Kritiker Helmut Gote schaut für den Kölner Stadt-Anzeiger den Restaurants der Region genauer auf den Teller - vergibt dabei aber keine Noten und Sterne.
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Restaurant Oxin

Alteburgerstr 3550678 KölnTel.0221/9322464E-Mail: www.info@oxin-restaurant.de
Öffnungszeiten:
Dienstag -Sonntag 12.30-14.30 und 18-24 Uhr
 
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Bewertungen 2

mit W-LAN Zugang

Reservierung ratsam

teilweise Nichtraucher

mit Außengastronomie

Bewertungen | 3 gesamt Bewertung schreiben
28.01.2011 | Helmut Gote | | keine Noten |
Arabische Akzente

Kaum war ich dem verkehrstechnischen Spießrutenlauf rund um den Chlodwigplatz entronnen, stand ich schon wieder vor einer Baustelle, an der ich eigentlich dieses erst vor vier Monaten eröffnete Restaurant vermutete. Unter dem Baugerüst konnte ich erst auf den zweiten Blick das beleuchtete Schild mit dem Restaurantnamen erkennen. "Orientalisch anders" steht darauf, und damit meint Inhaber Mehdi Tabatabai, ein seit 18 Jahren in Deutschland lebender Iraner, seine Art zu kochen.
 
Er bietet Gerichte an, die mit Produkten wie Oktopus, Lammfleisch, Auberginen und viel Tomaten an die südeuropäische Küche erinnern. Gleichzeitig setzt er auf ganz eigene Art mal mehr oder weniger arabische Akzente. Da liegt zum Beispiel gegrillter, innen noch leicht roher Thunfisch (14,80) auf mit Champagneressig abgeschmeckten Linsen und Couscous mit kleinen Gemüsestücken, und plötzlich entwickelt sich im Mund ganz dezent das Aroma von Zitrone und Kardamompulver, mit dem er den Fisch vorher mariniert hat. Das Auberginenpürée ist mit Sesampaste abgeschmeckt, das Doradenfilet (16) dazu präzise gedünstet, als Beilage gibt es außerdem drei knackig frische Garnelen und ein hervorragendes Kartoffelpürée. Zu zwei dicken Scheiben vom Lammrücken (14,50), die quer zum Rückgrat geschnitten und mit Knochen gebraten sind, serviert Tabatabai Okraschoten und Safranreis. Der ist, ebenfalls als Beilage, zur rosa gebratenen Entenbrust (16) dann mit kleinen roten, fein süßlichen Berbentzbeeren bestreut. Von welchem Strauch oder Baum die stammen, konnte ich bis heute nicht herausfinden, sie passen aber gut in dieses insgesamt absolut stimmige Gericht, zu dem noch ein Mus aus fruchtigem Granatapfelmark mit gemahlenen Walnüssen gehört - eine Zusammenstellung, die sich trotz der ungewöhnlichen Zutaten geschmacklich sofort erschließt.
 
Beim "Ghorme sabsi" (7), einem kompromisslos persischen Eintopf aus Lammfleisch und roten Bohnen, habe ich allerdings lange nachgedacht, wie ich den Geschmack beschreiben soll, bevor ich hiermit nun endgültig kapituliere: Jedenfalls sind sehr viele frische Wildkräuter darin, die von Tabatabais Familie tatsächlich im Iran gesammelt, kurz gedünstet und dann eingefroren werden. Die Kräuter sind vermutlich dafür verantwortlich, dass der Eintopf eine schwarz-grünliche Farbe hat und alles irgendwie sehr würzig-kräuterig schmeckt, völlig ungewohnt, ganz interessant und ziemlich gut. Alles andere kann ich Ihnen wieder präziser vermitteln: Sowohl der warme Schokoladenkuchen (5) als auch die sehr fruchtige Creme brûlée von Passionsfrucht (4) rundeten das Essen schön ab, und es gibt eine kleine Auswahl ordentlicher europäischer Weine.
 
Das kleine L-förmige Restaurant ist so gemütlich in violett-roten Farben und mit weißen Stoffbahnen an der Decke ausgestattet, dass man sich trotz der Enge wohl fühlt, und bei großem Gästeandrang dauert alles etwas länger. Aber das wird sich wohl mit wachsender Routine einspielen. Und das Baugerüst draußen soll auch bald abgebaut werden.
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02.01.2012 | Steffen Meschkat | Bewertungsdetails Zur ersten Kritik: Es handelt sich nicht um "Berbentzbeeren", sondern um Früchte des BerbeRITZENstrauches, der für jedermann leicht zu ergoogeln ist.
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09.12.2007 | mariolili | Bewertungsdetails Essen ist Geschmackssache. Aber wie soll man ein Essen bewerten, das Herzhaft mit frischen Zutaten, exotisch gewürzt und perfekt zubereitet ist.
Solch ein Essen bleibt bei mir lange Zeit in Errinerung.
Ich denke das Restaurant kann ich mit gutem Gewissen weiter empfehlen.
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