Das Grundrecht auf Demonstration
Hauptsache, man geht auf die Straße? Oder darf es auch ein wenig Sinn haben?
Da gab es doch einmal einen zweiten deutschen Staat. Die Deutsche „Demokratische“ Republik. Wer alt genug ist, deren Auflösung in der zweiten Hälfte des Jahres 1989 bewusst verfolgt zu haben, mag meine Hochachtung vor dem Volk verstehen, dass sich zu Hunderttausenden einem totalitären Regime entgegen stellte und damit letztlich das Ende dieses auf Dauer nicht existenzfähigen Gebildes durchsetzte. War das nicht „Demokratie pur“? In einem totalitären Staat setzt sich Volkes Wille durch – bei allen Bedenken, die uns seinerzeit bewegt haben mochten (das Beispiel Rumänien führte uns vor Augen, was auch hätte geschehen können), so haben wir hier ein Lehrbeispiel für alle Ewigkeit, dass ein Regime nicht dauerhaft gegen sein Volk arbeiten kann.
 
Erwähnenswert wird dies insbesondere dadurch, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung in der DDR ja wohl nicht so recht ausgeprägt war. Die Demonstranten haben also gegen geltendes Recht verstoßen, um ein Unrechtsregime zu kippen. Das ist gelungen, also können wir aus heutiger Sicht applaudieren: es erfordert Mut, gegen etwas Unkalkulierbares anzutreten.
 
Und heute? Die Demokratie ist selbstverständlich geworden. Eine Demonstration, wollte man sie denn organisieren, ebenso. Was bewirkt man mit einer Demo, wenn sie erlaubt und damit nichts Ungewöhnliches mehr ist?
 
Ich habe an anderer Stelle meinen Unmut über die Handhabe gegen die „Aufmärsche" ProKölns geäußert. Einmal mehr plant ein Häuflein Dauerverwirrter einen „Marsch“, einmal mehr fordern die Gegner eine massive Gegendemonstration. Ob der „Marsch der 100“ in unserer Millionenstadt wirklich auffiele, wage ich zu bezweifeln. Das Medieninteresse wird erst geweckt, da sich Tausende aufraffen, die 100 zu blockieren. Eine gewisse Kontraproduktivität der Demonstration sei damit konstatiert, wenn auch die Absicht löblich ist.
 
Auffällig ist jedoch, dass stets, wenn dieses Theater ansteht, meine Kontakte genervt reagieren. Nicht etwa wegen ProKöln, sondern weil ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Was mir zu Beginn meines Lebens in Köln noch fremd war, habe ich jedoch, wie so Viele, sehr schnell aufgenommen: wenn ProKöln marschiert, bin ich weit weg. Nicht etwa meiner Einstellung wegen, sondern weil ich u. U. nicht das erledigen kann, um dessentwillen ich in die Demonstrationszone fahren würde.
 
Das mag man vereinfachend als Bequemlichkeit abtun. Und ja, so ganz falsch ist das nicht. Aber, und das ist die andere Ansicht: ich weigere mich, einem Häuflein Deppen meine Referenz zu erweisen, indem ich einer Gegendemo eine wenn auch begrenzte Zeit meines Lebens opfere.
 
Aber all das erinnert mich auch an früher Erlebtes. Die „68er-Revolte“ erlebte ich als Knirps, ohne mir irgendwelcher Dinge bewusst sein zu können. Was sich aber unauslöschlich in mein kindliches Gehirn einbrannte, war eine Äußerung meiner Großmutter. Die Großeltern besaßen einen Altbau in meiner Heimatstadt Marburg, und in den Ferien setzen mich die Eltern in die Bimmelbahn, um dort eine Woche zu verbringen. Und regelmäßig dann, wenn zur obligatorischen Tagesschau die Berichte auf „Studentendemonstrationen“ zu sprechen kamen, meckerte Oma über „die Studenten“, die für Unruhe sorgten. So kam es, dass ich, kaum 7 Jahre alt, den Begriff „Student“ mit Unruhestifter und Krawallschläger auf eine Stufe setzte. Ironie der Geschichte, dass ich später in Marburg studierte…
 
