Wie (sicher nicht nur) der StA vermeldet, hat sich die „Kommission zur Wahrung der Belange der Kinder“, ein seit zwanzig Jahren bestehender Unterausschuß des „Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, bestehend aus fünf verdammt gut bezahlten Abgeordnetinnen des deutschen Bundestages für ein Verbot der Überraschungseier (und ähnlicher Produkte) ausgesprochen, weil Kinder nicht zwischen Nahrung und Spielzeug zu unterscheiden wissen.
 
Hätten mich die Däminnen doch vorher konsultiert: An einem Sommertag hatte ich die finale Auseinandersetzung mit meiner Sproßlingin. Diese hatte mir ein Ü-Ei abgebettelt, ging damit an den Recyclingtresen jenseits der Kasse, schmiß die Schokolade (immerhin korrekt) in den Biomüllbottich, riß gierig das Plastikteil auf – um dessen Inhalt dann enttäuscht ebenfalls zu entsorgen. (Bitte jetzt keine – völlig zutreffenden – Auslassungen über mein grundsätzliches Versagen als Erzieher!) Immerhin habe ich der Kröte eine Scene gemacht, die mir alle zukünftigen Ausgaben für Ü-Eier und Verwandte abschließend erspart hat.
 
Liebe, verehrte Kommissionistinnen zur Wahrung der Belange von Kinder- (innen): Bitte unterschätzt nicht das Distinctionsvermögen noch so kleiner Nachwuchsmenschen! Die schlichte Dichotomie eßbar/ungenießbar dürfte angeboren sein. Ihr müßt Euch wirklich keine Sorgen machen.
 
Bis hierher dürfte ich den einen oder anderen zum Lachen gebracht haben, und freundliche Kommentare nebst netten Sternchen sollten mir sicher sein. Allein – darum geht es mir wirklich nicht! - ICH KÖNNTE KOTZEN!
 
Sind es wirklich verschluckte Kleinteile aus Ü-Eiern, die unsere Kinder töten?
 
WAS, WAS, WAS tun diese sinnlos überbezahlten Kommissionistinnen des Unterausschusses zur Wahrung der Belange von Kindern des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegen Verwahrlosung? Gegen Kindesmißhandlung? Gegen Mißbrauch? Gegen Kindestötung? Gegen Kinderarmut? Für Betreuung? Für Bildung?
 
Wenn ich solche (sit venia verbo) Scheiße lese, könnte ich platzen! Sehen diese unterbelichteten Diätenmadinnen wirklich keine drängederen Probleme als Ü-Eier?
 
Ach ja, doch: Fahrradhelmpflicht für Kinder und Jugendliche soll eingeführt werden, und die Ranzen sollen leichter werden. – Zusammen mit einem Ü-Ei-Verbot wären damit in der Tat die wirklich ernsthaften Kinderprobleme gelöst und Gefahren gebannt. Wie gut, daß es diesen Unterausschuß des Ausschusses gibt!
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Kommentare | 1 bis 12 von 12 Kommentieren
10.08.2008 | 13.57 Uhr | tokie Das geht doch alles am Problem vorbei. Diese Bausätze, bei denen diese Kleinteile dabei sind, sorgen doch nur für Enttäuschung. Im Inhalt des Plastikteiles des Ausgangstextes war bestimmt auch so etwas. Da gehören aktuelle kompakte Actionfiguren rein und wenn ihnen sonst nichts einfällt verschluckbare Gummibärchen.
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10.08.2008 | 11.12 Uhr | Bertha Hallo Betrachter,
 
schön mal wieder etwas von Dir zu lesen. Mayoulie hat Recht. Diese Aktion ist eine typische Sommerlochstory. Als wenn es nichts Wichtigeres gäbe. Aber es passt zu uns Deutschen. Wir sind offenbar nicht glücklich, wenn wir nicht alles bis ins Kleinste regulieren können. Und wenn die Bürokraten aus Büssel etwas vorlegen, dann satteln wir meistens noch einen drauf. Mann, habe ich gelacht als sie Stoiber zum Vorsitzenden eines Gremiums gemacht haben, das Bürokratieabbau vorschlagen soll. Das heißt den Bock zum Gärtner machen!
Gruß Bertha
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09.08.2008 | 11.56 Uhr | beckerchen Hi Leute,
ich würde sagen die Hitze der letzten Tage hat der Politik noch den Rest Hirn aus dem Kopf gebrannt. Der Gasanteil in so mancher Politiker Birne ist bedenklich erhöht. Ich würde so manchen Politiker verbieten und ihm ein Lebenslängliches Sprechverbot auferlegen da sowieso nur gequirlte Schei.. heraus kommt.
MFG
RENE
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08.08.2008 | 15.40 Uhr | Profil gelöscht five
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08.08.2008 | 12.52 Uhr | Anita Brandtstäter Hallo Betrachter,
 
