Kritiker Helmut Gote schaut für den Kölner Stadt-Anzeiger den Restaurants der Region genauer auf den Teller - vergibt dabei aber keine Noten und Sterne.
Gesamtnote
Essen
Getränke
Bedienung
Ambiente
Sauberkeit
Preis / Leistung
Gesamtnote
Essen
Getränke
Bedienung
Ambiente
Sauberkeit
Preis / Leistung
Gesamtnote
Essen
Getränke
Bedienung
Ambiente
Sauberkeit
Preis / Leistung

Copa Room

Venloer Str. (Barthonia-Forum) 25350825 KölnTel.0221 / 57 16 52-86, -87, -89
Öffnungszeiten:
Di.-So. 18 bis 23 Uhr
Ruhetag: Montag
 
Gesamtnote
Essen
Getränke
Bedienung
Ambiente
Sauberkeit
Preis / Leistung
Bewertungen 3

Reservierung ratsam

Nichtraucher

Bewertungen | 3 gesamt Bewertung schreiben
01.12.2008 | Dlareg | Bewertungsdetails mißbrauch ist leider das problem von fast allen foren. ich habe anfangs die 'Stadtmenschen Community' begrüßet, halte sie aber immer mehr für einen ort der selbstbeweihräucherung und damit unglaubwürdigkeit. schade, so bleibt zur orientierung doch nur die selbsterfahrung um nicht in die irre geleitet zu werden und die erkenntnis: werbung ist müll, egal in welcher form.
Bewertung ändern Bewertung löschen Bewertung melden
28.11.2008 | aoss68 | Bewertungsdetails ...Bernieboy80 kann nur ein Mitarbeiter von VOX oder ein Kumpel der Betreiber des CopaRooms sein. Ein so offentsichtlicher Fakebericht sollte sofort gelöscht werden, da er die Intelligenz der Leser in Frage stellt.
Bewertung ändern Bewertung löschen Bewertung melden
24.11.2008 | Bernieboy_80 | Bewertungsdetails Ein Restaurant auf Zeit
 
Aus Anlass eines Geburtstages besuchten wir zu fünft ein ganz besonderes Lokal: Es handelt sich gewissermaßen um ein Restaurant auf Zeit. Im Ehrenfelder Barthonia-Forum hat vor einigen Wochen der "Copa Room" eröffnet - dies ist eines der fünf teilnehmenden Gastro-Tempel der VOX-Castingshow "Mein Restaurant". Die beiden Startup-Gastronomen Bita und Kay müssen sich gegen vier konkurrierende Teams in Hamburg, Berlin, München und Leipzig durchsetzen; ähnlich wie bei "DSDS" dezimiert sich der Teilnehmerkreis in regelmäßigen Abständen durch ein Zuschauer-Votum. Als erstes erwischt hat es das Leipziger "TessaNova", das sich im Telefon-Ted hauchdünn gegen die Münchner "Grinsekatze" geschlagen geben musste. Diese Woche könnte es Köln erwischen: Von Restaurant-Tester Jürgen Schiller wurde der "Copa Room" gemeinsam mit dem Berliner "bloom" als Ausscheidekandidat nominiert. Mit ihren Anrufen auf 01379/7070-03 können Zuschauer ihre Stimme für die Erhaltung des Kölner (bzw. -01 für das Berliner) Teilnehmer-Restaurant abgeben. Werden auch wir für Köln anrufen? Man darf gespannt sein...
 
Herzlich wurden wir beim Betreten des Ladens vom jungen Kellner-Team (Melonenhut, weißes Hemd, schwarze Hose und leger gebundener Schlips) begrüßt. Was direkt ins Auge fällt, ist der Retro-Style des Ladens, der mit einem durchweg jungen Restaurantteam und Publikum kontrastiert: Mit einem Kordel-Vorhang an der Fensterfront, farbig beleuchteten Trennwänden und Deckenelementen, Designer-Plastikschirmlampen über den Tischen, dunkel-gestreiftem Parkettboden und Schwarz-Weiß-Fotografien an den Wänden wird das Konzept des Ladens designerisch umgesetzt. Wir konnten uns nicht einigen, ob es Richtung 60er oder 70er Jahre geht - hinterher erfahre ich jedoch, dass das Thema eher die 50er Jahre sind. Na gut - ist geschenkt! Verspielt, edel und mit viel Chichi würde der Laden auch etwa nach Berlin-Prenz'lberg oder ins Münchner Glockenbachviertel passen - Köln-Ehrenfeld mit seiner Künstler- und Freischaffendenszene ist jedoch meiner Meinung auch gut gewählt. Das Wetter trug übrigens kurioserweise auch zum Retro-Eindruck an jenem Abend bei: Es schneite so heftig, dass man sich unweigerlich an "gute alte Zeiten" lange vor der Klimawandel-Diskussion erinnerte. Auch beim Essen spielt das Team mit dem Kontrast aus Retro und Neuzeit: Traditionelle Rezepte werden auf überraschende Weise neu arrangiert, variiert und präsentiert.
 