Vor einigen Jahren dann erreichte der Demo-Wunsch auch meine alte Heimat. Die Schulen vor Ort fühlen sich benachteiligt, was die Zuweisung neuer Lehrerstellen anging, zumal auch das Umfeld nicht sonderlich attraktiv für junge Menschen ist. Man beschloss also, an einem Donnerstagnachmittag eine Demonstration auf der Hauptstraße durchzuführen, wo denn nun die größte Aufmerksamkeit gewährleistet sein musste. Ich sprach mich als Mitglied der Schulpflegschaft dagegen aus. Die Entscheidungsträger wohnten schließlich dort, wo das Leben etwas mehr zu bieten hat – in der Kreisstadt, oder aber in Nähe der Bezirksverwaltung. Eine Demonstration konnte also niemanden erreichen, der in der Lage gewesen wäre, Abhilfe zu schaffen. Aber was hilft der einsame Rufer in der Wüste? Eine Demo „bei uns“ – das ist doch mal ganz was Anderes, das kennt man nicht, und wenn die Schüler gehen (als ob die das allein auf die Beine hätten stellen können), dann wäre da schon Wirkung zu erwarten. Und ja, die Wirkung war umwerfend! Am Freitagmorgen lautete die Schlagzeile der Heimatpresse sinngemäß, dass ein Protestzug von Schülern gestern zur Feierabendzeit ein Verkehrschaos ausgelöst hätte. Ach, nebenbei: das Lehrerproblem ist auch heute noch akut.
 
Wie darf ich das nun deuten? Ist eine Demonstration nur so lange ein wirkungsvolles Instrument, wie sie gegen geltendes Recht verstößt? Liegt es vielleicht daran, dass gewisse Zeitgenossen die Anonymität der Masse missbrauchen, um Randale zu veranstalten und damit das eigentliche Anliegen diskreditieren?
 
Auf der anderen Seite: da sehe ich Fotos zu Berichten über die Demonstration, die einen fröhlichen Haufen Menschen zeigen. Bisweilen kommt da ein Biergartenflair herüber. Die Teilnahme an der Demo als Gewissen beruhigendes Happening?
 
Dieter Hildebrand zitierte einmal seine verstorbene Frau: "Ob die, die hinten mitmarschieren, überhaupt wissen, worum es vorne geht?"
 
Oder sind wir wirklich nur zu bequem geworden?
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Kommentare | 1 bis 25 von 92 Kommentieren
18.02.2012 | 17.01 Uhr | kom10 Leider muss ich feststellen dass du mich gründlich missverstanden hast.Bist du wirklich so naiv??
 
Was heisst denn hier Selbstzweck,die tun das etwa nur um die Zeit totzuschlagen? Einfach lächerlich.
 
Beide Parteien hatten doch eindeutige Motivationen und Ziele auch wenn die ein selbsternannter Realist nicht erkennen kann...
 
PK mit ihren insg.200 Mitgliedern wollte v.A. neue Anhänger in der Bevölkerung gewinnen,indem sie sich als harter Rechtsvertreter gegen eine linke Randgruppe aufspielte.
 
Die Gegeninitiative wollte sie daran hindern ihre rechtsradikales im Grunde menschenverachtendes Gedankengut wie rassismus,Antisemitismus einer autoritären "Volksgemeinschaft"
unwidersprochen verbreiten zu können.
Zudem zeigten sie damit ein klares Bekenntniss und Entschlossenheit zur Verteidigung unserer demokratischen Werte wie Pluralität, individuelle Freiheiten und Menschenrechte.
 
Da ausserdem alles weitgehend friedlich über die Bühne ging würde ich sagen, 3:1 für die Gegendemo.
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15.02.2012 | 15.30 Uhr | Realist60 Es macht wohl wenig Sinn, über Zweck und Erfolg einer Demo zu diskutieren, wenn sie zum Selbstzweck verkommt ("... dass den Bürgern eine Demo alle paar Monate nicht zugemutet werden kann").
 
Tja, lieber kom_10, mit der letzten Demo hat PK sein Ziel erreicht: es ging darum das AZ zu erreichen und dort seine Dummsprüche loszulassen. Mithin hat die ach so viel größere Zahl an Gegendemonstranten versagt - so muss ich, ganz nach "Gutsherrenart", Deine Meinung deuten.
 
Nun ist die Farce fast 3 Wochen her und PK kein Thema mehr. Aber da habe ich keine Bedenken: die werden ihre Steigbügelhalter schon wieder aktivieren und sich so in Erinnerung bringen.
 