ich frage mich auch: Wie lange gibt es jetzt Überraschungseier – und wie lange ist nichts passiert? Ich habe das fast nicht glauben können! Das kann man nur als Kabarett-Beitrag im Sommerloch werten! ;-)
 
Aber es wird ja schon wieder zurückgerudert …
 
Gruß Anita
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07.08.2008 | 23.18 Uhr | escape Hallo Betrachter,
ich finde, der Ansatz weist schon in die richtige Richtung. Trotzdem zeugt er von erstaunlicher Ignoranz. Haushalte mit Kleinkindern sollten sollten viel stärkeren Reglementierungen unterliegen. Verboten: Schrauben und Nägel, Nadeln, Scheren und Messer jeglicher Art, Werkzeuge gehören in einen abschließbaren Waffenschrank. Messer und Gabel werden verbannt, Nagelfeilen und Streichhölzer ebenso.
 
Im Garten keine Schaukel, keine Rosen mit Dornen und keine Maiglöckchen, die sind giftig! Am besten auch keine Bäume, auf die man klettern könnte. Anzuraten ist unbedingt das Wohnen im Bungalow ohne Keller, damit die Treppen nicht zur Falle werden.
Die so behüteten Kinder werden bestens auf das Leben vorbereitet.
 
Es grüßt herzlich
 
escape *mit Desinfektionsspray für eine klinisch reine Kinderwelt*
 
P.S. Und du meinst, es ist ein weibliches Problem, sich auf Nebenkriegsschauplätze zu begeben??
 
Du hast noch die Menschin vergessen, hihihi
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07.08.2008 | 13.48 Uhr | argus Bildung der Kinder???
 
Welche Bildung???
 
Betrachter, wir hatten die gleichen Gedanken! Und die Points sind dir trotzdem sicher, auch wenns dir egal ist.
 
(Die Lück hatt kein Problemscher)
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07.08.2008 | 13.45 Uhr | Steinfels .. es genügt m.E., wenn sich die Politiker
vordringlich um die Bildung der Kinder
kümmern, dann müssen sie sich nicht um
den Mißbrauch der Ü-Eier sorgen.
Aber die Profis haben schon immer die
Wertigkeiten verwechselt.
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07.08.2008 | 12.58 Uhr | Profil gelöscht Außerdem stelle ich die gleichen Fragen wie in Deinem drittletzten Absatz.
 
Püppi
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07.08.2008 | 12.55 Uhr | Profil gelöscht Hallo Betrachter,
 
ich habe bei Zabi einen Kommentar geschrieben.
 
Ich bin nämlich immer noch beleidigt wegen dem /des Bügeln/s.
 
Nee, dat war jetzt ein Witz. ;-))
 
Viele liebe Grüße nach Kiel
 

Püppi
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07.08.2008 | 11.31 Uhr | Profil gelöscht Das ist doch blankes Sommerlochtheater. Dem neugierigen Leser muss was geboten werden, um ihn von wirklichen Problemen abzulenken. Mit Sicherheit wird es dieses Verbot nicht geben, dafür wird der Hersteller schon sorgen. Vielleicht hat ja ein Kind eines Kommissionsmitgliedes so ein Teil verschluckt. Das ist das natürlich ein brennendes Problem. Kids verschlucken alles, was nicht niet- und nagelfest ist, auch Steine und Dreckklumpen. Da müssen die Erziehungsberechtigten schon aufpassen. Die Erfahrung, was essbar ist und was nicht, muss erworben werden und ist meiner Meinung nicht genetisch angelegt.
Kindern unter drei Jahren sollte man keine Kleinstteile in die Hand geben und nach dem dritten Lebensjahr sollten Kinder so weit sein, dass sie entscheiden können, was essbar ist und was nicht.
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07.08.2008 | 09.41 Uhr | Zabaione Bingo!
da hatten wir wohl ähnliche Gedanken!
gruß
Zabaione
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