
Duessi
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19. April 2012 | 10.57 Uhr | SuMa |
Im Übrigen kann Ihre Aussage, daß das "Trällern" von alten Italienischen Liedern sinnlos sei, auch nicht so ganz stimmen, wenn ich Sie freundlicherweise an Paul Potts erinnern darf, der in einer Castingshow mit Puccini Arien ein Millionenpublikum begeisterte. Also muß doch was dran sein. Warum feiert Anna Netrebko Riesentriumphe auch bei sonst weniger operninteressiertem Publikum? Warum haben Domingo, Pavarotti und Carreras ganze Stadien gefüllt? Weil das keiner hören will? Wenn Sie sich persönlich nicht für die Oper begeistern können, dann seien Sie doch bitte so offen, diese Begeisterung anderen zuzugestehen. Seien Sie froh, daß es (noch) Menschen gibt, die Kunst, Kultur und Bildung hochhalten. Auch Sie profitieren davon Wenn alle nur auf billigste Massenunterhaltung stünden, dann bräche diese Gesellschaft vollkommen zusammen. Kunst ist Auseinandersetzung, fordert und ist nicht immer bequem, aber mit Bequemlichkeit lassen sich leider die Probleme dieser Zeit nicht lösen.
19. April 2012 | 10.38 Uhr | SuMa |
Immerhin setzen Sie die "zivilisierte" Gesellschaft in Anführungszeichen, was den Schluß nahelegt, daß Sie diese vielleicht als das erkennen was sie ist, nämlich nicht zivilisiert. Wäre es nicht schöner, wenn sie es wäre? Und darum hat sich im Laufe der Zeit das was man als Kunst und Kultur entwickelt, damit wenigstens ein kleiner Teil der Menschheit nicht gleich mit der Keule kommt und draufhaut. In dem "Buch vom Tee" von Kakuzo Okakura heißt es: "Der erste Mensch in grauer Vorzeit, der seiner Angebeteten Blumen schenkte, unterschied sich dadurch vom Tiere, indem er den feinen Nutzen des scheinbar Nutzlosen erkannte". Eine Oper von Verdi, Puccini, Mozart oder Wagner, nur um mal die wichtigsten Vertreter zu nennen, ist eine solche Blume. Ich würde mich freuen, wenn mehr Menschen dies erkennten. Ich habe nichts gegen Fußball, aber ich glaube nicht, daß er eine Gesellschaft geistig, ethisch und spirituell weiter bringt. Die Kunst schon. Fußball ist bestenfalls gute Unterhaltung.
19. April 2012 | 07.38 Uhr | AnWohnerin |
http://openpetition.de/petition/online/wir-fuer-unsere-oper-koeln
18. April 2012 | 20.07 Uhr | SuMa |
Zitat: "Der Sinn von Fußballspielen hingegen ist erwiesen, Brot und Spiele hieß es bekanntlich schon im alten Rom, um die Massen zu befriedigen und innere Unruhen zu vermeiden. Von Opern ist sowas jedoch nicht überliefert..."
Sie haben vollkommen recht. Deshalb muß die Polizei bei jeder Opernaufführung mit Großaufgebot anrücken, um alkoholisierte und gröhlende Zuschauer auseinander zu halten und den Rest der Bevölkerung vor dieser durch Pausensekt und Kunstgenuss entfesselten Horde zu schützen. Und das kostet zusätzlich teures Steuergeld. Damit steigen die Kosten für diese Institution wirklich ins Bodenlose.
Sie haben vollkommen recht. Deshalb muß die Polizei bei jeder Opernaufführung mit Großaufgebot anrücken, um alkoholisierte und gröhlende Zuschauer auseinander zu halten und den Rest der Bevölkerung vor dieser durch Pausensekt und Kunstgenuss entfesselten Horde zu schützen. Und das kostet zusätzlich teures Steuergeld. Damit steigen die Kosten für diese Institution wirklich ins Bodenlose.
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