Stolp in Pommern
Stolp i. Pom., histor. Aufnhame
"Bist ja doch das eine
in der ganzen Welt,
bist ja mein, ich deine,
treu dir zugesellt;
kannst ja doch von allen
die ich je gesehn,
mir allein gefallen,
Pommerland so schön!"
 
Dies ist die 4. Strophe des Pommernliedes von A. Pompe, das wir nicht erst in Sachsen-Anhalt oft gesungen haben. Es hat uns ebenso begleitet wie die historische Aufnahme von Stolp, bis ich 25 Jahre später 1971 zum ersten Mal meine Geburtsstadt wiedersehen und dann sowie später eigene Fotos machen konnte.
 
Hinterpommern ist seit dem Kriegsende nicht mehr deutsche Provinz. Und aus der deutschen Stadt Stolp ist das polnische Slupsk geworden. Zerstört war nicht nur ein Größteil der Innenstadt durch Brandstiftung schon lange, bevor wir 1946 die Stadt verlassen mussten.
 
Trotzdem bin ich immer wieder gerne dort gewesen, habe mich zuerst gewundert über die anderen Größenverhältnisse, dann nach Bekanntem gesucht und die Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten registriert.
 
Am wenigsten verändert hat sich der Fluss, die Stolpe, der die Stadt auf dem Wege zur Ostsee von Süden nach Norden am östlichen Rand der Altstadt durchfließt.
 
Von den Zerstörungen am Kriegsende sind wie das Rathaus beispielsweise die Häuser am ehemaligen Bismarkplatz und in der Bahnhofstraße nicht betroffen gewesen.
 
Andere Gebäude wie die Marienkirche und das Mühlentor sind zunächst notdürftig hergerichtet worden und haben inzwischen sogar wieder ihre ehemalige Gestalt zurück erhalten.
 
Das Herzogschloss und der Hexenturm, Teil der Befestigungsanlagen, sehen heute mit den polnischen Ergänzungen zwar schmucker aus als zu deutscher Zeit, wirken so jedoch etwas fremd, wie natürlich die nach dem Krieg schnell erriechteten neuen Häuser nicht in das gewohnte Bild der alten Stadt passen.
 
Für neue Straßen war mehr Platz. Die früher verkehrenden Straßenbahnen sind durch Busse ersetzt worden.
 
Auf dem Friedhof sind die Gräber aus deutscher Zeit verschwunden. Allerdings konnte vor kurzem mit der Errichtung eines Gedenksteins dauernd für die Erinnerung an die deutschen Toten gesorgt werden.
 
Eine kleine Auswahl meiner Fotos habe ich unter dem gestrigen Datum eingestellt, die an das alte Stolp erinnern und zugleich das Schöne der Stadt und ihrer Umgebung zeigen sollen, deren Bewohner einmal stolz waren auf ihr "Klein Paris".
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Kommentare | 1 bis 3 von 3 Kommentieren
21.09.2011 | 06.52 Uhr | Spiegel Ja, checkmate, Kriege und deren Folgen gab es auch in Pommern schon früher, aber das wussten wir als Kinder noch nicht.
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21.09.2011 | 00.11 Uhr | checkmate Pommerland ist abgebrannt
Maikäfer flieg.
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18.09.2011 | 19.04 Uhr | ing.lambertz Hallo Spiegel,
 
Andere Gebäude wie die Marienkirche und das Mühlentor sind zunächst notdürftig hergerichtet worden und haben inzwischen sogar wieder ihre ehemalige Gestalt zurück erhalten.
 
Eigentlich sehr anerkennenswert, dass die Polen viele historische Gebaeude restauriert oder gar im historischen Gewand wieder von Grund auf neu gebaut haben.
 
Das ist zwar ein wenig Disneyland, aber es bringt doch die Erinnerung zurueck an die Geschichte. Auch hat so doch jede Stadt ein eigenes Gesicht und nicht alle sehen gleich aus.
 
Ich las in der Welt von gestern, dass die Weseler (am Niederrhein) fuer 4 Mio Euro ihr altes gotisches Rathaus wieder haben entstehen lassen. Es war nach dem Krieg durch einen der ueblichen Buerokaesten ersetzt worden. So gewinnt die Stadt, die zu 98 % zerstoert war, doch wieder ein Stueck Identitaet zurueck und die Bewohner auch.
 
Gruss Lemm(y)i
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