Nachdem wir einen leckeren Granatapfel-Prosecco als Aperitif und frisch gebackenes Brot mit Olivenöl und dreierlei Salz (rotes 'fleur de sel', Himalaya-Salz und ein weiteres, schwarzes) als Appetithappen geordert hatten, ging es an die Vorspeise: Ich wählte das vegetarische "Frank's Hot Spinachi": warmer Spinatsalat mit Kirschtomaten, Himbeersauce, Balsamico-Essig und Erdnüssen süß-sauer, der "al dente" und sehr geschmackvoll rüberkam. Auch das lokal inspirierte "Heaven & Earth" (Gebratene Truthahnleberwurst auf Apfel-Zwiebelbett & getrüffeltem Kartoffelpüree) sowie das ausgefallene "Crazy Vitello Tonnato" (Thunfischtartar mit “flüssigem“ Kalbsfleisch - statt, wie üblich, umgekehrt) fanden den Applaus meiner Mitstreiter. Zusätzlich zum Geschmack überzeugte die sehr liebevolle und einfallsreiche Präsentation der Speisen - was auch beim Hauptgang der Fall war: Beim von mir und zwei anderen Kollegen bestellten "MenMeetMeal", ein Roastbeefmedaillon in Bacon mit Lavendel-Süßkartoffelpüree und Mini-Maiskolben, wurde das Püree in einem separaten Glas auf dem Teller serviert; ebenso gut kam der "Crispy Seadevil", ein Seeteufel im Speckmantel auf Kürbis und Parmesan, geschmacklich und designerisch bei zweien aus meiner Clique an.
 
In der zweiten Hälfte des Abends, etwa vor dem Dessert, ging es leider etwas mit dem Service bergab und die Wartezeiten wurden länger und länger. Nachdem sich bei uns erster Unmut breitmachte, wurde die Situation jedoch durch die sehr herzliche Inhaberin Bita bereinigt, die uns direkt für den nachgeorderten Wein und den Dessertgang sorgte: Dieser bestand in meinem und wiederum zwei weiteren Fällen aus dem "Peanut Goat Cheese", gegrilltem Ziegenkäse mit Erdnuss-Sauce, wobei erneut besonders die Sauce punktete. Auch am "Sexy Cheesecake", ein im Glas servierter Käsekuchen mit Sirup und Beiwerk, gab es absolut nichts auszusetzen. Preislich liegt das Restaurant im oberen Mittelfeld: Ein zweigängiges Menü kostet, abhängig von den gewählten Gerichten, zwischen 20,20 und 28,28 Euro, für drei Gänge ist man zwischen 25,25 und 33,33 Euro dabei. Mit Getränken (zwei Flaschen und vier weitere Gläser Wein, eine Flasche San Pellegrino und drei Fritz-Kola light) kamen wir insgesamt auf etwas über 300 Euro - also knappe 60 pro Kopf.
 
Welche gut in einen erlebnisreichen Abend investiert waren: "Einmal im Monat kann man hier locker hingehen", so die Meinung eines Freundes, die in unserer Runde mehrheitsfähig war. Heute Morgen habe ich übrigens mein Telefon-Votum für Köln abgegeben. Meine Entscheidung fiel durch das gute Essen, das ausgefallene Ambiente und die nette Betreuung durch das Team, welche die zeitweisen Schwächen im Service wettmachen konnte - und auch durch eine Prise Lokalpatriotismus: Kölner lassen eben doch keinen allein, und Ehrenfeld könnte außerdem die neue Gastro-Adresse auf der eher durch Fastfood geprägten Venloer Straße gut gebrauchen. Falls Köln siegt: Wir kommen bestimmt wieder!
 
[Bild: (c) VOX/Ralf Jürgens - mit freundlicher Genehmigung]
Bewertung ändern Bewertung löschen Bewertung melden
Lokal suchen

Alle Gastro-Kritiken von Gote anzeigen

Vergrößerter Stadtplan
größere Karte Eintrag ändern