Kritiker Helmut Gote schaut für den Kölner Stadt-Anzeiger den Restaurants der Region genauer auf den Teller - vergibt dabei aber keine Noten und Sterne.
Gesamtnote









Essen









Getränke









Bedienung









Ambiente









Sauberkeit









Preis / Leistung









Bali

Brüsseler Platz 250672 KölnTel.0221/522914
Öffnungszeiten:
Täglich ab 18 Uhr
Täglich ab 18 Uhr
Gesamtnote









Essen









Getränke









Bedienung









Ambiente









Sauberkeit









Preis / Leistung









Bewertungen 0
07.01.2011 | Helmut Gote |
| keine Noten |
Saté und Feuertopf
Das "Bali" ist mit seinen indonesischen Spezialitäten schon seit Jahrzehnten sozusagen der Platzhirsch unter den inzwischen zahlreichen asiatischen Lokalen im Belgischen Viertel. Seit dem vergangenen Jahr wird es von Varuni Siauw geführt, der Enkelin der Gründerin. An der Ausstattung des Ecklokals im Souterrain hat sie allerdings nicht viel geändert, warum auch: die gemütliche, leicht schummrige Atmosphäre mit Kerzenlicht, Holzfresken und Bildertafeln an den Wänden war schon immer ein gelungenes Markenzeichen des Lokals. Zu denen zählen leider auch, dass es in Herbst und Winter nicht besonders gut beheizt wird und es an den Beinen empfindlich ziehen kann.
Nicht nur deswegen bestellen viele Gäste vielleicht den Feuertopf (11,90 Euro für zwei Personen), einen der Klassiker des Hauses. Wer bei dieser Bezeichnung auf wärmende Schärfe hofft, wird enttäuscht. Es handelt sich um eine klare, kaum gewürzte Hühnersuppe ohne jeden geschmacklichen Pfiff mit allerlei Gemüse von Brokkoli bis Erbsenschoten darin, außerdem einige Glasnudeln, Garnelen und Rindfleischscheiben. Auch dem vegetarischen Gericht mit großen Tofu-Scheiben, grob geschnittenen Zwiebeln und Paprika in einer banalen Kokossauce (12,90 Euro) fehlt jeder aromatische Reiz, den asiatische Kräuter wie Zitronengras, Kaffir-Limetten, frischer Koriander oder Currypasten erzeugen könnten, weil diese Zutaten schlicht nicht oder eben nicht schmeckbar vorkommen.
Ebenfalls ziemlich spartanisch angelegte Gerichte sind die präzise gegarte zarte Entenbrust mit knuspriger Haut und einer dunklen, süßsauer-fruchtigen Sauce mit beigelegten Ananasstücken aus der Dose und etwas Gemüse (14,90 Euro) sowie die tadellosen Saté-Spieße mit Huhn, Schweinefleisch und Garnelen zur Erdnuss-Sauce und der gleichen Beilage (13,90 Euro). Lediglich das Lammfleisch mit Bananenblüten, Kichererbsen und - schon wieder - großen Paprikastücken in einer sehr intensiven und mittelscharfen, mit Sternanis und Kreuzkümmel zubereiteten Sauce zeigt, was die indonesische Küche an Raffinesse zu bieten hat. Ebenfalls gut gelungen waren die knusprigen Frühlingsrollen (3,90 Euro) und die in frischem Öl frittierten Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen. Dazu wirkt der Service im immer sehr gut besuchten Lokal etwas überfordert, so dass die Aufmerksamkeit unter der aufkommenden Hektik manchmal leidet. In dieser Form ist der Platzhirsch sicherlich nicht der mit dem größten Geweih im asiatischen Revier des Viertels.
| keine Noten |
Saté und Feuertopf
Das "Bali" ist mit seinen indonesischen Spezialitäten schon seit Jahrzehnten sozusagen der Platzhirsch unter den inzwischen zahlreichen asiatischen Lokalen im Belgischen Viertel. Seit dem vergangenen Jahr wird es von Varuni Siauw geführt, der Enkelin der Gründerin. An der Ausstattung des Ecklokals im Souterrain hat sie allerdings nicht viel geändert, warum auch: die gemütliche, leicht schummrige Atmosphäre mit Kerzenlicht, Holzfresken und Bildertafeln an den Wänden war schon immer ein gelungenes Markenzeichen des Lokals. Zu denen zählen leider auch, dass es in Herbst und Winter nicht besonders gut beheizt wird und es an den Beinen empfindlich ziehen kann.
Nicht nur deswegen bestellen viele Gäste vielleicht den Feuertopf (11,90 Euro für zwei Personen), einen der Klassiker des Hauses. Wer bei dieser Bezeichnung auf wärmende Schärfe hofft, wird enttäuscht. Es handelt sich um eine klare, kaum gewürzte Hühnersuppe ohne jeden geschmacklichen Pfiff mit allerlei Gemüse von Brokkoli bis Erbsenschoten darin, außerdem einige Glasnudeln, Garnelen und Rindfleischscheiben. Auch dem vegetarischen Gericht mit großen Tofu-Scheiben, grob geschnittenen Zwiebeln und Paprika in einer banalen Kokossauce (12,90 Euro) fehlt jeder aromatische Reiz, den asiatische Kräuter wie Zitronengras, Kaffir-Limetten, frischer Koriander oder Currypasten erzeugen könnten, weil diese Zutaten schlicht nicht oder eben nicht schmeckbar vorkommen.
Ebenfalls ziemlich spartanisch angelegte Gerichte sind die präzise gegarte zarte Entenbrust mit knuspriger Haut und einer dunklen, süßsauer-fruchtigen Sauce mit beigelegten Ananasstücken aus der Dose und etwas Gemüse (14,90 Euro) sowie die tadellosen Saté-Spieße mit Huhn, Schweinefleisch und Garnelen zur Erdnuss-Sauce und der gleichen Beilage (13,90 Euro). Lediglich das Lammfleisch mit Bananenblüten, Kichererbsen und - schon wieder - großen Paprikastücken in einer sehr intensiven und mittelscharfen, mit Sternanis und Kreuzkümmel zubereiteten Sauce zeigt, was die indonesische Küche an Raffinesse zu bieten hat. Ebenfalls gut gelungen waren die knusprigen Frühlingsrollen (3,90 Euro) und die in frischem Öl frittierten Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen. Dazu wirkt der Service im immer sehr gut besuchten Lokal etwas überfordert, so dass die Aufmerksamkeit unter der aufkommenden Hektik manchmal leidet. In dieser Form ist der Platzhirsch sicherlich nicht der mit dem größten Geweih im asiatischen Revier des Viertels.








