Kritiker Helmut Gote schaut für den Kölner Stadt-Anzeiger den Restaurants der Region genauer auf den Teller - vergibt dabei aber keine Noten und Sterne.
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Heckmanns

Sülzburgstr. 10450937 Köln-SülzTel.02 21/94 08 08 33
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 12 bis 14 Uhr und ab 18 Uhr, Samstag und Sonntag ab 18 Uhr
 
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25.12.2010 | Helmut Gote | | keine Noten |
Her mit der Gans!

In Sülz hat sich gastronomisch schon länger nicht mehr viel bewegt. Mit dem „Heckmanns“ ändert sich das nun. Die Küche bietet sehr gute neu-deutsche französisch-mediterrane Speisen - und zur Zeit auch vorzügliche Gänse.
 
Wie jedes Jahr im November häufen sich bei mir die Anfragen nach Lokalen, wo man denn in Köln verlässlich gut Gans essen gehen könne. Das ist nicht gans (haha) einfach zu beantworten, weil leider vor allem Gasthäuser unter dem notorischen Billig-Preisdruck ihrer Gäste zunehmend an der Qualität der Ware sparen, was gerade bei der Gans zu erheblichen Einbußen hinsichtlich Geschmack und Zartheit führt und die Keulen und Brüste entsprechend oft zäh und fade sind.
 
Aber die gute Botschaft kommt in diesem Jahr überraschenderweise ausgerechnet aus Sülz, wo sich gastronomisch schon länger nichts mehr bewegt hat. Da hat nämlich kürzlich im sehr schön renovierten Heckmannshof ein neues Restaurant eröffnet, das mit seiner funktionalen Einrichtung und stimmungsvollem Kerzenlicht neudeutsche französisch- mediterrane Küche anbietet, und zur Zeit eben auch eine Gänsekarte. Ich hätte fast schon nicht mehr geglaubt, dass ich das in Köln noch einmal erleben dürfte: eine zarte, noch leicht rosa gegarte Gänsebrust mit feinem Eigengeschmack, dazu hervorragender Rotkohl, Maronen und einwandfreie Kartoffelknödel(19,50 Euro). Gleiches gilt für die fleischig-saftige Keule mit knuspriger Haut (17,50 Euro), die wie die Brust von freilaufenden französischen Gänsen stammt.
 
Gemüseterrine, Fettuccine, Perlhuhnconsommé
 
Der Koch verhilft aber nicht nur seinen Gänsegerichten (auch gut: die Gänseterrine im Steckrübenmantel 7,50 Euro) endlich wieder zu ihrem gebührenden Klassiker-Rang, sondern geht insgesamt sehr sorgfältig vor. Die frische Gemüseterrine mit Tomatenpesto (7,50 Euro), die Fettuccine mit Lammragout als Zwischengericht (10,50 Euro) und die Perlhuhnconsommé mit hausgemachten Ravioli (6 Euro) sind gelungene Beispiele für handwerklich einwandfrei ausgeführte Vorspeisen. Auch das präzise gebratenen Steak vom Kalbsrücken (18,50 Euro) und das Rinderfilet (22,50 Euro) liegen weit über dem üblichen Gasthausdurchschnitt in dieser Preisklasse. Die Weine sind passend ausgesucht und gastfreundlich kalkuliert, von den offenen wie dem Nahe-Grauburgunder (0,2l 5 Euro) oder dem südafrikanischen Pinotage (4,90 Euro) bis zum weißen Arneis (Flasche 24 Euro). Bei den Desserts lohnt sich besonders der warme Ziegenkäse mit Thymianhonig (6,50 Euro). Zudem sorgt Besitzer Kurtulus Aydin im Service dafür, dass man sich hier einfach rundum wohl fühlt. Jetzt wissen Sie also, wo Sie in der Vorweihnachtszeit hingehen können - nicht nur für die Gans.
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25.12.2010 | Paula | Bewertungsdetails Tja, Herr Gote, die "Vorweihnachtszeit", für die Sie dieses Restaurant und die Gans empfehlen, ist nun am Ende des 1. Weihnachtstages, wo Sie den Tipp einstellen, wohl vorbei. War das nun Absicht oder Schludrigkeit, fragt sich der interessierte Leser.
 
Da ich das Restaurant noch nicht kenne, man hier aber bewerten MUSS, ob man will oder nicht, gebe ich jeweils drei Sterne.
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