Im "Spiegel" wird Peter Marx von der NPD zitiert: "Wo immer eine Lücke durch den Staat entsteht, gehen wir rein." Eine einfache Strategie, die die Unzufriedenen um sich schart. Wieso arbeitet man nicht aktiv daran, die Lücken gar nicht entstehen zu lassen?
 
Demo ist wohl einfacher.
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09.02.2012 | 09.08 Uhr | price Und bei S21 waren 10.000 und mehr gegen das Projekt und niemand dafür.
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09.02.2012 | 00.38 Uhr | kom10 Halt,eine aussagefähige Zahl gibt es, nämlich die der Teilnehmerzahlen beider Kundgebungen.Bei PK waren es rund 80 auf der Gegen- Seite um die 1000. Somit eine über 10 mal höhere Mehrheit der Bürger die sich für den demokratischen Rechtstaat öffentlich! einsetzt, anstatt dummtreist für Rassismus und Diskriminierung unserer multi-kulti gesellschaft.
 
Was sollen jetzt die Proteste gegen Fluglärm primär mit dem Flughafenausbau zu tun haben?
 
Die 5000 demonstranten haben erreicht, dass unter ihrem erzeugten Druck der Vorsitzende zugab dass Fehler gemacht wurden,hinsichtlich des unzumutbaren Flugzeuglärms, somit zu Kompromissen bereit ist.
 
Ohne diesen öffentl.Druck und Solidaritätsbekundung hätte sich vermutlich nichts geändert!
 
Selbst wenn keine direkten Resultate erreicht werden wird in medien darüber berichtet und diskutiert, was auch beabsichtigt ist.
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08.02.2012 | 23.42 Uhr | kom10 "Ich werde mich sofort an einer Demo beteiligen, wenn Grundwerte in Frage gestellt sind."
 
Ha,dann müsstest du sofort gegen dich selbst demonstrieren denn Artikel 8 gehört zu den Grundrechten die von dir hier nach Gutsherrenart relativiert werden in richtig und falsch.
 
"Wo bitte, lieber kom_10, ist z. B. das substanzielle Ergebnis des letzen Aufmarsches gegen PK?"
 
Tja,lieber realist dieses Ergebniss lässt sich nicht in zahlen messen sondern darin ob sich die beabsichtigten Interessen der Teilnehmer realisiert haben oder nicht.
Wozu macht man denn überhaupt eine öffentliche Demonstration die ja zuvor i.d.r.genemigt werden muss? Ich habe nach deinen bisherigen Äusserungen den Eindruck gewonnen dass dir dieser Sinn gar nicht recht bewusst ist.
Andersrum gefragt,warum hat PK die Hauptstrasse gewählt und nicht eine kleine Nebenstrasse damit die zahlreichen Ladeninhaber,Passanten, anwohner und Autoverkehr nicht behindert, belästigt werden??
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08.02.2012 | 17.58 Uhr | Realist60 Ich frage mal anders herum: welche Demonstration wogegen hat tatsächlich etwas Greifbares bewirkt? Wo bitte, lieber kom_10, ist z. B. das substanzielle Ergebnis des letzen Aufmarsches gegen PK? Ganz konkret?
 
Das festzustellen, muss ja recht einfach sen, da ja der mir an den Demo-Tagen stets entgegen wallende "Nerv-Faktor" eine "unbewiesene Behauptung" sein soll. Offenbar liegen Dir stichhaltige Zahlen vor, die das Gegenteil nachzuweisen vermögen.
 
Und gerade Dein Fluglärm-Beispiel passt doch: erinnerst Du Dich an die bürgerkriegsähnlichen Zustände anlässlich der Frankfurter Startbahn West? Und was ist daraus geworden?
 
So manche Demo erscheint mir nur noch als Freizeitgestaltung. Und dafür ist das Demonstrationsrecht einfach zu wertvoll! Wenn die permanente Verwässerung "herabwürdigend" sein soll, dann bitte. Ich werde mich sofort an einer Demo beteiligen, wenn Grundwerte in Frage gestellt sind. Dann lohnt es nicht nur, das wäre zwingend erforderlich!
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07.02.2012 | 18.38 Uhr | price Ich liebe die Demokratie, nur wenn die eine Seite meint (linke) sie müße die Rechte der anderen beschneiden (rechte), weil die Geschichte uns gelehrt hat, das die Rechten diese Freiheiten abschaffen würden, dann ist es eine reine Bahauptung der Linken um das gleiche Handeln gegen Rechte anwenden zu können.
 
