, zum Frieden, zur Besinnung verhelfen kann!
Anderseits, die wahnsinnige Lust am sinnlosen Töten hättest Du gestern erschreckend im Fernsehen erleben können: Es gab einen Bericht über die Holigansscene in Holland, die ständig wächst und brutaler wird, sich derzeit in der 3. Generation befindet. Mehrere Akteure gaben zu,wenn es notwendig ist, gibt es Tote. Das Fazit war, die gesamte Gesellschaft versinkt in einem gegenseitigem Hass!
Das ist keine Religionsfrage, eine Prversion der Selbstdarstellung des Individuum!
Richtig wäre, aufzuzeigen und deutlich zu machen, das Religion eben auch das Gegenteil, die Liebe der Menschen untereinander fördert! Dem Menschenzur Ruhe, zum Frieden, zur Besinnung verhelfen kann!
Anderseits, die wahnsinnige Lust am sinnlosen Töten hättest Du gestern erschreckend im Fernsehen erleben können: Es gab einen Bericht über die Holigansscene in Holland, die ständig wächst und brutaler wird, sich derzeit in der 3. Generation befindet. Mehrere Akteure gaben zu,wenn es notwendig ist, gibt es Tote. Das Fazit war, die gesamte Gesellschaft versinkt in einem gegenseitigem Hass!
Das ist keine Religionsfrage, eine Prversion der Selbstdarstellung des Individuum!
26.05.2012 | 14.33 Uhr | Holzauge
Da muss man nicht erst auf die Verwirklichung des Tatbestand der Volksverhetzung warten um strafrechtlich behördlich vorzugehen. Da ist offensichtlich schon der Tatbestand des öffentlichen Aufrufs und Verleitung zu Verbrechen erfüllt (der Versuch ist schon strafbar). Zumal das auch durch Verbreitung von Schriften (Bild- und Tonträger den Schriften gleichgestellt) gem. § 11 Abs. 3 StGB geschieht.
Das reicht an sich schon für richterliche Durchsuchungsbeschlüsse und Anordnung der Untersuchungshaft.
Allen jenen Mitmenschen die dazu schweigen (etwa: geht ja gegen ProKöln und die mag ich nicht) sei gesagt, abgesehen von der Menschenverachtung ist das der Opportunismus an der völlig falschen Stelle.
Das reicht an sich schon für richterliche Durchsuchungsbeschlüsse und Anordnung der Untersuchungshaft.
Allen jenen Mitmenschen die dazu schweigen (etwa: geht ja gegen ProKöln und die mag ich nicht) sei gesagt, abgesehen von der Menschenverachtung ist das der Opportunismus an der völlig falschen Stelle.
24.05.2012 | 16.05 Uhr | Heinz K
Im Grunde sollten die gemäßigten Moslems sich mal ihrer radikalen Brüder annehmen und diese beschwichtigen. Warum nicht eine Demonstration von Moslems gegen diese Morddrohungen? Wenn man doch meint, daß der Islam eine friedliche Religion ist, dann sollte man das auch zeigen.
24.05.2012 | 13.05 Uhr | Hell Kitty
Was mir immer fehlt, egal ob Salafisten oder Exorzisten (ja, die gibt es immer noch) ist eine klar geäußerte Distanzierung der jeweiligen Glaubensvertretungen, aus denen diese komischen Anwandlungen entsprungen sein sollen. Ein klares Statement, welches die Handlungen/Ideen der radikalen Abweichler als nicht im Sinne Gottes (welchem auch immer) brandmarkt.
24.05.2012 | 11.00 Uhr | checkmate
Nun, das Problem ist seit Mohammed Emin (Karl May) bekannt.
Und unsere Kreuzzügler (Barbarossa) waren auch nicht besser.
Religion ist Opium fürs Volk.
Und unsere Kreuzzügler (Barbarossa) waren auch nicht besser.
Religion ist Opium fürs Volk.