Aber für solche wie sie, wurde der Sozialismus immer nur falsch verstanden und ausgeführt. blahblah linke Hirnwi**se halt.
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07.02.2012 | 18.29 Uhr | price @ kom10
Sie unterstellen PK eine Nähe zur NPD und gleichzeitig verharmlosen sie offensichtlich staatsfeindlich bestrebte Parteien wie die Linke, die die direkte Nachfolge Partei der SED sind. Es ist gerade mal 20 Jahre her, als die Ursprungspartei Leute hat abschießen lassen, weil sie das Land verlassen wollte.
 
Zu den restlichen "Symphatisanten" der linken SA kann man nur sagen, dummes Volk, was sich durch die ewige Nazi Keule hat blenden lassen und jetzt mit dem Teufel im Bunde steht. Doch auch sie werden nicht verschont werden, aber nicht von irgendwelchen rechten, sondern von den linken Randgruppen, die sich aber einer bestimmten Größe selbst zerfressen.
 
Und zur Firedlichkeit.. nimm doch mal die Demos der letzten Jahre und wer zu welchen Zahlen krawall gemacht hat. Der Betonklotz auf die Polizei in Magdeburg vor 3 Wochen, es waren linke. Autos in Berlin, linke, Bahn sabotiert, linke.
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07.02.2012 | 17.06 Uhr | kom10 Checmate"dienstags demonstrieren dieselben Leute gegen zuviel Beamte."
 
Warum lehrer gegen zuviel Beamte sollten leuchtet mir nicht ein!
Woher hitler diese Fähigkeiten plotzlich hatte frage ich mich auch.
Vielleicht einfach ein naturtalent wie der abgebrochene Dachdecker honecker?!
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07.02.2012 | 16.22 Uhr | kom10 price:
 
Ideologisch verblendet kommen mir eher deine abstrusen Vergleiche mit dem verhassten Hauptgegner von PK,der Linkspartei vor!
 
Wer die LP mit der staatlichen Mörderbande SA und Faschisten gleichsetzt hat entweder nicht begriffen was die angerichtet haben oder will nur billig agitieren.
Das sind doch nur masslose Übertreibungen die eigentlich nicht diskussionswürdig sind.
 
Dass sich die Teilnehmer der Gegendemo die,das könnte euch so passen!,eben nicht nur aus LP sondern auch aus kirchlichen,Wohlfahrtsverbänden,spd Initiativen zusammensetzte,lächerlich gemacht werden sollten kann ich widerum nur als Witz bezeichnen.
 
Nein,im gegenteil sie haben damit diesen Rechtspopulisten,die der npd sehr nahe stehen,und auf Stimmenfang am rechten Rand aus waren,wieder anständig die Suppe versalzen!
Das sogar weitgehend friedlich.Bravo!
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07.02.2012 | 10.53 Uhr | price @ kom10
"Aber eben nicht nur eine Bühne für PK wie das ohne Gegendemo der Fall gewesen wäre.Das scheints du nicht zu begreifen!"
 
Da ist aber jemand total verblendet, oder?
PK schafft, so wie sämtliche anderen rechten Demos eins, sie verhalten sich friedlich. Die Gegendemonstranten, wirklich vergleichbar mit der SA, fallen derweil durch übergriffe, unangenehmes Verhalten und Angriffe auf Polizisten auf.
 
Die "Antifaschisten" geben sich selbst als Faschisten und PK bittet sie mit ihrer Präsenz auf die Bühne, um sich selbst lächerlich zu machen.
 
Was glaubst Du, was passiert, wenn die breite Masse mal realisiert, das der schwarze Block linke sind? Da kann es schnell zu einem Meinungsumschwung kommen.
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06.02.2012 | 15.43 Uhr | kom10 "Aber der stupide Automatismus hinter den Gegendomstrationen schafft auch noch eine Bühne!"
 
Aber eben nicht nur eine Bühne für PK wie das ohne Gegendemo der Fall gewesen wäre.Das scheints du nicht zu begreifen!
 
"aber die friedlichen Demos haben doch nur noch den Effekt, dass sie der Mehrheit der Menschen schlicht auf den Wecker gehen."
 
Woher willst du das wissen, das ist doch nur eine unbewiesene Unterstellung.Ich habe nicht den Eindruck dass den Bürgern eine Demo alle paar Monate nicht zugemutet werden kann.
Die Ausübung der demokratischen Rechte gibt es eben nicht zum Nulltarif! Das sollte einem Selbständigen eigentlich bekannt sein.
Ja, und mir geht hier deine kontraproduktive z.t.herabwürdigende Haltung gegenüber ihre Rechte wahrnemenden Demonstranten auf den Wecker!
 
Die 5000 Teilnehmer am Wochenende die gegen Fluglärm protestierten haben jedenfalls damit erreicht, dass der Vorstandsvorsitzende Fehler eingeräumt hat und zu weiteren Gesprächen bereit ist.
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05.02.2012 | 12.56 Uhr | Realist60 Hallo, "Lästermaul"! Du hast doch vollkommen Recht! Nicht, dass ich eine Demo mit Steinefliegen etc. begrüßen würde, aber die friedlichen Demos haben doch nur noch den Effekt, dass sie der Mehrheit der Menschen schlicht auf den Wecker gehen.
 
Deswegen meine grundsätzliche Frage, welchen Wert dem Demonstrationsrecht in unserer von neuen Medien geprägten Welt noch hat, außer alte Denkweisen zu konservieren - und bei Gruppierungen wie ProKöln für unerwünschte Fremdwerbung zu sorgen.
 
Das PK sich ein Grundrecht zunutze macht, ohne tatsächlich hinter unseren demokratischen Prinzipien zu stehen, ist eine Sache. Aber der stupide Automatismus hinter den Gegendomstrationen schafft auch noch eine Bühne!
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03.02.2012 | 21.11 Uhr | checkmate Ich bin ja ein altes Lästermaul. Ich habe immer gesagt, wenn eine Demonstration etwas bewirken soll, dann müssen Steine fliegen. (Gleise Aufreißen)
 
Schon Hitler hat dieses Prinzip angewandt. Wenn Anfang der 30er in Berlin irgendwo Kommunisten sich versammelten, dann marschierte die SA dahin und mischte auf. Aber das Besondere: die Presse war zum Tatort bestellt und berichtete ausführlich. Hitler war nicht nur rednerisch ein Genie, sondern auch organisatorisch. Ich habe nie begriffen, wo er das gelernt hat.
 
Und Lehrermangel: montags gehen die Leute auf die Straße wegen Lehrermangel, dienstags demonstrieren dieselben Leute gegen zuviel Beamte.
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03.02.2012 | 16.16 Uhr | Heinz K Hier geht es ja nicht um Radikalismus, sondern nur um eine geringfügige Einteilung rechter und linker Ideale. Du führst die linke Mehrheit damit an, daß sie eine notwendige Reaktion auf die jüngste Finanzkrise sei. Dem kann ich aber auch nicht zustimmen. Das würde ja heissen, daß Kapitalimuskritik grundsätzlich links sei. Dabei ist nicht einmal der Antikapitalismus exklusiv links. Denk nur an die Wirtschaftskrise in den 30er Jahren. Da war die Reaktion zumindest hierzulande eine gewaltige rechte Mehrheit und die glaubte nicht an die Freiheit der Märkte.
 
Wie soll ich allein dich einordnen? Manchmal kritisierst du die Märkte, redest von Umverteilung, was für mich eine linke Position ist. Andererseits propagierst eine Rückbesinnung auf christliche Werte, was konservativ und rechts klingt.
 
Soll ich dich jetzt trotzdem links einordnen, damit das mit der Mehrheit auch hinhaut? :)
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03.02.2012 | 12.11 Uhr | Taxania Heinz K.
 
Ich stimme Dir nicht zu. Sehr wohl gibt es eine deutlich linke Mehrheit!
 
Vergiß nicht, die derzeitige Regierung basiert nicht mehr auf der aktuellen politischen Situation. Bei einer wahl wären wir von der FDP befreit usw. Dazu kommt, die Fragwürdigkeit des Systems, ausgedrückt durch die Finanzkriese geschah nach der letzten Wahl.
 
Anderseits gebe ich Dir recht, eine linke Ausrichtung kann genau so gefährlich sein, wie die rechte Gesinnung.
 
Anderseits wage ich zu behaupten, auch im rechten Lager kann man nicht alle gleich betrachten. Recht ist doch schon jener, der absolut demokratisch, die Überfremdung beanstandet! Das ist doch von denen zu unterscheiden, die sich militant gegen Menschen richten! Das ist doch wie im Fußball: Die Holigans sind doch nicht gleich zu setzten mit fanatischen Fanclubs usw.
 
Wenn auf der linken Seite Extremisten meinen, alles "Deutsche" vernichten zu müssen, Fremde anziehen zu müssen, um überliefertes zu beseitigen,ist das auch Redikalismus!
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30.01.2012 | 15.38 Uhr | Heinz K Es gibt keine linke Mehrheit in Deutschland. Momentan regiert ja auch eine Regierung rechts der Mitte und dazu kommen noch ganz viele Wechselwähler, die sich nicht darauf festlegen lassen links oder rechts zu sein. Und ich wüsste auch nicht, daß "links-sein" seit neuestem das ultimative Mittel gegen Diskriminierung und Gewaltverbrechen ist. Das wirst du ja selbst wissen.
 
Angst ist größer als jedes Ideal.
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29.01.2012 | 13.47 Uhr | Profil gelöscht Wer soll denn da bitte überreagieren?
Wenn man SPD, Grüne und die Wähler der SED addiert, kommt man auf eine satte linke Mehrheit.
Da besteht wohl kaum die Gefahr, dass die über Nacht ihre Meinung um 180 Grad drehen.
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27.01.2012 | 13.14 Uhr | Heinz K Das kann natürlich alles passieren.
 
Anderseits stellt sich da für mich noch eine weitere Frage: Könnte das deutsche Volk mit diesem Wissen überhaupt umgehen?
 
Was passiert wenn die Deutschen überreagieren, panisch sich auf die Seite der Islamophoben schlagen nur um die vermeintlich rechten oder rechtsradikalen Ausländer aus dem Land zu schaffen? Bei so etwas besteht auch schnell die Gefahr der Pauschalisierung.
Natürlich muss es aber nicht so kommen.
 
Ich bin da ehrlich gesagt mit meinem Latein am Ende. Was passieren wird ist von meiner Seite aus nur noch Spekulation.
Der PK-Effekt könnte ja auch eintreten, wenn die Studie jetzt gemacht werden würde.
Deswegen werde ich nicht dafür stimmen irgendetwas zu erzwingen. Das Volk muss selbst lernen mit so etwas umzugehen und wenn es eben meint sich dafür Zeit zu nehmen dann sei es von mir aus eben so.
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25.01.2012 | 18.12 Uhr | Realist60 Heinz, es ist nach Jahren der Untätigkeit gewiss nicht schlimm, noch etwas zu warten. Aber das Geschrei von wegen "... gleich gesagt!!" wird dann gerade aus den Kreisen am lautesten sein, denen jetzt (noch) staatsfeindliche Gesinnungen vorgeworfen werden.
 
Diesen Aspekt habe ich nicht vergessen! Es ist ohnehin zu vermuten, dass das der Grund für das Aussetzen der Studie ist.
 
Ich kann und will nicht behaupten, die Wahrheit für mich gepachtet zu haben. Sehr wohl aber betrachte ich schon den Versuch, eine Wahrheitsfindung (so z. B. diese Studie) zu unterdrücken oder zurück zu halten, nicht minder schädlich als das Dumpfgeblöke von PK.
 
Vielleicht sogar noch schlimmer. PK entblödet sich schließlich nicht, seinen Schwachfug öffentlich zu verbreiten. Das Zurückhalten von Informationen etc. hat dagegen durchaus Zensurcharakter. Und wo das hin gehört, bedarf wohl auch keiner näherern Erläuterung.
 
Die Studie könnte ein erster Schritt sein. Aber ihr Ende war doch absehbar, oder?
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25.01.2012 | 16.41 Uhr | Heinz K @Realist
Du vergisst bei dieser Studie das Problem, daß jeder der gewillt ist herauszufinden wie rechtsradikal Immigranten sind sich doch gleich selber des Rechtsradikalismus verdächtigt macht. Es ist wohl so in diesem Land, daß die meisten Menschen überhaupt nicht wissen wollen, was es damit auf sich hat.
Ich denke ich brauche nicht schon wieder auf das einstige Ereignis unserer Vergangenheit hinzuweisen. Du weißt schon, welches man nicht leugnen darf.
 
Die meisten Leute interessieren sich nicht dafür, weil sie Angst vor diesem Wissen haben. Sie wollen es ignorieren.
Andererseits denke ich doch würde sich diese Einstellung ändern, wenn auch tatsächlich ein notwendiger Anlass dazu bestehen sollte. Vielleicht gibt es den ja bald. Ist doch nicht schlimm, darauf zu warten.
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25.01.2012 | 16.35 Uhr | Heinz K price:
"Wenn man rechte bespuckt ist es eine Meinung, und wenn rechte irgendwen (selbst den Fussboden) bespucken, dann ist es eine Beleidigung, ein rassistischer Übergriff usw."
 
Haha, ja so sieht es wohl aus :D
 
Du bist doch ein Reaktionär. Wenn dir keine Sachargumente einfallen erschaffst du solche haltlosen Übertreibungen und tröstest dich mit deinem schwarz/weiß-beschränkten Weltbild. Rechts = Gut. Schlecht = alle anderen = Linksradikal. Ich bin linksradikal, die Hausbesetzer sind es auch, meine ganze Stadt ist linksextrem, sagst du ja selber. Wir sind alle Stalinisten. Wer hier konservatives Gedankengut äußert kommt in den Gulag, oder wie? ^^
Du bist schon ein lustiger Kerl :)
 
Komm mal wieder runter. In diesem Land herrscht Meinungsfreiheit und wenn die meisten Bürger momentan eher nach links tendieren, dann kannst du das doch auch akzeptieren ohne gleich auszuflippen. Oder magst du die Demokratie nicht so sehr? Soll ja vorkommen, aber selbst das tolerier ich.
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24.01.2012 | 20.06 Uhr | price @ Realist60
"Was wäre so schlimm an dieser Studie? Bestätigt sich der Verdacht, dürfte man dankbar sein, verwertbare Informationen zu erhalten, um Gegenmaßnahmen einzuleiten, wenn nicht, spräche das div. Ausagen der rechtsradikalen Szene Hohn."
 
Du hast noch einen Verdacht, obwohl es schon lange erwiesen ist? Oder glaubst Du, die 6.500 Besucher in der Grugahalle vor einem oder zwei Monaten, sind von den Bäumen gefallen und haben sich danach aufgelößt?
 
Das die Stadt diese Untersuchung nicht will, liegt auf der Hand. Zahlen die nicht erhoben werden, können nicht kritisiert oder thematisiert aber polemisiert werden.
 
Ich habe echt gedacht, Du bist realistischer.
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24.01.2012 | 16.29 Uhr | kom10 "Ein Hoch unserer rechtsnationalfreien Zone. Hatten das die Montagsdemonstranten im Sinn, als sie sich für Freiheit einsetzten?"
 
kompliment,das ist der erste fehlerfreie,inhaltlich verständliche Kommentar der mir von dir bekannt ist.Weiter so, auch wenns etwas mühe macht!
 
Aber huch,da fühlt wohl jemand völlig eingeschränkt in seiner zumindest rechtskonservativen Denkweise!
 
Aus welchen meiner äusserungen ziehst du denn die diesen weit übertriebenen, absurden Schluss eine linksextreme Diktatur zu wollen??
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24.01.2012 | 13.42 Uhr | Taxania kom10
 
Machen wir doch den Vorschlag das Heiraten von reinrassigen Deutschen zu verbieten (Die Nazis hatten ja vorgemacht, wie man das ermitteln kann). Zuzulassen ist nur eine Migrantenverbindung. Nur so kann die Gefahr eines rechtsradikalen Umtriebes wirkungsvoll unterbunden werden!
 
Alle öffentlichen Gebäude sind für Migrantenversammlungen zu requrieren. Alle Aktivitäten haben mit gemeinsamen Singen der Internationale zu beginnen, spucken auf das Kreuz ist zur Regel zu erheben um zu belegen, gefeit zu sein von jedem reaktionären Umtrieb, dem entsagt zu haben usw.
 
Lederkleidung ist nur noch in Dominastudios gestattet oder mit "Persilschein" auf Antrag bei tadelloser Gesinnung auf Motorädern. Stiefel nur noch in freier Natur über 1.000 Meter oder im Schnee bei minimaler Höhe von 1 meter.
 
Ein Hoch unserer rechtsnationalfreien Zone. Hatten das die Montagsdemonstranten im Sinn, als sie sich für Freiheit einsetzten?
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